Samstag, 23. Dezember 2017

AutorView und BookView Spezial mit Mary Cronos und "Houston Hall"

Ich freue mich total, dass ich ein Teil der Aktion von Mary sein darf und euch heute mal ein bißchen was über Houston Hall erzählen darf.


Hierzu gibt es auch ein wunderschönes AutorView speziell rund um Weihnachten.

Ich habe Mary auf der Frankfurter Buchmesse 2017 durch einen Zufall kennen gelernt, und ich bin mächtig froh darüber. Ich hatte mich mit I. Reen Bow verabredet und da saß sie. Die absolut strahlende Mary und hat mir dann über ihre Geschichte erzählt und mich in dem Atemzug auch gleich "abgestempelt".

Und dann haben wir uns zu einem Interview verabredet, das irgendwie ganz anders geworden ist, als ich es geplant hatte ^^. Ja, man sollte nie! mit einem Autor ein persönliches AutorView führen. Das klappt nicht :) Aber nicht weil sie es nicht können, sondern weil sie einfach so nett und lieb sind, und man dann von einem zum anderen Thema kommt und tja, dann wird aus einer einfachen Frage schon fast ein Roman.

Ich werde das damals geführte Interview für euch unten anfügen, damit ihr auch in diesen Genuss kommt. Aber nun kommen wir zu dem Weihnachtsspezial.

Liebe Mary, passend zu Deinem Namen, freue ich mich, dass ich mit Dir das Weihnachtsautorview machen darf.

Kommen wir zur ersten Frage:
Was bedeutet Weihnachten für Dich?

Nach fast 10 Jahren Theologiestudium könnte ich dazu ganze Abhandlungen schreiben, aber eigentlich geht es für mich vor allem um eins: Weihnachten feiern, das bedeutet für mich, das Gute in der Welt feiern. Jeden Tag hören wir schlechte Nachrichten, lesen von Skandalen, Unglücken, dem, was unfair ist, unerklärlich und eine harte Herausforderung an unsere Motivation und unseren Optimismus. Aber egal, ob man an Gott glaubt oder nicht: die Weihnachtsgeschichte handelt vom Wunder des Guten zwischen allem Schlechten, vom Besonderen im Alltäglichen, vom Mehr im Zu Wenig. Und wenn ich auf das Jahr zurückblicke, dann sehe ich bei allem Stress und Drama auch solche Wunder des Guten. Daran erinnert mich Weihnachten. Und damit motiviert mich Weihnachten am Jahresende für das Neue, was kommt.

2. Gibt es bei euch einen Weihnachtsmann oder ein Christkind, das die Geschenke bringt?

Da verschwimmen wohl die Traditionen. Ein bisschen von beidem. Den Weihnachtsmann hab ich aber eigentlich schon in meinem ersten Lebensjahr enttarnt (Bart abgerissen) und damit war er für mich passé.
Im Grunde bringen wir uns einander die Geschenke. Ich liebe es, zu schenken und freue mich immer diebisch auf die großen Augen und das Lächeln meines Gegenübers.

3. Hast Du einen Weihnachtsbaum? Wenn ja, einen echten oder künstlichen Baum?

Ja, ein Weihnachtsbaum gehört für mich dazu. Das wechselt. Echte haben wir oft danach im Garten weiterleben lassen. Unsere Plastikversion hat den Umzug in diesem Jahr nicht mitgemacht und nun ist es ein echter Baum geworden. Leider haben wir nun keinen Garten mehr.

4. Gibt es ein Ritual aus Deiner Kindheit, dass auch heute noch auf keinen Fall fehlen darf?

Es gibt ein Ritual, das ich aktuell sehr vermisse. Bis vor nicht all zu langer Zeit habe ich mich in meiner Gemeinde um den Krippenspielgottesdienst an Heilig Abend gekümmert. Das Stück geschrieben, die Regie geführt, den Gottesdienst geleitet. Mit Kindern, Teenies und auch Erwachsenen gemeinsam Probe für Probe auf das Fest zuzugehen, war einfach schön. Immer wieder sich deiner ersten Frage aus dem Interview zu stellen – von Kindern ausgesprochen.
Was noch geblieben ist, ist mein Weihnachtspuzzle. Immer zwischen Weihnachten und Neujahr setzen wir ein möglichst großes Puzzle zusammen. Perfekt um dabei zu quatschen und zu lachen.

5. Wie sieht Dein Weihnachten aus? Traditionell oder eher weniger?

Nicht weiter verwunderlich vielleicht: Für mich gehört ein Besuch in der Kirche dazu. Wenn das Wetter mitspielt ein Weihnachtsspaziergang. Für mich steht das „Besinnlich“ im Vordergrund zu Weihnachten. Hektik, Abwechselung, das Außergewöhnliche habe ich das ganze Jahr über und ich bin dankbar dafür. Alltagstrott würde mir nicht gut tun. Aber an Weihnachten will ich einfach etwas Ruhe und Frieden. Kerzenlicht, leise Musik, Glockenläuten, liebe Menschen um mich herum.

6. Was gibt es Weihnachten bei Dir zum Essen?

Am Heiligen Abend selbst wird es auch in diesem Jahr klassisch Kartoffelsalat (selbstgemacht, versteht sich) und dazu Kassler geben. An den Feiertagen danach dann den Festschmaus mit Klößen und dem vollen Programm. 😊

7. Wer kocht bei euch an Weihnachten?

Meine Mutter. Das ist die beste Garantie für Gewichtszunahme über die Feiertage. Damit gibt’s dann auch direkt einen guten neuen Vorsatz für das neue Jahr.

8. Was war das lustigste, das schlimmste und das schönste Geschenk, dass Du je bekommen hast?

O, das ist schwierig.
Das lustigste… Ich möchte die Vermutung anstellen, dass meine Freunde und meine Familie offenbar Spaßbremsen sind, wenn es um Weihnachten geht. Ich erinnere mich an kein Geschenk, von dem ich sagen würde, es war lustig. Nicht zu Weihnachten.
Das schlimmste Geschenk katapultiert mich zurück in meine Schulzeit. Ich war der erste „Ossi“ an einer „Westschule“. Das war für manche meiner Mitschüler damals ein ausreichender Grund, um mir das Leben schwer zu machen. Damals hasste ich die Weihnachtszeit (zumindest den Part davon, den ich in der Schule war). Julklapp. Was für eine tolle Tradition, um Müll aus dem Kinderzimmer loszuwerden. In einem Jahr bekam ich eine große Kiste voller Walnüsse und Orangen. Mit dem gütigen Kommentar, dass wir sowas doch im Osten sicher nicht kennen. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass wir hier von den letzten 90ern reden. Kurz vor der Jahrtausendwende. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich viele Allergien habe – unter anderem gegen Walnüsse und Orangen.
Mein schönstes Weihnachtsgeschenk… Das waren eigentlich immer die bereits erwähnten Krippenspiele. Die Gemeinschaft. Das Strahlen der Kinder. Die Bestätigung, dass alle Besucher etwas Gutes mitnehmen konnten. Die Begeisterung aller. Mit diesem Gefühl dann nach Hause gehen zu können – das ist etwas ganz Besonderes und wahrscheinlich auch einer der Gründe, weshalb ich einst Pfarrerin werden wollte.

9. Was wünschst Du Dir zu Weihnachten?

Weltfrieden oder mehr Intelligenz und Toleranz in den Köpfen der Menschen klingt wohl etwas zu pathetisch. 😉 Schön wäre es trotzdem. … Dass die Saat, die ich 2017 gesät habe, aufgeht, dass sich die Mühe der letzten Monate auszahlen wird und Euch Houston Hall gefallen wird.

10. Welcher Klassiker darf an Weihnachten nicht fehlen (Buch, Musik und/oder Film)?

Ich bin da nicht so festgelegt. Es müssen weder die Drei Haselnüsse sein noch Der Kleine Lord. Aber ich mag an Weihnachten Klassiker. Oft ende ich bei Die Feuerzangenbowle. Herrlich und irgendwie noch immer passend.

11. Wie sieht Deine vorweihnachtliche Zeit aus?

Aktuell sehr arbeitsreich – leider. Vielen fällt kurz vor Weihnachten auf, dass eine Zeichnung oder Fotos ein tolles Geschenk wären. Dazu kommt die Buchveröffentlichung direkt nach Neujahr.

12. Dekorierst Du? Wenn ja ab wann und in welchem Umfang?

Aber sowas von! Seit dem Tod meines Vaters habe ich mit meiner Mutter eine Mutter-Tochter-WG. Das funktioniert tatsächlich – unter anderem, weil wir beide Deko-Freaks sind. Nicht zu viel und nicht kitschig. Aber gerade indirekte Beleuchtung ist toll, um Stimmung in einen Raum zu bringen. Zu Weihnachten können wir uns da richtig austoben. Angefangen wird damit traditionell nach dem Totensonntag. Aber der Weihnachtsbaum wird bei uns erst am 23.12. geschmückt. So viel Geduld muss sein.

13. Wer darf/dürfte bei Deinem Weihnachtsessen nicht fehlen, wenn Du die Wahl hättest?

Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich mir vor allem die Menschen zurückwünschen, die leider nicht mehr bei mir sind. Zum Weihnachtsessen gehört die Familie und die ist leider inzwischen sehr klein bei uns.


Und nun möchte ich Dir noch ein paar weihnachtliche Fragen rund um "Houston Hall" stellen

Also, mit welchem Protagonist aus einem Buch würdest Du gerne mal Weihnachten verbringen?

DAS wäre allerdings ein spannendes Weihnachtsessen: Am besten alle. Auch die, die ihr noch nicht kennt. 😉 Aber ich glaube, das würde dann nicht sehr friedlich werden. Um es mal euphemistisch auszudrücken. Magnus Cronos würde mich besonders freuen, glaub ich. Er würde mit seiner Feuermagie sicher auch für ein ganz besonderes Lichterfest sorgen. Aber auch die anderen wären klasse. Nicht nur zu Weihnachten. Der Gedanke, denen begegnen zu können, die man selbst in seinem Geist erschaffen hat, haut wohl jeden Autor um.

15. Was wünschst du Anderen zu Weihnachten?

Ihren tiefsten, sehnlichsten Herzenswunsch. Den, der so tief sitzt, dass sie ihn vielleicht selbst noch nicht kennen.

16. Feiern Deine Protas Weihnachten auf Houston Hall?

Aber klar. Mit riesigem Baum, vielen Geschenken und allem drum und dran. In der Zeit, in der ihr Houston Hall kennenlernt, ist die Festtagsfreude allerdings sehr getrübt. Anthony ist allein und betrauert seine Familie. Am 24sten ist das Unglück noch ganz frisch. Hoffen wir, die Mary im Buch sorgt rechtzeitig zum nächsten Weihnachtsfest dafür, dass er es wieder genießen kann.

17. Wer muss dort dann die Deko ausrichten und wie umfangreich wird sie aussehen?

Früher hätte das sicher vor allem Anthonys Mutter Lady Houston in die Hand genommen. Anthony und seinen Vater würde ich jedenfalls lieber keine Deko in die Hand geben. Das ginge nicht gut. Beim nächsten Fest wird die Haushälterin Beatrix (ihr habt sie bereits auf dieser Reise kennengelernt) da hoffentlich Hilfe von Raelyn bekommen – und vielleicht ja von noch jemandem. Aber dafür müsste ich Euch spoilern. 😉

18. Gibt es einen schön dekorierten Kamin?

Ja! Einen in Anthonys geliebter Bibliothek: Helles Holz. Reich verziert, über zwei Etagen, mit einer kleinen Wendeltreppe. Auf einer Seite eine große Fensterfront, auf einer der Kamin mit einer kleinen Sitzecke davor. Ein Schachspiel zwischen den Sesseln.
Was meint Ihr? Klingt das gut? Mir gefällt seine Bibliothek. Würde da glatt einziehen.

19. Wird die Familie beisammen sein?

Das ist die große Frage oder? Früher war das so. Aber nun hat Anthony seine Familie verloren. Hoffen wir, dass das neue Jahr für ihn ein Happy End bringt. Auch wenn mir das vielleicht niemand glaubt, immerhin habe ich ihm ja dieses tragische Schicksal verpasst.

20. Was werden Sie sich gegenseitig schenken?

Anthony berichtet davon, dass seine Schwester ihm zum Geburtstag immer gern etwas Selbstgebasteltes geschenkt hat. Und er ihr Gutscheine für Unternehmungen mit ihm oder neue Bücher. Ich glaube, das trifft es auch für Weihnachten ganz gut.

21. Was wird es zu essen geben und wie wird der Dresscode sein?

Also laut Beatrix gibt es zu Weihnachten traditionell das Lieblingsessen von Raelyn, Anthonys Schwester: Venison Stew. Zwischen all den in meinen Augen etwas fragwürdigen schottischen Gerichten eins, das ganz gut klingt. 😊
Was den Dresscode angeht: Anthony sieht man ja eigentlich immer gut angezogen mit seinen anthrazitfarbenen Anzügen. Aber sowohl er als auch alle anderen Anwesenden werden wohl zu Weihnachten noch eine Schippe drauflegen.
Wenn es in diesem Kaff Dirleton schon mal einen Grund gibt, sich etwas herauszuputzen.

Liebe Mary, gibt es etwas, was Du noch zum Thema Weihnachten sagen möchtest?

Ich wünsche Euch allen ein friedvolles, schönes Weihnachtsfest. Seid dankbar für alle, die bei Euch sein können – und wenn es die nervigen Tanten oder vergesslichen Großväter sind. Schenkt einander ein ehrliches Lächeln und eine warme Umarmung. Frohe Weihnachten!

Ich wünsche Dir auch zuckersüße Weihnachten, mit ganz vielen lieben Menschen um Dich herum, die Dir Dein Fest so versüßen, wie Du es verdient hast :*
Ich drücke Dich aus der Ferne <3 br="">
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Und hier kommt der Teil, des auf der Messe geführten AutorViews, das ganz anders ablief als erwartet :)

Leider muss ich euch auf nächstes Jahr mit diesem Teil vertrösten, da meine Festplatte pünktlich zum Jahreswechsel spinnt und ich die Daten wieder herstellen muss. Ich hoffe ihr seht mir das nach und freut euch dafür an dem Weihnachtsspezial <3 br="">
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