Kitterella hat Sommerurlaub

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Dienstag, 20. Juni 2017

Rezi zu "Opferreigen" von Melanie Vogltanz


Infos:

Verlag: Ohneohren
ISBN (epub): 978-3-903006-84-3
ISBN (mobi): 978-3-903006-85-0
Seitenanzahl: ca. 400
Preis: €5,49
Erscheinungsdatum: 06.03.2017

Inhalt:

Wien. Ein scheiternder Schriftsteller und seine lebensverdrossene Tochter, gesichtslose Tänzerinnen und ein skrupelloser Puppenspieler - Zutaten, die für mehr als einen einzigen Albtraum ausreichen.

Gabriel Seihndorfs erfolgreiche Zeiten sind vorbei. Seit seine Frau nicht mehr am Leben ist, sind seine Tage erfüllt von Selbstmitleid, der Unfähigkeit zu schreiben und den Streitigkeiten mit seiner pubertierenden Tochter Melissa.

Erst als ein geheimnisvoller Puppenspieler die Bühne betritt, bemerkt Gabriel, dass ihn mehr mit seinem Kind verbindet als ewige Zwistigkeiten. Während Melissa in einem verlassenen Theater in der Wiener Innenstadt die Wärme sucht, die sie in ihrem Zuhause vermisst, findet Gabriel sich in einer Welt zwischen Wahn und Realität wieder.

Meine Meinung:

Ich habe von dem Buch auf einer Guerilla Lesung erfahren und der kurze Ausschnitt, den Melanie vorgetragen hat, hat mir super gefallen.

Vorab möchte ich aber erwähnen, wer auf "typisch Happy End" und "normal" steht, ist hier falsch ^^

Melanie hat ihre eigene Art eine Geschichte zu erzählen, die so abstrus wirkt, dass sie schon wieder fast "normal" ist.

Cover:

Ich habe das Buch als eBook von Lovelybooks zur Verfüng bekommen - ein herzliches Dankeschön dafür - und daher habe ich da Cover erst nachher in Farbe gesehen. Mir gefällt es sehr gut, weil es darstellt um was es in dem Buch geht.

Inhalt:

Es geht um Gabriel und seine Tochter Melissa.

Gabriel ist ein - auf der Stelle tretender - Autor, der nach dem Selbstmord seiner Frau alleinerziehender Vater von Melissa ist. Jedoch hat er seit dem schrecklichen Vorfall nicht nur seine Lust am Schreiben verloren, sondern auch die Beziehung zu seiner Tochter. Diese leidet sehr unter dem Umstand wie sich ihr Leben entwickelt hat. Sie hat kaum Freunde, in der Schule ist sie demotiviert und zu Hause herrscht eisige Stimmung.

Als sie wieder einmal mit Gabriel streitet, zieht sie los um den Kopf frei zu bekommen und trifft währenddessen das erste Mal auf Coppelius und sein wundersames Theater. Dort trifft sie auf wunderschöne Tänzerinnen, die einen einzigartigen Tanz aufführen: Das Frühlingsopfer. Melissa ist so von dem eleganten und emotionalen Tanz angetan, dass sie sich kaum losreißen kann. Coppelius, der ihre Faszination nicht unbemerkt bleibt, bietet ihr an, für sein Theater zu tanzen. Doch Melissa lehnt ab. Diesmal.
Da das Theater eine fast magische Auswirkung auf Sie hat, spricht sie am nächsten Tag mit ihrem Vater darüber, jedoch endet dieses Gespräch wieder in einem Streit und Melissa beschließt auf Coppelius Angebot, sich seinem Theater anzuschließen, einzugehen.

Doch das war ein fataler Fehler. Melissa befindet sich nun an einem Ort, der jenseits von dieser Welt ist. Dort trifft sie auf andere Mädchen, die dort ebenfalls gefallen sind.

Nebenher gesellen wir uns wieder zu Gabriel, der das Verschwinden seiner Tochter mit Entsetzen feststellen muss. Er schaltet die Polizei ein, die macht ihm aber wenig Hoffnung auf ein Wiederfinden. Als ein paar Wochen später, Melissas Lehrerin Annett vor der Tür steht, beginnt für Gabriel ein Wechselbad der Gefühle und die Ereignisse prallen nur so auf ihn ein.

Wie es dann weitergeht dürft ihr selber lesen, denn ab hier wird es wirklich richtig spannend.

Wir wechseln in der Geschichte immer zwischen Melissa und Gabriel hin und her, also zwischen Realität und Melissas Aufenthaltsort. Jedoch ist die Realität die Gabriel erlebt nicht immer das es scheint. Seine Wahrnehmungen geraten total durcheinander. Manchmal wusste ich selbst nicht was nun "echt" ist und was nicht. Ist er verrückt oder gibt es Coppelius wirklich.

Fazit:
Ich muss gestehen, teilweise war ich echt genervt von Gabriel und seiner Art alles in sich rein zu fressen und nicht mit seinem Umfeld zu interagierten. Hätte er das aber getan, wäre das Buch nur halb so spannend geworden ^^.

Wer also ein Fan von verspulter Realität ist, und sich nicht vor einem "nicht ganz so glücklichen Ende" abschrecken lässt, ist bei Opferreigen genau richtig.
Ein verrücktes Buch mit teilweise "schmackhaften" Darstellungen, die viel über die Menschlichkeit aussagen. Und wie schnell eine Welt aus den Fugen geraten kann, wenn die Menschen aufhören miteinander zu reden und nur in ihrer eigenen Welt leben.

Tolles Buch :) Danke

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