Kitterella hat Sommerurlaub

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Dienstag, 20. Juni 2017

AutorView Melanie Vogltanz

Heute stelle ich euch mal Melanie Vogltanz vor.

Ich habe Melanie "kennengelernt" durch Ihre Reihe "Schwarzes Blut - Maleficus, Mortalitas und Munditia". Die Rezi zu der Reihe könnt ihr durch klicken auf die Titel nachlesen.

Im März 2017 bin ich mit Lynn auf der Leipziger Buchmesse gewesen, während dessen wir an einer Guerilla Lesung teilgenommen haben. Dort konnte ich dann Melanie persönlich kennen lernen. Und was soll ich sagen, sie ist nicht nur eine gute Schriftstellerin - meiner Meinung nach - sondern auch ein super lieber Mensch. Ein wenig ruhig, aber das mag bestimmt an der Lesung gelegen haben, und dass wir nicht so viel ratschen konnten, aber dennoch sehr nett.

Ich habe mir anlässlich des Titels "Opferreigen" überlegt, dass ich sie nun auch gerne mal mit meinem AutorView vorstellen möchte. Und da ist Sie :)

Melanie Vogltanz


Und hier ist das #AutorView


Liebe Melanie, vielen lieben Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst und uns ein paar Fragen beantwortest 

Verrätst Du uns Dein Alter und/oder Deinen Geburtstag?
Ich bin 24, mein Geburtstag ist der 12. Oktober 1992.

Ist Dein Autorenname Dein echter Name oder Dein Künstlername? Wenn Künstlername, wieso gerade dieser Name?
Ich schreibe unter meinem echten Namen. Seit kurzem habe ich zusätzlich noch ein Horroralterego, M. M. Vogltanz, das vor allem dazu dient, meinen härteren Stoff von meinen Fantasy-Büchern abzuheben, damit sich niemand versehentlich in brutalere Gefilde verirrt 😉

Wo kommst Du her?
Aus Wien.

Hast du Familie? Mann? Kinder? Haustiere?
Keinen Mann, aber einen wunderbaren Freund; keine Kinder, dafür drei Frettchen, die ich liebevoll meine flauschigen Musen nenne und die sich die Wohnung mit uns teilen.


Was für Hobbys hast Du neben dem Schreiben?
Natürlich lesen, ohne Bücher geht es bei mir nicht.
Gilt Netflix mittlerweile als offizielles Hobby? Egal, nehmen wir das dazu, denn dafür geht auch einiges an Zeit drauf.
Ich spiele mehrere Instrumente (Gitarre, Geige, Klavier), aber keines davon richtig gut, und zeichne hin und wieder, ebenfalls nicht richtig gut.
Alles in allem versuch ich einfach, mich immer wieder an was Neuem und Kreativem auszuprobieren und Spaß daran zu haben.


Bestimmt hast auch Du Lieblingsautoren/Bücher. Welche wären das?
Mein Lieblingsautor im Moment ist Joe Hill. Stephen King ist und bleibt mein unangefochtener Horrorkönig, und vor kurzem habe ich auch einige Bücher von George R. R. Martin entdeckt, die ich verschlungen habe – und nein, ich spreche nicht von Game of Thrones. Die Reihe hab ich zwar auch gelesen, bin aber kein großer Freund davon *wegduck* (Anmerkung Kitty: Kann ich verstehen, ich auch nicht :P )

Wie geht Deine Familie, Freunde etc. mit dem Schreiben um? Unterstützung?
Meine Familie hat mich von Beginn an bei dem unterstützt, was ich tue, auch wenn sie den Autorenwahnsinn nicht immer ganz nachvollziehen kann. Die meisten meiner Freunde sind selbst Autoren und können den Wahnsinn daher etwas besser verstehen 😊

Wie recherchierst Du am Liebsten für Deine Bücher?
Meine Recherche beginnt meistens damit, dass ich einen großen Stapel Bücher aus der Universitätsbibliothek nachhause schleppe. Was das angeht, bin ich ganz altmodisch, mein Grundwissen hole ich mir meistens aus Büchern. Bei manchen Themen ist aber das Internet auch eine wertvolle Quelle, und bei realen Handlungsschauplätzen ist Google Maps ein absolutes Muss. Den Abschluss bilden dann meistens meine „Experten“, die ich vor allem bei medizinischen oder juristischen Themen nerve, entweder mit konkreten Fragen oder indem ich ihnen gleich das komplette Manuskript vorlege.


Du hast ja mehrere Bücher geschrieben. Welches Deiner Werke ist Dein Liebling?
Das ist eine sehr fiese und knifflige Frage, denn irgendwie ist jedes meiner Bücher mein Liebling. Der Idealfall für mich persönlich wäre, dass das Buch, an dem ich gerade schreibe, mein aktuelles Lieblingsbuch ist, denn ich will mich mit jedem Buch steigern. Rein emotional hänge ich wohl am stärksten an „Opferreigen“, auch deshalb, weil da einiges Autobiografisches eingeflossen ist und ich daran am längsten geschrieben habe (sechs Jahre). Wenn einen etwas so lange begleitet, hängt man natürlich zwangsläufig daran, und die Charaktere werden fast ein bisschen zur Familie.

Sind Neuerscheinungen geplant?
Das nächste Buch, das von mir erscheinen wird, ist „Wolfswut“ aus der „Schwarzes Blut“-Reihe im Papierverzierer Verlag, das vermutlich im Herbst veröffentlicht wird. „Wolfswut“ spielt in New Orleans um die Jahrhundertwende und bietet Werwölfe, mysteriöse Morde und, wie der Reihenname bereits verspricht, eine Menge Blut 😊

Beschreibe in 3 Sätzen, was Bücher und Schreiben für Dich bedeuten.
Schreiben ist für mich reden können und dabei wissen, dass man gehört wird. Es ist mein Ventil und meine Psychocouch. Vor allem sind Bücher für mich Heimat und sicherer Hafen, die Charaktere meine Freunde, die mir fast ebenso nahestehen wie echte Menschen.


Hörst du gerne Musik beim Schreiben – wenn ja was am liebsten.
Ich höre meistens Musik beim Schreiben, auch deshalb, weil ich oft unterwegs schreibe und damit gut Umgebungsgeräusche ausblenden kann. Was ich höre, ist immer ganz unterschiedlich, je nach Stimmung, Lust und auch Buch. Im Moment ist es vor allem Hardrock und Metall, z.B. System of a Down, Rise Against und Rammstein.

Nascht Du beim Schreiben? Wenn ja, lieber süß oder salzig?
Praktisch nie, nur der obligatorische Kaffee dient mir beim Schreiben als Treibstoff. Den gibt´s mit viel Sojamilch und ohne Zucker.

Gibt es was, was Du gar nicht gerne isst?
Ich bin grundsätzlich kein mäkeliger Esser. Was ich aber gar nicht gern mag, sind Süßspeisen, die man als Hauptgericht isst, wovon es in Österreich beunruhigend viele gibt – Kaiserschmarrn und Palatschinken, Germ- und Marillenknödel, Scheiterhaufen und Mohnnudeln. Für viele Österreicher ein Kulturgut, für mich das Grauen!

Was ist dein liebstes Reiseziel?
Definitiv England bzw. London. Strandurlaube mag ich gar nicht. Was ich liebe, ist, mir Altstädte anzusehen und mir sozusagen die volle Kulturdröhnung reinzuziehen, und da hat London sehr viel zu bieten. Außerdem sind die Menschen dort unfassbar freundlich.

Wenn Du ein Tier sein würdest – welches wärst du gerne?
Ein Rabe – weil es extrem clevere Tiere sind, wenn auch mit einem düsteren Ruf.

Wenn du ein Charakter aus einem Buch sein könntest (nicht zwingend deines) welcher wärst du gerne?
Bei den meisten Büchern, die ich lese und schreibe, sind die Charaktere nicht zu beneiden, mit den meisten würde ich nicht tauschen wollen. Wahrscheinlich spricht da das Teenie-Fangirl aus mir, aber ein Charakter in der Harry Potter-Welt zu sein würde mir durchaus gefallen. Allerdings nicht Harry Potter selbst, lieber ein entspannter Nebencharakter, der sich all die Kämpfe aus sicherer Entfernung ansehen und in Ruhe seine Zauberkräfte schulen kann.

Was ist der dümmste Anmachspruch, den Du je gehört hast?
Auf einer Halloweenparty, auf der ich Flügel und Hörner trug, säuselte mir ein (absurderweise unverkleideter und schon reichlich betrunkener) Typ zu: „Du bist ein weiblicher Sexdämon und ich bin ein männlicher Sexdämon.“ Ob Dämon oder nicht, Subtilität war schon mal nicht seine Stärke.

Schaust Du gerne TV (oder Streaming) und wenn ja was? Gibt es eine Lieblingsserie?
TV schaue ich schon seit einigen Jahren nicht mehr, dafür streame ich umso mehr. Ich liebe Serien, die es schaffen, mich zu überraschen und zu verstören. Grundsätzlich liebe ich alles, was „anders“ ist. Da rangiert Dirk Gently ganz oben, aber auch Orange is the New Black, Preacher und natürlich Sherlock. Eine Entdeckung, die mich positiv überrascht hat, war BoJack Horseman. Man sollte sich nicht vom Zeichentrickstil täuschen lassen, die Serie ist großartig gemacht und überraschend tiefgängig.


Wenn Du ein Date mit einem Prominenten gewinnen würdest, mit welchem würdest Du definitiv eins haben wollen?
Benedict Cumberbatch. Auf der Sherlocked-Convention in London letztes Jahr hab ich ihn leider knapp verpasst, da wäre so ein intimer Abend zu zweit die perfekte Wiedergutmachung 😉

Was ist das verrückteste was dir als Autor je passiert ist?
Im positiven Sinne verrückt war für mich die letzte LBM, auf der ich wiederholt erkannt wurde, obwohl ich nicht einmal ein Namensschild hatte, und nicht nur am Verlagsstand, sondern auf dem gesamten Messegelände. Ich hätte wirklich nie gedacht, dass ich mal das Problem haben würde, von Leuten gekannt zu werden, die man selbst nicht kennt. Das ist wirklich ein enormes Kompliment und eine ziemliche Ehre.

Bist Du tättowiert? Wenn ja, was, wo und warum?
Noch nicht, der Termin steht aber schon, und es wird auf jeden Fall ein bibliophiles Tattoo.

Manche Menschen wissen ja ganz genau, was sie sich mit ihrem ersten eigenen Geld gekauft haben. Wisst ihr noch was ihr euch von eurem ersten „Buchgeld“ gekauft habt?
Puh, daran erinnere ich mich leider nicht mehr. Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig, dass es Bücher waren.

Socken oder Barfuß? Pyjama oder Nachtkleid? Wie schläfst Du lieber?
Socken und bevorzugt übergroßes T-Shirt mit Hose.

Bist Du ein Morgenmuffel oder sofort fit nach dem Aufwachen?
Furchtbarer Morgenmuffel! Vor meinem ersten Kaffee bin ich zu nichts zu gebrauchen.

Kannst Du Dich noch an Deine erste Liebe erinnern?
Sogar sehr gut, denn ich lebe mit ihr zusammen. Ich bin tatsächlich noch mit meinem ersten Freund zusammen, der auch mein erster Kuss und meine erste große Liebe war. Mittlerweile sind es schon acht Jahre. Ziemlich kitschig, oder? 😊 (Anmerkung Kitty: Nein, überhaupt nicht. Ich finde das zur heutigen Zeit klasse. Find ich großartig *love*)


Weinst Du auch mal wenn Du einen traurigen Film siehst? Oder bist Du eher das „kalte Herzchen“?
Es gibt zwei Filme, die ich nicht trockenen Auges überstehe, egal, wie oft ich sie sehe, und das sind „König der Löwen“ (Mufasa!) und „Bärenbrüder“. Der Tod von Tieren auf dem Bildschirm berührt mich immer viel stärker als der von Menschen, wahrscheinlich, weil ich selbst viele Tiere gehen lassen musste.

Gibt es irgendwas, worüber Du (zum heutigen Stand) NIE schreiben würdest?

Im Sinne von Tabus, die nicht aufs Papier gehören? Absolut nicht. Ich finde, alles soll und muss sag- und schreibbar sein, ganz besonders Themen, die Unbehagen auslösen und über die man nicht gern spricht. In meinen Büchern findet man Alkoholismus und Suchtproblematik, Gewalt und Vergewaltigung – nicht nur bei meinen Horrorromanen, sondern auch bei meinen Fantasy- und Science Fiction-Büchern. Ich versuche immer, so gut wie möglich echte Menschen mit echten Problemen darzustellen, und das sind meistens nicht übernatürliche Wesen oder zu bewältigende Quests, sondern innere Dämonen und böswillige Menschen im eigenen nahen Umfeld.

Was ist in deiner Handtasche/Hosentasche/Aktentasche?
Mein Notizbuch muss immer mit, ebenso wie das Buch, das ich aktuell lese. Meistens hab ich auch noch meinen Laptop dabei.


Allgemeines? Was möchtest Du sonst noch gerne von Dir erzählen?
Ich bedanke mich ganz herzlich für die Chance zum Interview und für die spannenden Fragen. Auf ein baldiges Wiederlesen 😉

Herzlichen Dank für das Interview!


Liebe Melanie, vielen Dank für Deine Antworten und mega viel Erfolg in der Zukunft!

Und wer jetzt noch Lust bekommen hat eines der Werke aus Melanies Feder zu lesen, dem kann ich nur dazu raten. Ich selbst habe die "Schwarzes Blut"-Reihe (Maleficus, Mortalitas und Munditia gelesen und eben "Opferreigen" beendet. Die Rezis dazu findet ihr, wenn ihr auf die jeweiligen Titel klickt.

Viel Freude beim Lesen <3 br="" buch="" das="" euch="" ge="" m="" mit="" sein="">

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