Montag, 6. März 2017

#AutorView mit Alegra Cassano

Heute komme ich endlich dazu euch das super Interview mit der lieben Alegra zu präsentieren.
Ich hoffe ihr seid genauso gespannt auf die Antworten wie ich es war :)


Hier einfach mal ein Bild von Alegra :)






Liebe Alegra, vielen lieben Dank dass Du Dich heute unseren Fragen stellst :) 


Verrätst Du uns Dein Alter und/oder Deinen Geburtstag?

Klar :) Ich bin 46 Jahre und habe im September Geburtstag.


Ist Dein Autorenname Dein echter Name oder Dein Künstlername? Wenn Künstlername, wieso gerade dieser Name?

Ich habe von diversen Verlagen verschiedene Pseudonyme bekommen.


Mein erstes war Alegra Cassano. Darunter habe ich alle möglichen Genres veröffentlicht, sodass es ein bunter Haufen wurde. Für das Horror Genre wollte ich gerne ein neues Pseudonym, damit meine Leser, die z.B. Fantasy mögen das klar unterscheiden können.


Ich habe dann in meiner Testlesegruppe gefragt, ob jemand eine Idee hätte. Daraus ist dann A.C. Hurts entstanden. A.C. für Alegra Cassano und Hurts, weil es weh tut, wenn man liest ;)


Joe Worbis ist auf diesen Namen gekommen. Danke dafür, Joe :) Ich fand ihn passend. Außerdem klingt er englisch bzw. amerikanisch und von da kommen ja jede Menge gute Horror Autoren.

Wo kommst Du her?

Ich komme aus Herten. Das liegt im Herzen des Ruhrgebietes. Ganz in der Nähe ist die Schalke Arena. Fußballfans dürfte das etwas sagen.

Hast du Familie? Mann? Kinder? Haustiere?

Oh ja, habe ich. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Meine Tochter ist vor Kurzem 18 geworden und mein Sohn ist 20 Jahre alt. Zu unserem Haushalt gehört auch noch mein Schwiegervater (über den ich oft Anekdoten auf Facebook schreibe) und unser Chihuahua Rüde Benji.

Was für Hobbys hast Du neben dem Schreiben?

Ich gehe gerne ins Kino und Lese. Leider bleibt für Hobbys neben Haushalt, Arbeit und Schreiben kaum Zeit. In meiner freien Zeit schreibe oder überarbeite ich. Dafür lese ich im Urlaub ein Buch nach dem anderen.

Bestimmt hast auch Du Lieblingsautoren/Bücher. Welche wären das?

Ich lese ziemlich querbeet und habe in jedem Genre einige Autoren, die ich toll finde. Im Horrorbereich war ich schon immer ein Fan von Stephen King. Erst ziemlich spät habe ich Richard Laymon entdeckt. Edward Lee und James Wratt White mag ich auch gerne. Im Gay Genre lese ich gerne Chris P. Rolls, Sandra Busch, Sandra Gernt oder M.S. Kelts. Aber da gibt es noch so viele mehr :)

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon in der Schule lange Aufsätze geschrieben. Wenn es im Unterricht langweilig war, habe ich fleißig an einem Krimi geschrieben und den Block dann an meine Mitschüler weitergegeben, die dann lesen konnte. Damals wusste ich noch nichts von Rezensionen, aber ich habe die willigen Leser immer ihre Meinung aufschreiben lassen. Die Sachen habe ich jetzt noch! Früher war es allerdings viel schwerer mit dem Schreiben. Entweder per Hand oder mit der Schreibmaschine. Zum Kopieren musste man in die Stadt zu einem speziellen Laden und binden lassen konnte man die Sachen bei uns nur in der Uni. Die Verlage waren damals noch allmächtig. Es gab ja als ich Teenager war noch kein Internet oder gar Selfpublishing.

Woher holst Du Deine Ideen?

Die Ideen kommen mir oft beim Spazierengehen mit dem Hund oder auch im Schlaf. Oft sind es Dinge, die ich in der Zeitung gelesen habe, oder die ich irgendwo mitbekommen habe. Manche Ideen schaffen es nicht über den Anfang hinaus (ich habe hunderte Anfänge auf dem PC) aber die, die sich weiterentwickeln, weil sie einen nicht loslassen und im Alltag begleiten, sind die besten.

Wie geht Deine Familie, Freunde etc mit dem Schreiben um? Unterstützung?

Leider nein :( Meine Familie hält nichts von der Schreiberei, die ja viel Zeit frisst, in der ich nicht gestört werden möchte. Es gibt ein Buch, das meiner Mutter sehr gut gefällt und das hat sie auch ihren Freundinnen empfohlen. Allerdings würde ich ihr auch nie meine Horror oder Gay Bücher zu lesen geben.

Du hat ja schon einiges geschrieben. Unter anderem auch ziemlich „harte“ Werke. Wie gehst Du mit den harten Fakten um?


Ich habe damit kein Problem. Schon als kleines Kind habe ich mir mit meiner Schwester, die viel älter ist, Horrorfilme angesehen. Praktisch wenn die Eltern Samstags regelmäßig kegeln gehen ;) Ich bin da irgendwie abgehärtet. Bisher konnten mich wenige Bücher in diesem Genre schocken bzw. habe ich mich beim lesen so gut wie nie geekelt.

Wie recherchierst Du am Liebsten für Deine Bücher?

Eigentlich nur per Internet / Google. Manchmal stelle ich auch Fragen im „Recherchepool für Autoren“. Das ist eine tolle Gruppe auf Facebook :)


Wir haben ja bereits darüber gesprochen, aber wie kam es zu der Idee zu "All Beauty must die"?


"All beauty must die" ist durch eine Verlosung entstanden ist.


Ich hatte eine Kurzgeschichte als Gewinn ausgeschrieben. Der Leser, der sie gewonnen hat, sollte den Inhalt bestimmen. Ich hatte nur nicht mit dem Engagement dieses Lesers gerechnet. Anstelle von ein paar Eckdaten und Namen kam von ihm so viel Input, dass ich das erstmal alles für mich sortieren musste. Aus den geplanten 20 Seiten sind dann ja über 200 geworden. Das Buch ist also quasi eine Co Produktion, wobei wir natürlich geklärt haben, ob ich es veröffentlichen darf usw. Er steht mit Pseudonym auch im Buch drin (Nach einer Idee von ... oder so).

Du schreibst ja in verschiedenen Genres. Welches ist Dein bevorzugtes?

Zurzeit Horror :)

Welches Deiner Werke ist Dein Liebling?


Auf jeden Fall „Carnivore – Fleischeslust“ :)

Sind Neuerscheinungen geplant?

Ja. Von „All beauty must die“ und von „Carnivore – Fleischeslust“ soll es einen zweiten Teil geben. Von „Blutzoll der Wölfe“ (Gay-Fantasy) ist Band 3 in Arbeit und von meiner „Master“ Trilogie (Gay-BDSM) liegt Band 2 beim Verlag und Band 3 noch bei mir.

Beschreibe in 3 Sätzen, was Bücher und Schreiben für Dich bedeuten.


Bücher, die ich geschrieben habe, sind meine Babys. Schreiben ist wie ein Ausflug in eine andere Welt. Schreiben dient mit aber auch dazu, mich abzureagieren und meine Gefühle herauszulassen.


Hörst du gerne Musik beim Schreiben – wenn ja was am liebsten.

Nein, ich brauche dazu Ruhe.

Nascht Du beim Schreiben?

Nein, aber ich trinke gerne Kaffee dabei :)

Was ist Deine persönliche „größte Sünde“?

Dass ich zu gerne Nutella aus dem Glas Nasche :)


Wenn Du ein Tier sein würdest – welches wärst du gerne?

Mein Hund :) Der hat es gut. Seufz

Wenn du ein Charakter aus einem Buch sein könntest (nicht zwingend deines) welcher wärst du gerne?

Oh, das ist schwierig. Vielleicht Katniss aus Tribute von Panem. Ich würde aber auch gerne so wortgewandt und schlagfertig sein, wie Victor aus „Carnivore“.

Was ist das verrückteste was dir als Autor je passiert ist?

Da fällt mir nichts ein. Ich finde es immer wieder frustrierend, den Leuten zu erklären, dass es nicht toll ist, sich Bücher von Piratenseiten runter zu laden. Ich war letztens auf einer Feier und da kam das Gespräch auf, das ich Autorin sei. Die Leute schauen einen dann schon immer merkwürdig an. Irgendjemand sagte dann, sie hätte ein Buch von mir und ich habe natürlich gefragt welches. Das wusste sie nicht, denn es war bei 80 000 (!) Büchern dabei, die ihr jemand überspielt hätte. Da war überhaupt kein Unrechtsbewusstsein zu spüren :( So was ärgert mich dann, aber sich aufzuregen bringt meist nichts und Erklärungen laufen ins Leere.

Manche Menschen wissen ja ganz genau, was sie sich mit ihrem ersten eigenen Geld gekauft haben. Weißt Du noch was ihr euch von eurem ersten „Buchgeld“ gekauft habt?
Ich habe es komplett in mein nächstes Projekt gesteckt (Cover und ein freundschaftliches Lektorat).

Allgemeines? Was möchtest Du sonst noch gerne von Dir erzählen?

Die Entscheidung Hardcore Horror zu schreiben, ist erst letztes Jahr gefallen. Ich war es leid, dass ständig nur amerikanische Männer in diesem Zusammenhang Erfolg hatten. Warum nicht mal eine deutsche „Hausfrau“ habe ich mir gedacht und es hat für meine Verhältnisse super funktioniert :) Ich denke ich habe damit mein Hauptgenre, in dem ich schreiben möchte, gefunden und bin endlich angekommen.

Ein ganz großes Dankeschön an meine Testleser und an all die Leute, die mich so super beim Selfpublishing unterstützt haben. Natürlich möchte ich mich auch bei meinen „Fans“ bedanken, wobei mir bei dem Wort immer die Röte ins Gesicht schießt, denn ein Fan ist schon was Besonderes. Ich bin froh, wenn die Leser ein paar „schöne“ Stunden mit meinen Werken verbringen konnten. Noch schöner ist es, wenn sie mir ihre Gedanken dazu schreiben, in welcher Form auch immer. Ich liebe den Austausch mit meinem Lesern :)

Diese muss man nun aber auch noch an den Mann bzw. an die Frau bringen und dazu muss man Werbung machen, die Zeit und / oder Geld kostet, aber man möchte ja, dass das Buch auch gelesen wird und nicht nur im Regal liegt. Das Zittern um die erste Rezi geht dann los und man schaut jede fünf Minuten, ob sich da was getan hat. Es ist spannend, wie ein Krimi :)

Vielleicht versucht ihr es einfach mal und schreibt drauf los. Ich kann das nur empfehlen!


Liebe Alegra, wir danke Dir für Deine ausführlichen und offenen Antworten. Danke Dass Du uns einen kleinen Einblick gegeben hast. Ganz viele Erfolg wünschen wir Dir weiterhin und dass Deine Projekte weiterhin so guten Anklang finden und Du mega viel Spaß hast :)





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