Kitterella hat Sommerurlaub

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wir sind am 04.09.2017 wieder zurück

Montag, 13. März 2017

Autoreninterview: Lily Konrad

Es ist mir eine besondere Freude, euch das heutige Interview zu präsentieren.


Ich kenne Lily nun schon seit einigen Jahren und schätze sie als Mensch sehr und freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn wir uns mal wieder - leider immer zu kurz - auf den Messen treffen.


Lily ist für mich ein so toller Mensch, dass ich es kaum erwarten kann, euch ihre Antworten auf unsere Fragen zu zeigen <3






So meine liebe Lily,

verrätst Du uns Dein Alter und/oder Deinen Geburtstag?

Laut Perso bin ich fast 58. Aber ganz ehrlich? Meinem Gefühl nach kann das einfach nicht stimmen.

Ist Dein Autorenname Dein echter Name oder Dein Künstlername? Wenn Künstlername, wieso gerade dieser Name?

Lily Konrad ist ein Pseudonym, das sich aus meinem echten Namen ableitet.

Wo kommst Du her?

Jetzt gerade aus der Küche. :D (Anmerkung Kitty: haha, das war die beste Antwort bisher auf diese Frage :* )

Also, geboren bin ich in Stade (in Niedersachsen), ab dem Kindergartenalter bin ich in Baden-Württemberg aufgewachsen, danach habe ich bis zum Abitur in Bensheim an der Bergstraße gewohnt. Dann kam das Studium in Berlin, wo ich auch meinen Mann kennengelernt und meine beiden Söhne zur Welt gebracht habe. 1990 sind wir schließlich in unsere Wahlheimat Butzbach (45 km nördlich von Frankfurt) gezogen, wo ich auch heute lebe.

Hast Du Familie? Mann? Kinder? Haustiere?

Ich habe einen Ehemann, drei Kinder (alle erwachsen), zwei Enkel, einen Hund. (Anmerkung Kitty: und alle sind megaaaa lieb :) )

Was für Hobbys hast Du neben dem Schreiben?

Reisen, Wandern und seit Neuestem Trailen mit unserem Hund. Ach ja, und Stricken und Kochen – am liebsten frei Schnauze und nicht nach Anleitung!

Bestimmt hast auch Du Lieblingsautoren/Bücher. Welche wären das?

Ich glaube, das Buch, das mich am allermeisten beeinflusst hat, was „Sushi for Beginners“ von Marian Keyes. Ich liebe es nach wie vor, auch wenn mich die letzten Bücher der Autorin enttäuscht haben. Außerdem mag ich Sandra Brown und die Black Dagger Serie von J. R. Ward. In beiden Fällen fasziniert mich die gelungene Mischung verschiedener Genre.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Ich habe „schon immer“ geschrieben. Angefangen mit einfachen Postkartentexten über Indianergeschichten, die ich in Schulhefte geschrieben und mit Postkarten aus Karl May Filmen illustriert habe, und Gedichte in meiner Studentenzeit. Auch hatte ich „schon immer“ eine Romanidee im Kopf, nur leider nie Zeit, sie aufzuschreiben. Dann ist ein lieber Verwandter mit Anfang 40 bei einem Verkehrsunfall um Leben gekommen und ich beschloss, ab sofort nichts mehr, das mir wirklich wichtig ist, auf die lange Bank zu schieben. Also fing ich an, meinen Roman zu Papier zu bringen. Die Story, die damals entstand, ist bis heute unveröffentlicht geblieben, aber sie hat etwas in Gang gesetzt, was sich danach nicht mehr stoppen ließ.

Woher holst Du Deine Ideen?

Auf diese Frage antworte ich immer mit: „Nicht ich finde die Ideen, die Ideen finden mich.“ Ein Zeitungsartikel, eine Meldung im Radio, ein Liedtext, ein Gesicht irgendwo in der Menge, ein Gebäude, eine Pflanze, eine Wolkenformation, eine Eigenschaft eines Menschen … es gibt so viele Dinge, die meine Fantasie in Gang setzen. Und manchmal braucht es noch nicht einmal so einen äußeren Anreiz. Dann ist die Idee einfach plötzlich da, hat sich in meinen Hirnwindungen verfangen wie in einem Dream Catcher und fordert Beachtung. Tagsüber oder auch mitten in der Nacht. 

Wie geht Deine Familie, Freunde etc mit dem Schreiben um? Unterstützung?

Es wird „geduldet“ und interessiert beobachtet. 

Was hast Du schon alles geschrieben?

Ich beschränke mich mal auf das, was bisher veröffentlich wurde.


Dann wären zu nennen:


Die Roman-Trilogie
„Staub von den Sternen“
„Was andere nicht haben“
„Diesseits der Unendlichkeit“


Der Psychothriller „1001 Angst“ (haben wir auch schon gelesen und rezensiert :) )


Die Complex West Thrillerepisoden
„Ich bin Gott“
„Eiseskälte“ (gibt es bei uns auch als Rezi)
„Seelenlos“
„Stell keine Fragen“ (dieses ist allerdings noch nicht erschienen)


die Kurzgeschichten
„Wir waren Freunde“
„Beweisfotos“
„Die Schutzengelprüfung“
und zwei „halbe“ Beiträge (der Anfang eines Thrillers und das Ende einer Fantasy-Geschichte) bei Sixpack „Crossover Berlin“.

Welches Deiner Werke ist Dein Liebling?

„Diesseits der Unendlichkeit“. Darin steckt ganz viel Herzblut und ich finde, es ist das Beste, was ich je geschrieben habe. Mein bisher erfolgreichstes Buch ist allerdings „1001 Angst“.

Sind Neuerscheinungen geplant?

Na klar! Zuerst wird es einen neuen Roman von mir geben, in dem Schmetterlinge eine wichtige Rolle spielen. Dann werde ich den ersten (und vielleicht auch gleich den zweiten) Teil einer Mystery-Serie schreiben, die mir schon lange im Kopf herum spukt und von der ich die ersten Kapitel bereits geschrieben habe. Ich habe noch mehr in der Pipeline, aber darüber mag ich jetzt noch nichts erzählen ;)

Beschreibe in 3 Sätzen, was Bücher und Schreiben für Dich bedeuten.

Schreiben ist für mich das Festhalten und Sichtbarmachen der Filme, die in meinem Kopfkino laufen. So kann ich sie mit anderen teilen, was sie umso realer und plastischer erscheinen lässt. Ich vergleiche meine Fantasie immer mit einem Einhorn – und in meinen Geschichten zeige ich euch, wo es wohnt.

Hörst du gerne Musik beim Schreiben – wenn ja, was am liebsten.


Nein, geht gar nicht. Beim Schreiben tauche ich völlig ab. Ales was von außen kommt, stört da nur.

Naschst Du beim Schreiben?

Eher unbewusst. Wenn etwas Süßes auf meinem Schreibtisch herumliegt, esse ich es, ohne mir dessen wirklich bewusst zu sein.

Was ist Deine persönliche „größte Sünde“?

Ich habe zwei: saure Lachgummis und Peanut Buttercup Eis :D

Wenn Du ein Tier sein würdest – welches wärst du gerne?

Ein Papagei. Der ist intelligent, unabhängig, kann fliegen und wird steinalt.

Wenn Du ein Charakter aus einem Buch sein könntest (nicht zwingend Deines) welcher wärst Du gerne? 

Hermine aus Harry Potter, denn sie kann die gleiche Stunde zweimal erleben. Das würde ich gern jeden Samstag und Sonntag tun!

Was ist das Verrückteste was Dir als Autor je passiert ist?

Das Verrückteste und gleichzeitig Wunderbarste, das mir als Autorin passiert ist, war als „1001 Angst“ erschien. Mein Debüt in der Thrillerwelt. Ich habe mich kaum damit an die Öffentlichkeit gewagt, weil ich dachte, dass ich eigentlich nicht „so böse“ sein darf. Und dann gab es die ersten Rezensionen … Anfangs alle mit 5 Sternen. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Und in einer der allerersten hatte die Verfasserin so 100%ig genau das getroffen, was mir beim Schreiben wichtig gewesen war, dass ich beim Lesen ihrer Zeilen Rotz und Wasser geheult habe. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die bis heute hält. Wir kennen uns zwar bislang nur über Facebook, aber wir sind seelenverwandt. Ganz sicher.

Allgemeines? Was möchtest Du sonst noch gerne von Dir erzählen?

Ich würde mich gern bedanken. Bei allen, die meine Bücher gelesen haben und natürlich besonders bei denen, von denen ich dazu eine Rückmeldung bekommen habe – sei es als Rezi, als PN, im persönlichen Gespräch auf einer Messe, bei einer Lesung oder sonst wo.


Das Wissen, dass es Menschen gibt, die meine Geschichten mögen, ist für mich das A und O. Denn nur dann, wenn ich euch damit erreichen konnte, ist eine Story gut.

 Liebe Lily, wir danken Dir für Deine offenen Antworten <3 Ich freu mich schon auf dich, wenn ich Dich auf der Leipziger Buchmesse wieder drücken kann

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