Mittwoch, 13. September 2017

Rezi von "Roadkill" von Alex Miller & Joe de Beer



Inhalt:

Was passiert, wenn du auf eine Seele triffst, die dich erkennt? Eine Seele, die selbst mit deinen inneren Dämonen tanzt. Wenn es sein muss, im Rausch explosiver Gewalt.

Stella, Patientin in der geschlossenen Psychiatrie, gelingt die Flucht. Ihr Ziel: das Meer. Auf ihrem Weg dorthin trifft sie Nick. Eine schicksalhafte Begegnung, die alle Mauern niederreißt und zu einem blutigen Horrortrip durch die Republik eskaliert.

Meine Meinung

Cover:
Ich liebe das Cover. Es einfach perfekt. Es spiegelt den Flair wieder, den man auf einer Tour mit dem Auto durch die Lande hat, und die Gefährlichkeit, die Nick und Stella mit sich bringen.

Schreibstil:

Ich bin fasziniert, wie zwei Autoren gemeinsam ein so stimmiges Buch schreiben können. Man merkt die zwei verschiedenen Charaktere und schreibstile aber dennoch harmonieren sie so perfekt. Die Empfindungen von Stella und Nick sind so gut rüber gekommen, man könnte meinen, die beiden hätten es selbst erlebt.

Inhalt:

Die Geschichte von Bonnie & Clyde kennt glaub ich jeder. Aber wie diese Geschichte mit zwei "kaputten" Köpfen aussehen kann, haben Alex und Joe perfekt in Ihrem Buch geschrieben.

Nick ist ein Einzelgänger, den das Leben langweilt. Seine Eltern sind gestorben und haben ihm ein Haus hinterlassen und genügend Geld um sich über Wasser zu halten. Er versucht sich in seiner Langeweile als erfolgloser Autor, aber fühlt sich dennoch leer und ausgelaugt.

Stella, ist eine extrem kaputte Seele. Im Prinzip hat Stella jeden Mist erlebt im Leben, den man nur erleben kann. Und weil das Leben eben beschissen ist, landet sie in einer Klinik für geisteskranke. Dort hält sie es aber nicht aus und flieht um sich auf den Weg ans Meer zu machen.

Und dann geschieht es. Stella trifft Nick - Nick trifft Stella - die Geschichte beginnt.

Keiner weiß eigentlich genau was da zwischen Ihnen herrscht aber sie wissen, es passt. Stella steigt zu Nick ins Auto und erzählt ihm dass sie ans Meer will. Und weil Nick ja eh nichts besseres zu tun hat, beschließt er, mit ihr diese Tour zu starten.

Das das aber nicht so einfach ist, stellt sich schnell raus, als sie ihren ersten Stop an einer Tankstelle machen. Stella flippt aus und hinterlässt eine blutige Spur der Gewalt, die Nick einfach hinnimmt. Es scheint sogar als sei er fasziniert, als wenn dieser Akt der "Befriedigung" auch für ihn etwas frei lässt. Und innerhalb eines Wimpernschlags nimmt er sich Stella ihrer an und kümmert sich um das Opfer...

Dieses Erlebnis schweißt beide auf eine unausgesprochene Art und Weise zusammen, die tiefer nicht sein kann. Man vertraut sich einem anderen an, inniger als alles andere auf der Welt sein kann. Stella legt unbewusst ihr Leben in die Hände von Nick.

Auf ihrer Fahrt zum Meer, gehen beide Risiken ein, aus denen es kein Zurück gibt. Kurz verlieren Sie sich in der neuen unvertrauten Situation... Verlieren sich aus den Augen... Aber auch aus dem Herzen?

Ob Stella und Nick wieder zueinander finden, und ob es ein "Happy End" der besonderen Art gibt, oder doch beide getrennte Wege gehen und "davon kommen" mit ihrem blutigen Pfad ans Meer, das dürft ihr selbst lesen.

Fazit:

Das Buch hat sich super flüssig gelesen. Den Schreibstil fand ich großartig, eine enorm gelungene Harmonie.
Das Buch selbst hat mich erst im Nachhinein, als es ein paar Tage zeit hatte zu sacken, nochmal gepackt.

Für mich ist dieses Buch nicht nur ein blutiger Thriller. Mich hat Roadkill sehr berührt. In meinen Augen ist, es eine Liebesgeschichte, die ehrlicher und bedingungsloser nicht sein kann. Blindes Vertrauen und völlige Hingabe seines Lebens an einen Menschen den man gar nicht kennt, oder den man besser nicht kennen kann.

Danke Alex und Joe für diese tolle Geschichte <3

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