Montag, 19. Februar 2018

Vorläufige Rezi zu "Tränenbringer" von Veit Etzold



Inhalt:

Ein Clara-Vidalis-Thriller

Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!


Meine Meinung:

Also ich hab auf der Frankfurter Buchmesse einem Interview zwischen Veit Etzold und seiner Frau gelauscht und war sichtlich angespornt das Buch zu lesen.
Leider muss ich gestehen, dass ich nicht ganz so begeistert war. Warum erklär ich euch jetzt.

Cover:

Das Cover finde ich gut aber irgendwie auch ein wenig einfallslos. Die Blutstropfen sind gut in Szene gesetzt. Ansonsten ist aber ein wenig fad.

Inhalt:

Am Anfang war ich echt angetan von der Geschichte. Es fängt fesselnd an, lässt aber mit der Zeit echt nach. Da ich nicht zu viel spoilern möchte, halte ich diese Rezi daher kürzer. Es war mein erstes Buch von Veit Etzold und ich habe einen harten und blutigen Psychothriller erwartet. Leider ging es meiner Meinung nach mehr um die Beziehung zwischen Clara Vidalis und ihrem Partner, als um den Fall selbst. Klar, der wurde auch abgehandelt, aber wenn man die 4 anderen Bücher von Clara nicht gelesen hat, dann ist dies hier einfach ein nicht ganz so spannender Thriller, der neben einer Beziehungsgeschichte herläuft.

Ich werde daher erst einmal die anderen vier Teile lesen, bevor ich eine ausführliche Meinung über diesen Titel wiedergebe.

Ich danke an der Stelle dem Droemer Knaur Verlag für die zur Verfügungstellung des Rezi-Exemplars.

Allgemein:

Veit Etzold und seine Frau sind super symphatische Menschen, so wie ich sie erlebt habe. Das Interview war interessant und hat mir Lust zum Lesen gemacht. Jedoch ist es, wie oben beschrieben, besser wenn ich die anderen Teile lese, bevor ich diesen endgültig bewerte, da er sonst echt schlecht abschneiden würde ;-)

Donnerstag, 18. Januar 2018

Rezi zu "AchtNacht" von Sebastian Fitzek

Achtnacht

von Sebastian Fitzek

Verfasst von Lynn





Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Knaur TB; Auflage: Originalausgabe (14. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426521083
ISBN-13: 978-3426521083


Klappentext/ Inhalt:

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?
Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.
Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung:

Cover:

Auf den schwarzen Hintergrund ist eine rote Acht abgebildet – hier mittig läuft eine einzelne Person vor einer Gruppe davon. Sehr passend und stimmig zum Buch gewählt!

Vorweg muss ich sagen, dass ich den Film „The Purge“ nicht kenne und auch bisher nicht gesehen habe. Dieser Film hat Herrn Fitzek dazu inspiriert, dieses Buch zu schreiben.

Ich stellte mir, während ich das Buch gelesen habe, immer wieder die Frage – Würdest du einen Namen in den Topf schmeißen ? Wie würde ich mich verhalten, wenn mein Name gezogen worden wäre? Es lässt mich erschaudern und macht mich nachdenklich zugleich, denn so wie sich unsere Welt stetig verändert, ist eine solche Vorstellung nicht abwegig, wie ich finde. Wir sind jederzeit und überall „gläsern“ und bemerken oft nicht, wie sehr wir überwacht werden. Eine Prämie von 10 Millionen Euro – hier würden viele im wahrsten Sinne des Wortes „über Leichen gehen“.

Wie würdet ihr handeln? Wo würdet ihr untertauchen? Ich würde mich sehr über eure Ideen /Meinungen freuen!

Nun geht es aber an´s „Eingemachte“ 😊

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen – es hat mich gefesselt! Ganz nach meinem Geschmack schafft es Herr Fitzek, falsche Fährten zu legen und vielen Wendungen, mich in die Irre zu führen.

Der Verlauf und auch das Ende des Buches waren für mich zufriedenstellend. Da der Thriller aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, kam nie Langweile auf. Jeder Charakter wurde sehr gut ausgearbeitet und jeder für sich war authentisch beschrieben.

Der Einstieg in das Buch beginnt mit dem Hauptprotagonisten Ben. Das Leben von Ben ist nicht von viel Glück geprägt – er ist ein wenig erfolgreicher Musiker und aufgrund eines Unfalls, bei dem seine Tochter Jule verletzt wurde und ein Bein verlor, scheiterte auch seine Ehe. Ben wird aus dem Lostopf gezogen und nun beginnt die Hetzjagd, bei der er dann auf Arezu trifft. Die beiden sind nun gemeinsam und in einem rasanten Tempo auf der Flucht vor den „Kopfjägern“. Die Verfolger sind Ihne stets auf den Fersen und sind aufgrund von den sozialen Medien stets bestens informiert.Die Geschichte kommt nun richtig in Fahrt und ich habe stetig mitgefiebert, ob die beiden es schaffen.


Fazit: Ich konnte das Buch nicht weglegen, es war so spannend und mitreißend für mich. Die Kapitel waren so prägnant und „knackig“ kurz geschrieben – einfach nicht zum weg legen! Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und freue mich auf weitere Romane aus der Feder von Herrn Fitzek.

Ich vergebe 5 von 5 Pfötchen

Eure Lynn

Mittwoch, 17. Januar 2018

Blogtour - Maskenzauber: Das Herz der Macht

Tag 2: Zeitreisen



Ich freue mich, dass ich Teil der Blogtour zu Selina Marie Kespers "Maskenzauber: Das Herz der Macht" sein darf.






Gestern hat euch ja schon Diana von Abendsternchen Band 1 vorgestellt. Hier könnt ihr den Beitrag nachlesen


Im Rahmen der Blogtour darf ich euch und der Autorin folgende Frage beantworten: In welches Jahrhundert würdest du reisen, wenn eine Zeitreise möglich wäre?

Das ist aber eine eher knifflige Frage, denn die kann ich nicht einfach so beantworten, da das ja mit mehreren Faktoren zusammen hängt. Zum einen müsste ich vorher die Frage klären, ist die Reise eine Einweg-Reise oder kann man beliebig hin und her reisen? Und wenn es eine Einweg-Reise ist, darf ich dann auch jemanden mitnehmen? Oder muss ich alles hinter mir lassen?

Gehen wir also alles Szenarien durch:
1.) Reise ich alleine "One-Way", dann möchte ich auf alle Fälle ins 18. Jahrhundert. Pompöse Feste, schicke Kleider :) Einfach ein toller Flaire.
2.) Reise ich mit meinen Liebsten? dann möchte ich gar nicht so weit reisen, sondern einfach in die 50iger Jahre. Da waren Frauen noch Frauen, Männer noch Männer und da war Arbeit und Leben noch was wert. Und vorallem die tollen Kleider nicht zu vergessen, und die Autoooos.... Ah, da komme ich ins Schwärmen.
3.) Wenn ich hin und her reisen dürfte wie mir beliebt, würde ich in jede Zeit einmal reisen, um dort eine Woche zu verbringen.

Und wie wäre das bei euch so? In welche Zeit würdet ihr gerne reisen?

Und wie funktioniert das Zeitreisen in der Maskenzauber-Reihe?

Stell dir vor, du könntest dein Bewusstsein in der Zeit in eine andere Identität zurückschicken, um dort ein anderes Leben zu führen. Wer würdest du sein wollen? Würdest du gerne als machtvoller König erwachen, als Edeldame oder als einfacher Bürger in einer mittelalterlichen Stadt?
Jetzt stell dir vor, eine Gruppe von Wissenschaftlern hätte eine Möglichkeit entwickelt, Zeitreisen möglich zu machen. In Maskenzauber gelingt es Jocelyn, als Hofdame am englischen Königshof im Jahr 1701 zu leben. Aber das ist nicht die einzige längst vergangene Zeit, in die sie reist.
Mithilfe eines Mittels werden Bewusstsein und Körper voneinander getrennt und das Bewusstsein ins geplante Jahr geschickt. Eine Mischung aus moderner Wissenschaft und einem Fünkchen Magie macht Zeitreisen in Maskenzauber möglich.

Neugierig geworden? Dann begleite Jocelyn bei ihrer Zeitreise ins Jahr 1701 in „Maskenzauber: Jäger der Zeit“!

Verpass nicht die kommenden Beiträge :)





Dienstag, 9. Januar 2018

Rezi zu "Das Paket" von Sebastian Fitzek

Das Paket

von Sebastian Fitzek

verfasst von Lynn




Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Droemer HC (26. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426199203
ISBN-13: 978-3426199206






Inhalt:
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...

Klappentext:

VORSICHT - Öffnen auf eigene Gefahr

Ihr Postbote bittet Sie, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen. Einen Nachbarn, dessen Namen Sie noch nie gehört haben. Obwohl Sie schon seit Jahren in Ihrer kleinen Strasse wohnen.

>>was kann schon passieren?<< denken Sie sich.

Und lassen damit den Alptraum in Ihr Haus...

Meine Meinung:

Das Cover:
Das Cover zeigt ein Paket und wirkte auf mich spannend (wer kennt es nicht, dass man es am liebsten gleich und sofort aufreißen möchte *grins*). Das Buch fällt direkt ins Auge und musste einfach mit. Jedoch muss ich sagen, ich war enttäuscht, denn die Handlung dreht sich schlichtweg nicht um das Paket. Schade!

Zu Beginn des Buches wird Emma, die Hauptprotagonistin vorgestellt. Sie hat als Kind Angst vor dem Mann im Kleiderschrank und befindet sich deshalb in psychologischer Behandlung. Später, ist sie selbst Psychologin und hält auf einem Kongress einen Vortrag. Später wird sie im Hotel vergewaltigt und ihr werden die Haare abrasiert. Sie ist traumatisiert und jedes Geräusch oder jede Abwandlung bringt Sie aus der Fassung – so auch als ein Paket abgegeben wird, dass für Ihren Nachbarn ist. Danach überschlagen sich die Ereignisse.

Auch als bekennender Fitzek-Fan, muss ich leider an dieser Stelle loswerden, dass ich die Zeitsprünge nicht immer gelungen fand und gerade als ich das Buch weggelegt habe, wirklich Schwierigkeiten hatte, wieder einen direkten Einstieg zu finden.

Die Hauptprotagonistin Emma konnte mich schlichtweg nicht überzeugen – ich habe vieles nicht nachvollziehen können und Sie bleib mir bis zum Schluss einfach unsympathisch. Ihre Handlungen waren nicht verständlich für mich und teilweise haben Sie mich auch verärgert.

Das Ende war für mich zumindest überraschend, denn ich hatte ein ganz anderes Ende im Sinn und habe nie damit gerechnet!

Fazit:
Ich lese sehr gerne Bücher von Sebastian Fitzek – jedoch muss ich sagen, dass mich dieses Buch nicht fesseln konnte. Auf Grund dessen, dass ich die Protagonistin teilweise als sehr anstrengend empfunden habe, war das Buch sehr "nervig" und ich konnte keine Sympathie für sie entwickeln. Ebenso konnten mich die Nebencharaktere nicht überzeugen, da sie mir zu wenig nahe gebracht wurden.

Daher vergebe ich 2 von 5 Pfötchen für das Buch.
Eure Lynn







Samstag, 23. Dezember 2017

AutorView und BookView Spezial mit Mary Cronos und "Houston Hall"

Ich freue mich total, dass ich ein Teil der Aktion von Mary sein darf und euch heute mal ein bißchen was über Houston Hall erzählen darf.


Hierzu gibt es auch ein wunderschönes AutorView speziell rund um Weihnachten.

Ich habe Mary auf der Frankfurter Buchmesse 2017 durch einen Zufall kennen gelernt, und ich bin mächtig froh darüber. Ich hatte mich mit I. Reen Bow verabredet und da saß sie. Die absolut strahlende Mary und hat mir dann über ihre Geschichte erzählt und mich in dem Atemzug auch gleich "abgestempelt".

Und dann haben wir uns zu einem Interview verabredet, das irgendwie ganz anders geworden ist, als ich es geplant hatte ^^. Ja, man sollte nie! mit einem Autor ein persönliches AutorView führen. Das klappt nicht :) Aber nicht weil sie es nicht können, sondern weil sie einfach so nett und lieb sind, und man dann von einem zum anderen Thema kommt und tja, dann wird aus einer einfachen Frage schon fast ein Roman.

Ich werde das damals geführte Interview für euch unten anfügen, damit ihr auch in diesen Genuss kommt. Aber nun kommen wir zu dem Weihnachtsspezial.

Liebe Mary, passend zu Deinem Namen, freue ich mich, dass ich mit Dir das Weihnachtsautorview machen darf.

Kommen wir zur ersten Frage:
Was bedeutet Weihnachten für Dich?

Nach fast 10 Jahren Theologiestudium könnte ich dazu ganze Abhandlungen schreiben, aber eigentlich geht es für mich vor allem um eins: Weihnachten feiern, das bedeutet für mich, das Gute in der Welt feiern. Jeden Tag hören wir schlechte Nachrichten, lesen von Skandalen, Unglücken, dem, was unfair ist, unerklärlich und eine harte Herausforderung an unsere Motivation und unseren Optimismus. Aber egal, ob man an Gott glaubt oder nicht: die Weihnachtsgeschichte handelt vom Wunder des Guten zwischen allem Schlechten, vom Besonderen im Alltäglichen, vom Mehr im Zu Wenig. Und wenn ich auf das Jahr zurückblicke, dann sehe ich bei allem Stress und Drama auch solche Wunder des Guten. Daran erinnert mich Weihnachten. Und damit motiviert mich Weihnachten am Jahresende für das Neue, was kommt.

2. Gibt es bei euch einen Weihnachtsmann oder ein Christkind, das die Geschenke bringt?

Da verschwimmen wohl die Traditionen. Ein bisschen von beidem. Den Weihnachtsmann hab ich aber eigentlich schon in meinem ersten Lebensjahr enttarnt (Bart abgerissen) und damit war er für mich passé.
Im Grunde bringen wir uns einander die Geschenke. Ich liebe es, zu schenken und freue mich immer diebisch auf die großen Augen und das Lächeln meines Gegenübers.

3. Hast Du einen Weihnachtsbaum? Wenn ja, einen echten oder künstlichen Baum?

Ja, ein Weihnachtsbaum gehört für mich dazu. Das wechselt. Echte haben wir oft danach im Garten weiterleben lassen. Unsere Plastikversion hat den Umzug in diesem Jahr nicht mitgemacht und nun ist es ein echter Baum geworden. Leider haben wir nun keinen Garten mehr.

4. Gibt es ein Ritual aus Deiner Kindheit, dass auch heute noch auf keinen Fall fehlen darf?

Es gibt ein Ritual, das ich aktuell sehr vermisse. Bis vor nicht all zu langer Zeit habe ich mich in meiner Gemeinde um den Krippenspielgottesdienst an Heilig Abend gekümmert. Das Stück geschrieben, die Regie geführt, den Gottesdienst geleitet. Mit Kindern, Teenies und auch Erwachsenen gemeinsam Probe für Probe auf das Fest zuzugehen, war einfach schön. Immer wieder sich deiner ersten Frage aus dem Interview zu stellen – von Kindern ausgesprochen.
Was noch geblieben ist, ist mein Weihnachtspuzzle. Immer zwischen Weihnachten und Neujahr setzen wir ein möglichst großes Puzzle zusammen. Perfekt um dabei zu quatschen und zu lachen.

5. Wie sieht Dein Weihnachten aus? Traditionell oder eher weniger?

Nicht weiter verwunderlich vielleicht: Für mich gehört ein Besuch in der Kirche dazu. Wenn das Wetter mitspielt ein Weihnachtsspaziergang. Für mich steht das „Besinnlich“ im Vordergrund zu Weihnachten. Hektik, Abwechselung, das Außergewöhnliche habe ich das ganze Jahr über und ich bin dankbar dafür. Alltagstrott würde mir nicht gut tun. Aber an Weihnachten will ich einfach etwas Ruhe und Frieden. Kerzenlicht, leise Musik, Glockenläuten, liebe Menschen um mich herum.

6. Was gibt es Weihnachten bei Dir zum Essen?

Am Heiligen Abend selbst wird es auch in diesem Jahr klassisch Kartoffelsalat (selbstgemacht, versteht sich) und dazu Kassler geben. An den Feiertagen danach dann den Festschmaus mit Klößen und dem vollen Programm. 😊

7. Wer kocht bei euch an Weihnachten?

Meine Mutter. Das ist die beste Garantie für Gewichtszunahme über die Feiertage. Damit gibt’s dann auch direkt einen guten neuen Vorsatz für das neue Jahr.

8. Was war das lustigste, das schlimmste und das schönste Geschenk, dass Du je bekommen hast?

O, das ist schwierig.
Das lustigste… Ich möchte die Vermutung anstellen, dass meine Freunde und meine Familie offenbar Spaßbremsen sind, wenn es um Weihnachten geht. Ich erinnere mich an kein Geschenk, von dem ich sagen würde, es war lustig. Nicht zu Weihnachten.
Das schlimmste Geschenk katapultiert mich zurück in meine Schulzeit. Ich war der erste „Ossi“ an einer „Westschule“. Das war für manche meiner Mitschüler damals ein ausreichender Grund, um mir das Leben schwer zu machen. Damals hasste ich die Weihnachtszeit (zumindest den Part davon, den ich in der Schule war). Julklapp. Was für eine tolle Tradition, um Müll aus dem Kinderzimmer loszuwerden. In einem Jahr bekam ich eine große Kiste voller Walnüsse und Orangen. Mit dem gütigen Kommentar, dass wir sowas doch im Osten sicher nicht kennen. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass wir hier von den letzten 90ern reden. Kurz vor der Jahrtausendwende. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich viele Allergien habe – unter anderem gegen Walnüsse und Orangen.
Mein schönstes Weihnachtsgeschenk… Das waren eigentlich immer die bereits erwähnten Krippenspiele. Die Gemeinschaft. Das Strahlen der Kinder. Die Bestätigung, dass alle Besucher etwas Gutes mitnehmen konnten. Die Begeisterung aller. Mit diesem Gefühl dann nach Hause gehen zu können – das ist etwas ganz Besonderes und wahrscheinlich auch einer der Gründe, weshalb ich einst Pfarrerin werden wollte.

9. Was wünschst Du Dir zu Weihnachten?

Weltfrieden oder mehr Intelligenz und Toleranz in den Köpfen der Menschen klingt wohl etwas zu pathetisch. 😉 Schön wäre es trotzdem. … Dass die Saat, die ich 2017 gesät habe, aufgeht, dass sich die Mühe der letzten Monate auszahlen wird und Euch Houston Hall gefallen wird.

10. Welcher Klassiker darf an Weihnachten nicht fehlen (Buch, Musik und/oder Film)?

Ich bin da nicht so festgelegt. Es müssen weder die Drei Haselnüsse sein noch Der Kleine Lord. Aber ich mag an Weihnachten Klassiker. Oft ende ich bei Die Feuerzangenbowle. Herrlich und irgendwie noch immer passend.

11. Wie sieht Deine vorweihnachtliche Zeit aus?

Aktuell sehr arbeitsreich – leider. Vielen fällt kurz vor Weihnachten auf, dass eine Zeichnung oder Fotos ein tolles Geschenk wären. Dazu kommt die Buchveröffentlichung direkt nach Neujahr.

12. Dekorierst Du? Wenn ja ab wann und in welchem Umfang?

Aber sowas von! Seit dem Tod meines Vaters habe ich mit meiner Mutter eine Mutter-Tochter-WG. Das funktioniert tatsächlich – unter anderem, weil wir beide Deko-Freaks sind. Nicht zu viel und nicht kitschig. Aber gerade indirekte Beleuchtung ist toll, um Stimmung in einen Raum zu bringen. Zu Weihnachten können wir uns da richtig austoben. Angefangen wird damit traditionell nach dem Totensonntag. Aber der Weihnachtsbaum wird bei uns erst am 23.12. geschmückt. So viel Geduld muss sein.

13. Wer darf/dürfte bei Deinem Weihnachtsessen nicht fehlen, wenn Du die Wahl hättest?

Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich mir vor allem die Menschen zurückwünschen, die leider nicht mehr bei mir sind. Zum Weihnachtsessen gehört die Familie und die ist leider inzwischen sehr klein bei uns.


Und nun möchte ich Dir noch ein paar weihnachtliche Fragen rund um "Houston Hall" stellen

Also, mit welchem Protagonist aus einem Buch würdest Du gerne mal Weihnachten verbringen?

DAS wäre allerdings ein spannendes Weihnachtsessen: Am besten alle. Auch die, die ihr noch nicht kennt. 😉 Aber ich glaube, das würde dann nicht sehr friedlich werden. Um es mal euphemistisch auszudrücken. Magnus Cronos würde mich besonders freuen, glaub ich. Er würde mit seiner Feuermagie sicher auch für ein ganz besonderes Lichterfest sorgen. Aber auch die anderen wären klasse. Nicht nur zu Weihnachten. Der Gedanke, denen begegnen zu können, die man selbst in seinem Geist erschaffen hat, haut wohl jeden Autor um.

15. Was wünschst du Anderen zu Weihnachten?

Ihren tiefsten, sehnlichsten Herzenswunsch. Den, der so tief sitzt, dass sie ihn vielleicht selbst noch nicht kennen.

16. Feiern Deine Protas Weihnachten auf Houston Hall?

Aber klar. Mit riesigem Baum, vielen Geschenken und allem drum und dran. In der Zeit, in der ihr Houston Hall kennenlernt, ist die Festtagsfreude allerdings sehr getrübt. Anthony ist allein und betrauert seine Familie. Am 24sten ist das Unglück noch ganz frisch. Hoffen wir, die Mary im Buch sorgt rechtzeitig zum nächsten Weihnachtsfest dafür, dass er es wieder genießen kann.

17. Wer muss dort dann die Deko ausrichten und wie umfangreich wird sie aussehen?

Früher hätte das sicher vor allem Anthonys Mutter Lady Houston in die Hand genommen. Anthony und seinen Vater würde ich jedenfalls lieber keine Deko in die Hand geben. Das ginge nicht gut. Beim nächsten Fest wird die Haushälterin Beatrix (ihr habt sie bereits auf dieser Reise kennengelernt) da hoffentlich Hilfe von Raelyn bekommen – und vielleicht ja von noch jemandem. Aber dafür müsste ich Euch spoilern. 😉

18. Gibt es einen schön dekorierten Kamin?

Ja! Einen in Anthonys geliebter Bibliothek: Helles Holz. Reich verziert, über zwei Etagen, mit einer kleinen Wendeltreppe. Auf einer Seite eine große Fensterfront, auf einer der Kamin mit einer kleinen Sitzecke davor. Ein Schachspiel zwischen den Sesseln.
Was meint Ihr? Klingt das gut? Mir gefällt seine Bibliothek. Würde da glatt einziehen.

19. Wird die Familie beisammen sein?

Das ist die große Frage oder? Früher war das so. Aber nun hat Anthony seine Familie verloren. Hoffen wir, dass das neue Jahr für ihn ein Happy End bringt. Auch wenn mir das vielleicht niemand glaubt, immerhin habe ich ihm ja dieses tragische Schicksal verpasst.

20. Was werden Sie sich gegenseitig schenken?

Anthony berichtet davon, dass seine Schwester ihm zum Geburtstag immer gern etwas Selbstgebasteltes geschenkt hat. Und er ihr Gutscheine für Unternehmungen mit ihm oder neue Bücher. Ich glaube, das trifft es auch für Weihnachten ganz gut.

21. Was wird es zu essen geben und wie wird der Dresscode sein?

Also laut Beatrix gibt es zu Weihnachten traditionell das Lieblingsessen von Raelyn, Anthonys Schwester: Venison Stew. Zwischen all den in meinen Augen etwas fragwürdigen schottischen Gerichten eins, das ganz gut klingt. 😊
Was den Dresscode angeht: Anthony sieht man ja eigentlich immer gut angezogen mit seinen anthrazitfarbenen Anzügen. Aber sowohl er als auch alle anderen Anwesenden werden wohl zu Weihnachten noch eine Schippe drauflegen.
Wenn es in diesem Kaff Dirleton schon mal einen Grund gibt, sich etwas herauszuputzen.

Liebe Mary, gibt es etwas, was Du noch zum Thema Weihnachten sagen möchtest?

Ich wünsche Euch allen ein friedvolles, schönes Weihnachtsfest. Seid dankbar für alle, die bei Euch sein können – und wenn es die nervigen Tanten oder vergesslichen Großväter sind. Schenkt einander ein ehrliches Lächeln und eine warme Umarmung. Frohe Weihnachten!

Ich wünsche Dir auch zuckersüße Weihnachten, mit ganz vielen lieben Menschen um Dich herum, die Dir Dein Fest so versüßen, wie Du es verdient hast :*
Ich drücke Dich aus der Ferne <3 br="">
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Und hier kommt der Teil, des auf der Messe geführten AutorViews, das ganz anders ablief als erwartet :)

Leider muss ich euch auf nächstes Jahr mit diesem Teil vertrösten, da meine Festplatte pünktlich zum Jahreswechsel spinnt und ich die Daten wieder herstellen muss. Ich hoffe ihr seht mir das nach und freut euch dafür an dem Weihnachtsspezial <3 br="">
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