Donnerstag, 28. September 2017

#AutorView mit Georg Adamah

Heute stelle ich euch im #AutorView den tollen Georg vor

Das ist Georg :D



Hallo Herr Adamah, vielen lieben Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst und mir ein paar Fragen beantwortest.

Gerne, liebe Jassi!

* Willst Du mir verraten wie alt Du bist und was für ein Sternzeichen Du hast?

Ich bin 52 Jahre alt und Sternzeichen Löwe (Aszendent Waage).

+ In dem Zusammenhang, gleich gefragt: Bist Du abergläubisch? Also liest Du Dein Horoskop und lässt Dich davon beeinflussen?

Gute Frage. Ein bisschen abergläubisch bin ich wahrscheinlich schon. Ich lese nicht jeden Tag mein Horoskop, schon gar nicht in der Tageszeitung, wo irgendwelche fadenscheinigen Prognosen nach dem Motto »Ideal, um finanzielle Entscheidungen zu treffen ...« oder »Warten Sie noch mit dem Besuch beim Friseur ...« zu finden sind. Die sind ohnehin aus einem Pool an sinnentleerten Ratschlägen per Zufallsalgorithmus ausgewählt. Dafür trifft die in der Astrologie vorgenommene Typisierung häufig sehr gut den Punkt, denke ich.

* Was ja eine bekannte aber dennoch beliebte Frage ist: Ist Dein Autorenname Dein echter oder Künstlername? Wenn Künstlername, wieso gerade dieser?

Ehrlich gesagt und im Vertrauen: Georg Adamah ist natürlich nicht mein echter Name. Er ist ein Pseudonym, das ich in Zusammenhang mit meinem ersten Roman gewählt habe und welches in enger Verbindung zu diesem steht.

Zunächst steckt in Adamah der Name Adam, bekanntlich der erste Mann, der damals so seine Probleme hatte, mit seiner ersten Frau Lilith. Damit findet sich bereits eine gewisse Parallele zu Georg und Susanna in »Liliths Töchter, Adams Söhne«.

Das Wort Adamah selbst stammt aus dem Hebräischen und bedeutet »Ackerboden«, »Staub« oder »Erde«: Damit verweist es auf das Ländliche und Bäuerliche, was wiederum auf die Herkunft des Protagonisten Georg Adamah abzielt.

Auch der Vorname Georg ist bewusst gewählt. Wie kaum ein anderer verdeutlicht er das Spannungsfeld zwischen der kosmopolitischen Moderne, die das heutige Leben Georgs ausmacht und seinen fränkisch-provinziellen Wurzeln.

Der Name Georg wirkt entweder neutral steril (bspw. in beruflicher Beziehung) oder amerikanisiert »Dschoordsch«. Dazu kommt die fränkische Variante mit »der Schorsch« oder noch besser »Schorschla«. Die Variationen, die dieser Namen zulässt, verdeutlichen die ungeheure Spannbreite an Lebenswelten, durch die wir uns gemeinsam mit der Hauptfigur bewegen.

*Manche Autoren/innen haben ja mehrere Pseudonyme. Wie sieht das bei Dir aus?

Bislang habe ich mit der einfachen Schizophrenie genug zu tun. (Anmerkung Kitty: Ja, schlimm gell, wenn alle gleichzeitig meckern ^^)

*Wo kommst Du denn her? Also wo lebst Du? Und lebst Du da schon immer oder bist Du zwischenzeitlich mal umgezogen?

Ich bin ein waschechter Franke und lebe seit sieben Jahren in Rabenstein, einer fränkischen Kleinstadt. Der Ortsname ist ebenfalls ein Pseudonym. Vorher habe ich in verschiedenen Städten in Deutschland und im Ausland gelebt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn ich habe auch deshalb zu einem Künstlernamen gegriffen, um mein schriftstellerisches Wirken vom Privatleben zu trennen.

*Wenn schon mal umgezogen, wo hat es Dir am besten gefallen?

Mir gefällt es nirgendwo so gut wie in Franken.

*Hast Du Familie? Mann? Kinder? Haustiere?

Ich war früher mal verheiratet und hab Kinder.

*Was für Hobbys hast Du neben dem Schreiben?

Obwohl ich eigentlich immer viel zu tun habe, habe ich eine ganze Menge Hobbies: Sex, Alkohol, Fußball, Musik, Malen, Literatur, ins Kino gehen, Spazierengehen in der Natur.

*Bestimmt hast auch Du Lieblingsautoren/Bücher. Welche wären das?

Cormac McCarthy: Obwohl ich ihn hasse, ist er für mich einer der besten Schriftsteller unserer Zeit. Von seinen Romanen mag ich am liebsten die »Border«-Trilogie und hier besonders »All die schönen Pferde«.

Antonio Lobo Antunes: Dieser Mann hat mich zum Schreiben gebracht. Er ist absolut großartig. Ich liebe ihn. Wenn ich eines seiner Bücher auswählen muss, nehme ich »Fado Alexandrino«, ein wunderbares Buch über den Machismus.

Zeruya Shalev: Von dieser Schriftstellerin kenne ich bis jetzt nur »Mann und Frau«, aber dieses Buch ist für mich so etwas wie das perfekte Gegenstück zu »Liliths Töchter, Adams Söhne«. Ich hoffe sehr, die Dame eines Tages kennenzulernen.

*Wie geht Deine Familie, Freunde etc. mit dem Schreiben um? Bekommt Du Unterstützung?

Mein privates Umfeld weiß nichts von meinen schriftstellerischen Aktivitäten. Unterstützung erhalte ich vor allem durch den Zuspruch meines Verlegers und freundliche Leser, denen mein Buch gefallen hat und die das dann auch äußern. Positive Rezensionen tun einfach immer wieder gut. Sie sind eine unglaubliche Motivation.

*Wie recherchierst Du am Liebsten für Deine Bücher?

Ehrlich gesagt: Ich recherchiere nicht gern. Wenn Recherchen notwendig sind, ist es meiner Ansicht nach immer am vorteilhaftesten, alle Möglichkeiten der Informationsbeschaffung einzusetzen. Tageszeitungen, Journale, Archive, Videos, Interviews, Ortsbegehungen ... und natürlich Google. Im Moment arbeite ich an einem neuen Projekt, das (leider) äußerst umfangreiche Rechercheaktivitäten erforderlich macht.

*Wenn Du mehrere Bücher geschrieben hast, welches Deiner Werke magst Du am Liebsten?

»Liliths Töchter, Adams Söhne«! Hahaha, ist ja mein einziges Werk bis jetzt.

*Sind Neuerscheinungen geplant? Wenn ja, magst Du uns verraten wann und was?

Wie bereits erwähnt, arbeite ich aktuell an einem neuen Projekt. Allerdings wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis es veröffentlichungsreif ist. Diesmal wird es weniger erotisch und ziemlich kompliziert. Im Prinzip handelt es sich um eine Geschichte über Liebe, Vertrauen und Verrat.

*Beschreib mir mal in 3 Sätzen, was Bücher und Schreiben für Dich bedeuten.

Gelungene Bücher transportieren Geschichten, die die Seele berühren. Schreiben ist für mich eine Möglichkeit, anderen Menschen Emotionen zu vermitteln und deren Innerstes zu treffen. Wenn das gelingt, hat das Schreiben seinen Zweck erfüllt.

*Hört Du gerne Musik beim Schreiben – wenn ja was am liebsten?

Ich liebe Musik und höre (abhängig von meiner Stimmung) ganz unterschiedliche Musikstile. Ich bin ein großer Fan von Dream Theater, Mastodon und Rush, steh aber auch auf Neil Young und Bruce Springsteen, Supertramp und Santana, Thin Lizzy und Led Zeppelin. Daneben mag ich klassische Musik (Mozart, Bach, Händel, Smetana). Wenn ich schreibe, kann ich aber nur Musik hören, die mich nicht zu sehr ablenkt. Insofern wähle ich dabei vorzugsweise Stücke von Hildegard von Bingen oder Henryk Mikolaj Gorecki oder Soundtracks, bspw. »Der letzte Mohikaner«.

*Nascht Du beim Schreiben? Wenn ja, lieber süß oder salzig?

Wenn, dann süß, also Schokolade oder Kuchen, dazu einen guten Kaffee.

*Gibt es was, was Du gar nicht gerne isst?

Kutteln

*Was ist Deine persönliche „größte Sünde“? Also sowas wie „Schokotorte“ oder so

Hm ... wenn Du mein größtes Laster meinst, würde ich Oralsex sagen. (Anmerkung Kitty: O_O )

*Was ist Dein liebstes Reiseziel?

Estoril in Portugal, genauer: das »Palacio Estoril Hotel«. Leider fehlt mir noch das nötige Kleingeld, um regelmäßig dort zu verweilen.

*Wenn Du ein Tier könntest – welches wärst Du gerne?

Ich glaube, ich wäre ein Löwe.

*Wenn Du ein Charakter aus einem Buch sein könntet (nicht zwingend Deines) welcher wärst Du gerne?

Lucky Luke. (Anmerkung Kitty: Rantanplan - Yeah )

*Bist Du Vollzeit-Autoren oder gehst Du noch einem anderen Beruf nach?

Leider bin ich (noch) nicht Vollzeit-Autor, aber wenn Ihr alle fleißig mein Buch kauft, wird es ja vielleicht noch was.

*Was hast Du denn ursprünglich mal gelernt?

Ich habe im Bereich Sozial- und Wirtschaftswissenschaften mehrere Studienrichtungen belegt und anschließend bei verschiedenen nationalen und internationalen Institutionen gearbeitet. Vor ein paar Jahren habe ich mich im Bereich Politikberatung selbständig gemacht.

*Und letzte Frage im Berufsleben ^^ Würdet Du in Deinen erlernten Beruf zurückkehren, wenn das mit dem Schreiben keinen Spaß mehr macht, oder würdet Du was völlig Neues ausprobieren?

Bis jetzt bin ich noch auf meine ursprüngliche berufliche Tätigkeit angewiesen.

*Was ist der dümmste Anmachspruch, den Du je gehört hast? Und, hat er funktioniert? ^^

Manchmal fragen Frauen mich, ob ich auch an Stellen, die man nicht auf den ersten Blick sieht, tätowiert bin und ob ich ihnen die mal zeigen mag. Hat immer funktioniert. ;-) (Anmerkung Kitty: Das glaub ich Dir aufs Wort :D )

*Schaut Du gerne TV (oder Streaming) und wenn ja was? Gibt es eine Lieblingsserie?

Ich schaue sehr wenig TV. Meine Lieblingsserie ist »Game of Thrones«. Natürlich hab ich auch die Bücher gelesen.

*Wenn Du ein Date mit einem Prominenten gewinnen würdet, mit welchem würdet Du definitiv eins haben wollen?

Carice van Houten

(Anmerkung Kitty: Miau, DIE würd ich auch Daten ^^)

*Was ist das verrückteste was Dir als Autor je passiert ist?

Ehrlich gesagt, dass es Menschen gibt, denen mein Buch zu gefallen scheint. Das ist wirklich abgefahren.

*Manche Menschen wissen ja ganz genau, was sie sich mit ihrem ersten eigenen Geld gekauft haben. Weißt Du noch was Du Dir von Deinen ersten Tantiemen gekauft hast?

Einen Capuccino auf der »Piazza della Signora« in Florenz.

*Würdest Du je beim „Dschungelcamp“ mitmachen? Und wenn ja, wen hättet Du gerne mit ihm Team?

Ich möchte hier ja nicht als Spaßbremse wirken, aber nee ... nicht wirklich. Wenn ich müsste, dann hätte ich gerne folgendes Team: Carice van Houten, Hilde Kölbl, Nicole Kidman, Natascha Köck, Penelope Cruz, Silvia Vogt, Margit Antonia, Mari März, Alegra Cassano, Keira Knightley, Alex Miller, Sam Bennet, Dagny S. Dombois, Michaela Schreier, Emilia Clarke und Jutta Wiese. Und Claire Bue, Ines Lüders und Valeska Reon.

*Was war das schlimmste Faschings-/Halloweenkostüm, das Du je anhattest?

Ich als Eisprinzessin. Allerdings war es die Mühe wert. (Anmerkung Kitty: Ok, jetzt will ich Bilder sehen :D )

*Socken oder Barfuß? Pyjama oder Nachtkleid? Wie schläft Du lieber?

Liebe Jassi, finde es heraus ... ;-) (Anmerkung Kitty: Und führe mich nicht in Versuchung :P - nein Spaß... ich hör mich mal um ^^)

*Bist Du ein Morgenmuffel oder sofort fit nach dem Aufwachen?

Siehe oben. (Anmerkung Kitty: *hmmmm* auch hier hör ich mich mal um :P )

*Kannst Du Dich noch an Deinen ersten Kuss erinnern?

Wie könnte ich so etwas vergessen. Ich war erst 13 und mit meiner hübschen Cousine, die nur ein Jahr jünger war als ich, allein zuhause. Wir lagen auf der Couch und im Fernsehen lief der Tatort »Reifezeugnis« mit Nastassja Kinski. Das hat uns motiviert.

*Weinst Du auch mal wenn Du einen traurigen Film siehst? Oder bist Du eher das „kalte Herzchen“?

Ne, ich bin in dieser Beziehung schon ein Weichei. Setz mich in so einen Weichmacher wie »Grüne Tomaten« und ich bin am Arsch.

*Gibt es irgendwas, worüber Du (zum heutigen Stand) NIE schreiben würdest?

Pornografische Literatur.

*Warst Du schon mal so betrunken, dass Du am nächsten Morgen „Gedächtnislücken“ hattest?

Hm ...? Wie war nochmal die Frage?

*Was ist in Deiner Handtasche, Hosentasche, Turnbeutel oder was auch immer Dich täglich begleitet?

*Schlüssel, Handy, Geld, Kreditkarten, ein Kondom.(Anmerkung Kitty: Sehr löblich)

*Allgemeines? Was möchtest Du sonst noch gerne von Dir erzählen?

Liebe Leser dieses Interviews: Solltet ihr jemals nach Franken kommen, dann probiert die regionalen Biere. Es sind die besten der Welt! (Anmerkung Kitty: Als waschechter Bayer, halte ich DAS für ein Gerücht ^^ Sollten wir uns mal treffen, lad ich Dich auf ein ECHTES Bier ein :) )

Also, Mensch Georg, DAS nenn ich mal ein tolles AutorView - vielen lieben Dank für Deine sehr ehrlichen Antworten. Ich habe Dich bisher als einen sehr tollen Menschen kennen gelernt und ich hoffe das wir uns in Bälde auch mal in Echt treffen.


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Vielen Dank für Deinen Kommentar - Deine Kitty