Montag, 18. September 2017

#BookView "Tote Götter" von Faye Hell

Da ich das Buch aktuell lese, halte ich es für die beste Wahl für das BookView diese Woche



Inhalt:

Hannah ist unheilbar krank. Nach einer Amerikareise wird sie zusätzlich zu ihren körperlichen Beschwerden von grauenhaften Visionen geplagt. Teuflische Kreaturen bevölkern ihre düstere Albtraumwelt, sogar die Menschen in ihrem Umfeld verändern sich und verfolgen sie.
Mit Hilfe der richtigen Therapie hofft die junge Frau die paranoiden Wahnvorstellungen in den Griff zu bekommen. Sie will die Zeit, die ihr noch bleibt, mit ihrer großen Liebe Lukas erleben, und nicht im erschreckenden Paralleluniversum ihres zerrissenen Geistes gefangen sein.


Doch was, wenn der blanke Horror kein Irrsinn ist, sondern die neue Wirklichkeit und die reale Welt von gestern nur noch eine vergängliche Erinnerung?
Hat Hannah das unsagbar Böse wiedererweckt?
Oder sind es ihre eigenen Dämonen, die sie bekämpfen muss?

Erhältlich ist es hier über den Amrun-Verlag

Ich selbst lese das Buch aktuell und kann dazu sagen, dass ich es wirklich gut finde. Wer auf abstrakte, düstere und hohe Schreibkunst steht, ist hier genau richtig :)

Rezi folgt

#AutorView mit Faye Hell

Puh, was lange währt, wird endlich gut. Endlich kann ich euch das tolle #AutorView präsentieren, das ich mit Faye Hell geführt habe.

Ich wollte ursprünglich erst veröffentlichen, wenn ich das Buch "Tote Götter" zuende gelesen und rezensiert habe, aber ich glaube das zieht sich noch ein bißchen. Daher kommt jetzt das Interview und sobald ich das Buch gelesen habe die Rezi :)

Das ist Faye Hell



Und das ist ihr absolut schnurriges #AutorView

Liebe Faye, danke dass Du dich heute meinen Fragen stellst. Und hier kommt schon die erste <3

* Verrätst Du uns Dein Alter und/oder Deinen Geburtstag?

Das fängt ja schon mal bestens an … eine Lady fragt man doch nicht nach ihrem Alter! Wie gut, dass an mir in erster Linie meine schwarzen, bodenlangen Kleider ladylike sind.
Ich wurde im wunderschön düsteren November des Jahres 1977 geboren. Das Grauen und der Nebel wurden mir also bereits in den Kinderwagen gelegt.

* Ist Dein Autorenname Dein echter Name oder Dein Künstlername? Wenn Künstlername, wieso gerade dieser Name?

Faye Hell ist mein Künstlername. Mir gefällt die Zweideutigkeit des Nachnamens, je nachdem, ob man ihn als englisches oder deutsches Wort betrachtet. Das Helle und die Hölle passen einfach perfekt zusammen, immerhin war Luzifer selbst ein Lichtbringer.

* Wenn du unter einem Pseudonym schreibst, hast Du nur das eine oder mehrere?

Für das VIRUS Magazin habe ich lange Zeit unter dem Namen Lili Marlene geschrieben, aber die hat jetzt gekündigt und seit ungefähr einem halben Jahr erscheinen jetzt auch meine VIRUS Artikel unter dem Namen Faye Hell.

*Wo kommst Du her?

Ursprünglich aus der grünen Steiermark. Jetzt lebe ich in der Nähe von Wien, in einem über hundert Jahre alten Kurhotel aus der Kaiserzeit. Und ja, das ist so wundervoll und gleichermaßen spooky, wie es klingt. (Anmerkung Kitty: Das schreit schon fast nach ner *spooky-Übernachtung* im Hotel Hell <3)

* Hast du Familie? Mann? Kinder? Haustiere?

Ich habe einen Mann, der meine Muse und mein Flektor (sein Kosename ist Fuchs, Fuchs plus Lektor = Flektor) ist. Er ist so horrorfanatisch wie ich und unterstützt mich bei meinem Lebenstraum Autorin zu sein, wo er nur kann. Ich lege extrem viel Wert auf seine immer ehrliche Meinung.
Außerdem lebt ein kleiner Handtaschen-Tiger bei uns. Der samtpfotige, irdische Stellvertreter der Katzengöttin Bastet hört auf den Namen Lilli und ist genau genommen so etwas wie mein Schutzdämon.

*Was für Hobbys hast Du neben dem Schreiben?

Selbstverständlich lese ich sehr gerne. Außerdem bin ich ein Film- und Serienfan. Wenn ich Zeit dafür habe, gehe ich ausgiebig spazieren, mache gern auch mal eine längere Wanderung. Und ich liebe das Reisen über alles.

*Bestimmt hast auch Du Lieblingsautoren/Bücher. Welche wären das?

Mein absoluter Lieblingsautor ist Stephen King. Ja, ich weiß, das ist recht langweilig für eine Horrorautorin, aber ich verehre ihn, seit ich elf Jahre alt bin. Mein liebster King Roman ist „The Stand“.
Als glühende Anhängerin Bastets ist ein weiteres meiner Lieblingsbücher „Katzendämmerung“ von Arthur Gordon Wolf. Auch „Passenger“ von Ronald Malfi finde ich absolut großartig.
Mein absoluter Lieblingsroman ist aber wahrscheinlich „Hyperion/Endymion“ von Dan Simmons. Ich habe alle 2800 Seiten gelesen und geliebt.

*Wie geht Deine Familie, Freunde etc. mit dem Schreiben um? Unterstützung?

Meine Familie unterstützt mich total, allen voran mein Mann. Auch meiner Mutter habe ich sehr viel zu verdanken. Wäre sie nicht gewesen, hätte ich es wohl nicht geschafft, denn sie hat mich an einem Punkt, an dem ich aufgeben hatte wollen, mit liebevoller Strenge – sagen wir mal – ermahnt und mich dazu gebracht, an mich selbst und meinen ersten Roman zu glauben.

Wie recherchierst Du am Liebsten für Deine Bücher?

Da ich New American Gothic schreibe, spielen meine Romane sehr häufig auch in Amerika. Alle Schauplätze, die ich beschreibe, habe ich auch tatsächlich selbst bereist. Ich schreibe gerade an meinem dritten Roman, der in Alaska und dem Yukon Territory spielt und ich kann euch verraten, das war eine atemberaubende Reise. Für diesen Roman, der teilweise zur Zeit des Goldrush spielt, habe ich auch vor Ort einiges an Sekundärliteratur erworben.

*Wenn Du mehrere Bücher geschrieben hast, welches Deiner Werke ist Dein Liebling?

Ich liebe sie alle. Aber selbstverständlich wird mein erster Roman „Keine Menschenseele“ immer etwas ganz Besonderes bleiben. Ich glaube auch nicht, dass es jemals ein persönlicheres Buch von mir geben wird.

*Sind Neuerscheinungen geplant?

Ich schreibe derzeit an meinem dritten Roman, der 2018 bei Voodoo Press erscheinen wird und auch ein zweites Sachbuch ist in Planung.

*Beschreibe in 3 Sätzen, was Bücher und Schreiben für Dich bedeuten.

Schreiben bedeutet Freiheit, es bedeutet Grenzenlosigkeit, es bedeutet einfach alles für mich. Das Lesen entführt mich in andere Welten, borgt mir Emotionen fremder Menschen und berührt mich auf erstaunliche Weise. Ein Leben ohne Bücher ist für mich undenkbar.

*Hörst du gerne Musik beim Schreiben – wenn ja was am liebsten.

Während des Schreibens nicht, aber vor dem Schreiben oder während des Plottens, um in die richtige Stimmung zu kommen. Mein Musikgeschmack ist sehr breit gefächert, von richtig harten Black- oder Death-Metal Nummern bis hin zur Oper ist da alles dabei.

*Nascht Du beim Schreiben? Wenn ja, lieber süß oder salzig?

Mein Name ist Faye und ja, ich nasche. Immer gerade das, was meine Naschlade hergibt. Wahrscheinlich könnte ich aber eher auf Süßes verzichten, ohne Salziges bin ich verloren *Chips mampf*.

*Gibt es was, was Du gar nicht gerne isst?

Ich esse kein Fleisch. Selbstverständlich auch aus Überzeugung, aber vor allem, weil es mir eigentlich gar nicht schmeckt. Allerdings könnte ich, wenn es darauf ankäme, schon mal eine Ausnahme machen, um zum Beispiel sehr liebe Gastgeber nicht zu kränken. Ich bin da nicht dogmatisch. Nur Leber würde überhaupt nicht hinhauen, da setzt der Würgereflex ein und ich muss kotzen. Tatsache. Schon passiert.

*Was ist Deine persönliche „größte Sünde“?

Christlich gesehen? Nun ja, ich bin pagane Okkultistin mit einem starken Hang zur altägyptischen Mythologie, das sollte für die Hölle reichen. :) Weltlich? Das ist ganz banal, ich fresse mich mit Naschkram voll, trinke ungehemmt Schnaps und schlafe vor dem Fernseher ein. Gern auch mal nachmittags.

*Was ist dein liebstes Reiseziel?

Ich liebe Alaska über alles und war schon zweimal für ein Monat dort. Mein Traum wäre es, vielleicht mal in diesem unendlich freien (Bundes)staat zu leben. Man nennt Alaska nicht umsonst „The Last Frontier“. Dort treffen sich die Freigeister, die sich von niemandem einschränken lassen wollen. Meine Idealvorstellung wäre: Sommer in Alaska und Winter in Andalusien.

*Wenn Du ein Tier sein würdest – welches wärst du gerne?

ääähmm … miau … das sagt denke ich alles :) Oder vielleicht eine Spinne, immerhin ist meine Kosename Spinnchen. Durchaus zweideutig zu verstehen! (Anmerkung Kitty: Also auf DEIN Lieblingstier wär ich ja nie im Leben gekommen ^^ )

*Wenn du ein Charakter aus einem Buch sein könntest (nicht zwingend deines) welcher wärst du gerne?

Ha! Ich wäre gerne Randall Flagg aus Stephen Kings „The Stand“. Keine Romanfigur hat mich jemals so fasziniert. Oder sonst Mina Harker, du weißt schon, Dracula und so … (Anmerkung Kitty: hihi )

*Was ist der dümmste Anmachspruch, den Du je gehört hast?

Du bist so wunderschön und strahlst so eine Dominanz aus, ich wäre so gern dein Sklave. Nein? Musst du auf die Toilette? Bitte pinkle mich wenigstens an. (So ungefähr, den genauen Wortlaut hab ich nicht mehr drauf …) (Anmerkung Kitty: Sollte es einen Preis geben für die dümmste Anmache: Du hättest ihn (bisher zumindest) gewonnen ^^ )

*Schaust Du gerne TV (oder Streaming) und wenn ja was? Gibt es eine Lieblingsserie?

Ich liebe Serien! Ohne Serien geht bei mir gar nichts. Soooo… Allen voran wahrscheinlich „American Horror Story“, dann „Peaky Blinders“ (Oh my Bastet, Cillian Murphy ist einfach nicht von dieser Welt), außerdem noch „Homeland“ und auch die ersten Staffeln von „True Blood“ (mmmmmhhh, Eric …). Die ersten Staffeln von „The Walking Dead“ fand ich auch toll, „Wayward Pines“ kommt ebenfalls richtig gut. Und jaaaaa „Stranger Things“!!! Und jetzt hör ich auf, sonst kommen die anderen Fragen nicht mehr dran. :)

*Wenn Du ein Date mit einem Prominenten gewinnen würdest, mit welchem würdest Du definitiv eins haben wollen?

Eindeutig Stephen King. Und wenn der König keine Zeit hat, dann David Cronenberg. Und wenn der mich auch nicht will, dann muss Tom Hiddleston mit mir kuscheln und mich trösten. hehehehe …. awwrrrrr … (da haben wir wieder die Katze von weiter oben!)

*Was ist das verrückteste was dir als Autor je passiert ist?

Das Verrückteste ist es, weil mir das sehr regelmäßig passiert. Wenn die Leute hören, dass ich Autorin bin, denken die meisten, ich würde Kinderbücher schreiben, in denen Tiere vorkommen. Ich kann mir das beim besten Schnurrrrrr nicht erklären. Ich bin ehrlich mautzlos! (Anmerkung Kitty: Haha, ich stell mir gerade den Inhalt dieser Kinderbücher vor ^^ und muss instinktiv an etwas wie "Coraline" denken ^^)

*Manche Menschen wissen ja ganz genau, was sie sich mit ihrem ersten eigenen Geld gekauft haben. Weisst Du noch was Du Dir von Deinen ersten Tantiemen gekauft hast?

Ein paar richtig schöne, schwarze Kleider. Immerhin hatte ich als Autorin in meinen Augen ein Anrecht auf die passende Garderobe einer Schattenfürstin, niemand will einen Horrorautor in Hippie-Kleidung sehen. Ja, ich trage entweder Gothic-Kram oder Hippie-Kram, deshalb nenne ich mich selbst auch Horror-Hippie. Hab mich da von Sheri Moon Zombie ein wenig beeinflussen lassen.

*Würdest Du je beim „Dschungelcamp“ mitmachen? Und wenn ja, wen hättest Du gerne mit ihm Team?

Ganz sicher garantiert nicht. Das würde ich einfach nicht aushalten. Mein Mann schaut das mit Begeisterung und ich muss schon kotzen, wenn ich nur Wortfetzen wie Kamel-Anus aufschnappe. Gäbe es allerdings eine Horror-Variante auf einem Spukschloss, wäre ich sofort dabei. Schottland, ich komme!
RTL, ich warte auf den Anruf!

*Was war das schlimmste Faschings-/Halloweenkostüm das Du je anhattest?

Meine Mutter hat mich als Kind mal als Clown verkleidet und ich war richtig sauer darüber, weil ich damals auch lieber eine Prinzessin sein hätte wollen. Meine Mutter schwört heute noch, ich wäre als Clown mit meiner angepissten Visage zum Fürchten gewesen. Also war ES doch eigentlich wieder ganz toll ;-)

*Socken oder Barfuß? Pyjama oder Nachtkleid? Wie schläfst Du lieber?

Niemals Socken und am liebsten in einem altmodischen Oma-Nachthemd!

*Bist Du ein Morgenmuffel oder sofort fit nach dem Aufwachen?

Ich bin wahrscheinlich die nervigste Lerche der Welt. Ich liebe den Morgen und bin auch den restlichen Tag über nie wieder so wach. Wenn ich morgens erschlagen und grantig bin, dann bin ich sicher krank. Mein Mann ist eine absolute Eule, mein Lerchenwesen treibt ihn in den Wahnsinn. *hehehe*

*Kannst Du Dich noch an Deine erste Liebe erinnern?

Mooooiiii, selbstverständlich. Ein hübscher blonder Bub namens Christian, den ich im Kindergarten geheiratet habe. Hach, war der süß!

*Weinst Du auch mal wenn Du einen traurigen Film siehst? Oder bist Du eher das „kalte Herzchen“?

Ich hasse aufgesetzte Romantik, zum Glück ist mein Mann nicht romantisch. Ich nenne solche kitschigen Filme „Primeln aus dem Bauch“ - Filme. Ich ertrage es gar nicht und es macht mich richtig aggressiv. Was nicht heißt, dass ich bei Filmen nicht heule, denn ich habe schon ganze Rollkrägen nassgeweint. Zum Beispiel bei „Gorillas im Nebel“ habe ich mich ewig lang nicht beruhigt. Oder „Einer flog übers Kuckucksnest“, da fange ich schon zu weinen an, wenn ich nur daran denke … Aktuell hat mich „Nocturnal Animals“ sehr berührt.

*Gibt es irgendwas, worüber Du (zum heutigen Stand) NIE schreiben würdest?

Ich habe versucht, für die Anthologie einer Freundin eine Liebesgeschichte zu schreiben. Das war unmöglich. Also würde ich sagen, dass ich wohl niemals einen Liebesroman schreiben werde, weil ich das einfach nicht drauf hab. Und das, obwohl es in meinen Büchern auch sehr viel um die Liebe geht.
Du meinst aber eher Tabus, oder? Ich werde mich immer vor leerer Provokation hüten, aber mich nie davor scheuen, Problematisches zu thematisieren. Ich habe in „Keine Menschenseele“ einen Weg gefunden, etwas für mich Unaussprechliches zum Thema zu machen. (Anmerkung Kitty: Wobei man ja sagen muss, dass in "Tote Götter" schon auch eine Liebesgeschichte stattfindet ;-) und die hast du gar nicht mal sooo schlecht beschrieben :D )

*Warst Du schon mal so betrunken, dass Du am nächsten Morgen „Gedächtnislücken“ hattest?

Ja, das war ich, nicht nur einmal, und ich war damals schon nicht stolz darauf und bin es auch heute nicht. Ich behalte gerne einigermaßen den Überblick über meine Sinne und bleibe Herrin der Lage. Saufen bis zum Umfallen gibt es bei mir heute nicht mehr. Übertreiben ja, ausknipsen nein. (Anmerkung Kitty: Endlich mal jemand der das zugibt ^^ hihi, willkommen im Club <3)

*Was ist in deiner Handtasche?

ALLES. Mit dem Ding kann ich jemanden erschlagen, so schwer ist es. Oder ihn wahlweise auch retten, so perfekt ausgerüstet bin ich.

*Allgemeines? Was möchtest Du sonst noch gerne von Dir erzählen?

Liebe Hellies und solche, die ihr es vielleicht noch werden wollt. Ich bedanke mich für eure lieben Worte und eure Unterstützung. Dank euch habe ich bereits einiges erreicht und ich weiß, dass ich mit eurer Hilfe noch mehr erreichen kann. Eure anerkennenden Worte geben mir dann Mut, wenn ich Gefahr laufe, das Autoren-Handtuch zu werfen. Ich schreibe vielleicht literarisch, und mag sein ich sitze auch teilweise in meinem schwarzen Elfenbeinturm, aber ihr seid alle herzlich eingeladen. Die Tür zu meiner dunklen Welt steht euch jederzeit offen! purrrrrrrrrrs from hell, eure Faye

Liebe Faye, ich danke Dir für dieses tolle Interview und Deine super ehrlichen Antworten. Ich hab Dich ja vorher schon mega ins Herz geschlossen, aber jetzt schnurr ich Dich an <3

Ich geb Köpfchen und hoffe ihr habt alle genauso viel Spaß gehabt wie ich mit den Antworten <3

Eure Kitty

Mittwoch, 13. September 2017

Rezi von "Roadkill" von Alex Miller & Joe de Beer



Inhalt:

Was passiert, wenn du auf eine Seele triffst, die dich erkennt? Eine Seele, die selbst mit deinen inneren Dämonen tanzt. Wenn es sein muss, im Rausch explosiver Gewalt.

Stella, Patientin in der geschlossenen Psychiatrie, gelingt die Flucht. Ihr Ziel: das Meer. Auf ihrem Weg dorthin trifft sie Nick. Eine schicksalhafte Begegnung, die alle Mauern niederreißt und zu einem blutigen Horrortrip durch die Republik eskaliert.

Meine Meinung

Cover:
Ich liebe das Cover. Es einfach perfekt. Es spiegelt den Flair wieder, den man auf einer Tour mit dem Auto durch die Lande hat, und die Gefährlichkeit, die Nick und Stella mit sich bringen.

Schreibstil:

Ich bin fasziniert, wie zwei Autoren gemeinsam ein so stimmiges Buch schreiben können. Man merkt die zwei verschiedenen Charaktere und schreibstile aber dennoch harmonieren sie so perfekt. Die Empfindungen von Stella und Nick sind so gut rüber gekommen, man könnte meinen, die beiden hätten es selbst erlebt.

Inhalt:

Die Geschichte von Bonnie & Clyde kennt glaub ich jeder. Aber wie diese Geschichte mit zwei "kaputten" Köpfen aussehen kann, haben Alex und Joe perfekt in Ihrem Buch geschrieben.

Nick ist ein Einzelgänger, den das Leben langweilt. Seine Eltern sind gestorben und haben ihm ein Haus hinterlassen und genügend Geld um sich über Wasser zu halten. Er versucht sich in seiner Langeweile als erfolgloser Autor, aber fühlt sich dennoch leer und ausgelaugt.

Stella, ist eine extrem kaputte Seele. Im Prinzip hat Stella jeden Mist erlebt im Leben, den man nur erleben kann. Und weil das Leben eben beschissen ist, landet sie in einer Klinik für geisteskranke. Dort hält sie es aber nicht aus und flieht um sich auf den Weg ans Meer zu machen.

Und dann geschieht es. Stella trifft Nick - Nick trifft Stella - die Geschichte beginnt.

Keiner weiß eigentlich genau was da zwischen Ihnen herrscht aber sie wissen, es passt. Stella steigt zu Nick ins Auto und erzählt ihm dass sie ans Meer will. Und weil Nick ja eh nichts besseres zu tun hat, beschließt er, mit ihr diese Tour zu starten.

Das das aber nicht so einfach ist, stellt sich schnell raus, als sie ihren ersten Stop an einer Tankstelle machen. Stella flippt aus und hinterlässt eine blutige Spur der Gewalt, die Nick einfach hinnimmt. Es scheint sogar als sei er fasziniert, als wenn dieser Akt der "Befriedigung" auch für ihn etwas frei lässt. Und innerhalb eines Wimpernschlags nimmt er sich Stella ihrer an und kümmert sich um das Opfer...

Dieses Erlebnis schweißt beide auf eine unausgesprochene Art und Weise zusammen, die tiefer nicht sein kann. Man vertraut sich einem anderen an, inniger als alles andere auf der Welt sein kann. Stella legt unbewusst ihr Leben in die Hände von Nick.

Auf ihrer Fahrt zum Meer, gehen beide Risiken ein, aus denen es kein Zurück gibt. Kurz verlieren Sie sich in der neuen unvertrauten Situation... Verlieren sich aus den Augen... Aber auch aus dem Herzen?

Ob Stella und Nick wieder zueinander finden, und ob es ein "Happy End" der besonderen Art gibt, oder doch beide getrennte Wege gehen und "davon kommen" mit ihrem blutigen Pfad ans Meer, das dürft ihr selbst lesen.

Fazit:

Das Buch hat sich super flüssig gelesen. Den Schreibstil fand ich großartig, eine enorm gelungene Harmonie.
Das Buch selbst hat mich erst im Nachhinein, als es ein paar Tage zeit hatte zu sacken, nochmal gepackt.

Für mich ist dieses Buch nicht nur ein blutiger Thriller. Mich hat Roadkill sehr berührt. In meinen Augen ist, es eine Liebesgeschichte, die ehrlicher und bedingungsloser nicht sein kann. Blindes Vertrauen und völlige Hingabe seines Lebens an einen Menschen den man gar nicht kennt, oder den man besser nicht kennen kann.

Danke Alex und Joe für diese tolle Geschichte <3

Dienstag, 12. September 2017

Rezi von Mondschatten von Jacqueline Mayerhofer

Rezi von Mondschatten von Jacqueline Mayerhofer


Inhalt:

Liebe und Hass.
Freude und Verzweiflung.
Vergangenheit und Zukunft.

Emily McDawn lebt ein glückliches Leben, bis ein Überfall sie Jahre vergessen lässt. Auf der Suche nach den verlorenen Erinnerungen begegnet sie einem geheimnisvollen Mann, der verzweifelten Tagen neuen Sinn einhaucht. Doch etwas lauert hinter der Fassade dieses neuen Freundes – eine gefährliche Vergangenheit, die den Kreis zu den vergessenen Jahren schließen kann.
Gefangen zwischen alter Liebe, neuen Freunden, getrieben von Angst und der Sehnsucht nach Antworten, begibt sich Emily auf eine Reise in die Abgründe ihrer eigenen Seele – und der ihrer geheimnisvollen neuen Bekanntschaften.


Meine Meinung:

Als ich das Buch von Jacqueline zur Verfügung gestellt bekommen habe, wusste ich gar nicht worauf ich mich einlasse. Ich bin automatisch davon ausgegangen, dass mich ein Fantasybuch erwartet. Fragt mich nicht warum, aber ich ging einfach davon aus, wegen dem Titel und dem Cover :) (Jetzt weiß ich auch warum, bei der Suche nach einem Bild vom Buch habe ich entdeckt, dass es als Urban-Fantasy angepriesen wird. Ich finde aber es ist nicht zwingend Fantasy)

Natürlich war ich während des Lesens irritiert, weil nichts dergleichen passierte. Zwischendrin habe ich kurz gedacht: "Ah, jetzt kommt der Vampir", aber er kam nicht ^^

Also lasst euch daher gesagt sein, es ist KEIN Fantasyroman ^^ Es ist ein Thriller mit einem kleinen mystischem Hauch. Nicht viel aber dennoch genug um es als Mystik-Thriller durchgehen zu lassen meiner Meinung nach.

Cover:

Das Cover finde ich persönlich ein wenig verstörend ^^. Es ist mir zu wirr, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Inhalt:

Es geht um Emily, die ein glückliches Leben mit Hiroki - ihrem Freund - einem Hund und einem Hamster führt. Sie lebt mit ihnen und ihren Adoptiveltern gemeinsam in einem Haus, als sie durch einen schrecklichen Überfall ihr Gedächtnis der letzten vier Jahre verliert.

Nach diesem grauenhaften Erlebnis erwacht sie aus dem Koma und das schlimmste ist eingetreten, Sie sich weder an ihren über alles geliebten Freund erinnern, noch an alles anderes der letzten vier Jahre. Auch die Beziehung zu ihren Eltern leidet und dem Vorkommnis.

Von der Situation völlig überfordert, kündigt sie ihren aktuellen Job und fängt in der Bar an, in der sie in der Zeit gearbeitet hat, an die sie sich noch erinnern kann.

Dort trifft sie auf ihre beste Freundin, an die sie sich zwar nicht mehr erinnern kann, aber dennoch fühlt sie gleich, dass sie ihr blind vertrauen kann. Während nun Emily versucht mit all dem passierten klar zu kommen, trifft sie auf Leo. Irgendwas ist an ihm, dass sie sich bei ihm sicher fühlt. Sie kann es nicht erklären, aber dennoch hat er etwas merkwürdiges an sich. Ganz gleich was es ist, Emily beschließt erst einmal bei Ihren Eltern auszuziehen, da ihr alles zu viel wird, und zieht bei ihm ein. Leo ist in sich zurück gezogen, erzählt nichts über sich aber strahlt etwas aus, was sie berührt. Er gibt ihr das Gefühl sicher zu sein. Emily lernt dann auch Leos Clique und deren Anführer Clyde kennen. Irgendwas böses geht von ihm aus. Und als dann noch Melvin über sie herfällt und etwas Schlimmes passiert, ist sich Emiliy sicher, Clyde führt nichts Gutes im Schilde. Emily begibt sich immer mehr in Gefahr, als dann ein Mann ihren Weg kreuzt - McCain. Mehr wissen und erfahren wir auch lange Zeit nicht. Er will nur helfen, gibt Em ein paar Hinweise. Auch Hiroki begegnet er und versucht ihm zu helfen, denn dieser funkt immer wieder in Em's leben und will/kann nicht akzeptieren, dass sie nichts mehr mit ihm zusammen sein, sondern einfach nur mit ihm befreundet sein möchte, denn ihre Gefühle zu Leo werden immer mehr.

Auf der Suche nach ihrer vergessenen Vergangenheit und der Verbindung zwischen all den Geschehnissen die sie mit Leo und Clyde durchmacht, trifft sie auf einen kleinen Jungen Will, der sie in das Kinderheim führt, in dem auch Emily großgeworden ist, bis sie adoptiert wurde.

Leider ist es jedoch so, dass Emily sich durch Leo in Kreise begibt, die sie, Will und Trish derart in Gefahr bringt, dass sie um ihr Leben bangen müssen. Je näher Em dem Geheimnis um Clyde und seine Clique kommt, desto gefährlicher wird ihre Umwelt für sie. Niemand ist mehr sicher ...

Wie und ob Leo und Emily dem ganzen entkommen können, dürft ihr selber lesen.

Fazit:

Es ist mir sehr schwer gefallen, diese Rezi zu schreiben ohne zu spoilern. Es passieren in dem Buch so viele großartige Dinge, die ich euch am Liebsten alle auf einmal erzählen möchte, aber leider ist dies nicht möglich, denn sonst würde ich alles herausplaudern.

Das Buch ist ein absolut gelungener Thriller, der vielleicht in manchen Augen ein wenig übertrieben ist - wer "Saw" gesehen hat, hat keine Angst vor Übertreibungen - aber super gelungen. Klar, auch ich habe mir tatsächlich hin und wieder gedacht: "Echt jetzt?? Das auch noch?" Aber es ist eben keine wahre Begebenheit, sondern Fiction. Und das hat Jacqueline wunderbar hinbekommen.

Ein wenig Liebe, eine große Portion Thrill, ein "bißchen" Blut und ein Hauch von Mystik umspielt das Buch.

Ich habe das eBook von Jacqueline über den #ohneohrenverlag zur Verfügung gestellt bekommen, danke hierfür. Das Buch werde ich mir definitiv noch fürs Regal signiert holen.

Wer das Buch nun auch lesen möchte, kann es sich hier kaufen.

Und das AutorView von Jacqueline gibt es hier <3

Sonntag, 10. September 2017

Crimeday - Interview mit Leonie Haubrich

für Infos zum Crime Day auf das Bild klicken

Anlässlich des wunderbaren Crime Day haben wir (meine Bloggerkolleginnen - Nadine von Nanni's Welt und Thea von Krimines Bücherblog - und ich die Ehre gehabt Leonie Haubrich, Autorin von "Was Du nicht siehst" ein paar Fragen zu stellen.

Ein paar Infos zu Leonie Haubrich:

Mit ihrem Wunsch, Schriftstellerin zu werden, schaffte es Heike Fröhling (alias Leonie Haubrich) immer wieder, sich das Leben selbst schwer zu machen. Warum nicht einfach nach dem abgeschlossenen Studium (Musikwissenschaft, Germanistik und Schulmusik) etwas »Vernünftiges« arbeiten? Doch das Leben ist nicht dafür da, um das zu tun, was alle tun. Man kann die Sterne nicht vom Himmel holen. Aber wenn Heike Fröhling einmal alt ist und über das Meer blickt, möchte sie sich sagen können, dass sie es wenigstens versucht hat.

Doch bei einem Versuch ist es nicht geblieben. Jahrelang war Heike Fröhling als Journalistin für Frauenzeitschriften tätig. Sie veröffentlicht seit 1999 als Verlagsautorin, seit 2012 auch als Selfpublisherin. Mit ihrem Mann, drei Kindern, vier Katzen und Hund lebt sie in Wiesbaden. (Text von ihrer Autorenseite www.http://auf-lose-blaetter.de/)


Und hier kommen sie schon, die

Fragen von Nadine:

1. Hast du eine Phobie oder Angst vor bestimmten Insekten so wie die Protagonistin in deinem Buch?
Ich mag lieber Tiere, die Fell oder Federn haben. Insekten sind wirklich nicht meine Lieblingstiere, genauso wenig wie Reptilien. Vor allem die schnellen, unberechenbaren Bewegungen von Spinnen sind mir unheimlich, aber wirkliche Angst habe ich davor nicht, so kann ich problemlos im Haus ein Glas über sie stülpen und sie nach draußen befördern.
Zum Teil finde ich sie auch faszinierend, wie die Insektenkörper schimmern können, wie filigran Spinnen Netze bauen können, insofern ist mein Verhältnis zu Insekten eher ambivalent.

2. Hast du viel im Bereich Psychologie recherchiert, um den Lesern die Arbeit eines Psychologen näher zu bringen?
Durch mein Lehramtsstudium kam ich zwangsläufig in Psychologie-Vorlesungen und Seminare. Es war ein Fach, das mich immer interessiert hat, so war es auch eines meiner Prüfungsfächer, von daher brauchte ich nicht viel zu recherchieren, da auch meine beste Freundin Psychologin ist. So brauchte ich nicht viel Recherche, um die Figur der Liz vor mir zu sehen.

3. Gibt es ein Genre, in welchem du dir vorstellen könntest ebenfalls ein Buch zu schreiben? Abgesehen von Thriller?
Unter meinem Realnamen Heike Fröhling schreibe ich ja schon Liebesromane im weitesten Sinne. Mit diesen zwei Genres bin ich auch ausgefüllt, da es die beiden Facetten des Lebens beschreibt, die ich am spannendsten finde: Liebe und Hass, beides sind für mich die spannendsten und intensivsten Emotionen.


Fragen von Thea:

1) Bei Krimis und Thrillern steht die Handlung bis ins Detail fest, bevor der Schreibprozess beginnt. Wie ist es mit den von dir verwendeten Figuren? Passiert es, dass sie sich während des Schreibens anders entwickeln, als ursprünglich geplant?
Anfangs habe ich immer einen sehr genauen Plan, wie der Roman auszusehen hat. Doch im Laufe des Schreibens entwickeln sich die Figuren häufig anders, als ich sie haben wollte. Sie versöhnen sich nicht, obwohl sie es meiner Ansicht nach tun sollen. Sie warten ab, anstatt zu handeln, weil sie nicht sehen, wie bei mir der Roman sich dem Ende zuneigt, während sie noch ihr ganzes Leben vor sich haben ;-).

2) Der erste Satz oder Absatz ist neben dem Cover und dem Klappentext für viele Leser entscheidend, ob sie das Buch kaufen oder nicht. Feilst du besonders lange daran?
Wirklich lange feile ich nicht an dem Beginn des Buches, nur ist es häufig so, dass bei mir der Anfang ausgetauscht wird. Wenn ich zu schreiben beginne, ist es zuerst wie ein Warmlaufen. Wenn ich dann bei der Überarbeitung den Roman zum ersten Mal als Ganzes lese, finde ich oft im zweiten oder dritten Kapitel eine Stelle, die mir so ins Auge springt, dass sie danach zu rufen scheint, dass DAS doch der viel bessere Start ins Buch ist. So existieren zu so gut wie allen meinen Büchern zehn bis zwanzig Seiten Text, die gestrichen wurden, um dem Anfang Platz einzuräumen.

3) Wenn dir jemand das Angebot unterbreitet, für eine gewisse Zeit dein Leben mit einer anderen Person zu tauschen. Würdest du das tun und in welchen fremden Körper würdest du schlüpfen?
Das Angebot habe ich jeden Tag :-). In meinen Texten kann ich sein, wer immer ich möchte. Real verzichte ich dann doch lieber auf den Tausch, denn selten ist das Leben der anderen Personen so, wie man es sich vorstellt.

Meine Fragen, die sich ein bißchen persönlicher gestalten :)

1) Was befindet sich in deiner Handtasche?
Mein Portemonnaie, Handy, eine Zusatz-Einkaufstasche, 2 Stifte, Zettel, ein Notizblock, Taschentücher, Brillenputztücher, Lippenstift, Tampons, Handyladekabel und ein Hundetrinknapf.

2) Würdest Du je bei "Dschungelcamp" mitmachen? Und wenn ja, mit welchem Promi würdest Du definitiv das Camp teilen wollen?
Statt Dschungelcamp gehe ich dann doch lieber alleine in die Wüste oder an den Nordpol ;-)

3) Was war dein peinlichstes Faschingskostüm
Sich verkleiden hat etwas, trotzdem kann ich mich nicht erinnern, wann ich zuletzt ein Kostüm angezogen habe, es muss irgendwann zu Schulzeiten gewesen sein. Ich glaube, mein Verkleidungsbedarf ist durch meinen Alltag und das Hineinversetzen in die Figuren schon gedeckt, so kann ich beim Schreiben sowieso immer der- oder diejenige sein, die ich möchte, egal, ob alt oder jung, Mann oder Frau. Dann bin ich in meiner Freizeit am liebsten ich selbst ;-)


Ich freue mich total dass ich bei dem Interview dabei sein und Leonie ein paar Fragen stellen durfte.

Anlässlich dieses AutorViews habe ich auch ihr Buch von Mainwunder zur Verfügung gestellt bekommen, wofür ich mich mega bedanken möchte <3 br=""> Meine Rezi folgt in Kürze