Donnerstag, 15. Dezember 2016

Rezension: "Die Zerrissenen" von Stefanie Fey

Rezension von

"Die Zerrissenen "

von Stephanie Fey









Titel: Die Zerrissenen 
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
Seitenzahl:496 S.
ISBN:978-3-453-41760-1
Preis: 9,99 [D], 10,30 [A], 13,90 [CHF]

Inhalt:
Bevor die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis auf einen Unbekannten stößt, der Frauenleichen ausgräbt, obduziert sie den Ex-Kollegen ihres Vaters, der erhängt in seiner Zelle aufgefunden wurde. Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis glaubt fest daran, dass Kurt Krallinger ermordet worden ist, und sieht Parallelen zu RAF-Terroristen, deren angebliche Selbstmorde ähnliche Ungereimtheiten aufweisen. Unter dessen kämpft Carina gegen Panikattacken und fühlt sich verfolgt. Zu recht, denn jemand will unbedingt verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Mein Urteil: 

Cover
Das Cover hat mich persönlich sehr angesprochen. Es vermittelt den Eindruck dass ein blutiges Geheimnis hinter dem Stecken könnte was die Dame gesehn hat und Sie innerlich zerreist.
Inhalt:
Leider neige ich fast dazu dem Titel alle Ehre zu machen und das Buch zu zerreissen. 
Es ist vorneweg zu erwähnen, dass ich die ersten beiden Titel nicht gelesen habe und mir vielleicht dadurch ein paar Informationen fehlen und ich daher ein wenig streng urteile, aber ich finde das war ein sehr schlechtes Buch.
Ich will nicht unfair sein, denn es beginnt wirklich spannend. Was mich aber von Anfang an enorm genervt hat, waren die schnellen und mal langsamen Sprünge zwischen verschiedenen Abhandlungen. Manche enden sogar mitten im Wort. Dies klärt sich aber zum Glück im Laufe des letzten Drittels auf, aber nervig ist es dennoch.
Das Buch handelt von Carina, die eine Explosion überlebt und nun auf der Suche nach einem mutmaßlichen Agenten ist, der im Zusammenhang mit Ihrer verschwundenen Mutter steht, die sie nach der Geburt verlassen hat. Generell ist diese Geschichte recht interessant, aber leider viel zu oberflächlich ausgearbeitet. Die schmalen Ansätze die Hauptgeschichte interessant werden zu lassen, wirken ein wenig wie eine Kettensäge die kurz vor dem Anspringen doch versagt.
Dann wird in einem der Kapitel eine Geschichte eines Nekrophilen aufgegriffen. In diesem Teil wird viel in die Einzelheiten und Unappetitlichkeiten gegriffen, was meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen. Leider fragt man sich bis zum Schluss vergeblich, was dieser Typ mit der Geschichte zu tun hat - und auf wenn ich jetzt spoilern muss - man fragt es sich auch wenn man das Buch zu ende gelesen hat. Für mich hat es den Eindruck hinterlassen, als würde man Seiten schinden wollen. Als hätte das fertige Buch nicht genügend Seitenzahlen hinterlassen und man hat versucht Lücken zu füllen.
Fazit:
Meiner Meinung war die vermeintliche Hauptgeschichte leider nicht im Ansatz das Wort Thriller wert, höchstens den "seichten" Begriff Krimi.
Ich bin leider sehr enttäuscht und hätte mir gewünscht die Zeit für ein besseres Buch genutzt. Ich wurde von dem Cover geblendet.
Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, ist, dass das Buch in München spielt. Ich bin Münchnerin und konnte mich daher mit den örtlichen Begebenheiten wie den Waldfriedhof ein wenig besser in die Geschichte einfinden.
Diesen Titel kann ich leider gar nicht empfehlen.
beurteilt von Kitty

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