Kitterella hat Sommerurlaub

Kitterella hat Sommerurlaub
wir sind am 04.09.2017 wieder zurück

Donnerstag, 9. Februar 2017

Rezension: Rodinia von Laurence Horn


von Laurence Horn

verfasst von Kitty


Über den Autor:

Laurence Horn widmet sich als Reenactor seit mehr als 15 Jahren der historischen Darstellung des Mittelalters, der Kampfdarstellung im Freikampf sowie der experimentellen Archäologie. Er arbeitet dabei national wie international mit renommierten Museen zusammen. Hieraus schöpft er die Inspirationen und Ideen seiner Geschichten, die er von 2006 bis heute in einer Rollenspielgruppe als deren Spielleiter schreibt.

Der 1967 geborene Autor lebt mit seiner Familie in Herrnburg, einem Dorf am östlichen Rande Lübecks. Beruflich ist er in Hamburg bei einem Kommunikationsunternehmen beschäftigt.
(Quelle: Papierverzierer Verlag)
Über das Buch:

Rodinia ist der erste Band von einem geplanten 3-teiler. Der zweite Band soll im Laufe dieses Jahres noch veröffentlicht werden.

Inhalt:

Der Krieg, der einen Großteil der Welt Rodinia vernichtet und die Grundfesten der Menschheit erschüttert hat, ist vorüber. Die Magier gingen als Sieger aus der Schlacht gegen die Zauberer hervor, die von der Erdenscheibe getilgt und über deren Rand hinaus verbannt wurden. Sie waren es, die die Welt wieder aufbauten, Wettertürme errichteten und Rodinia mit einer immerwährenden Nebelwand umschlossen.

Fast eintausend Jahre später taucht ein Schiff vor der Küste Rodinias auf. An Bord befindet sich ein Zauberer, und mit ihm nimmt das Schicksal seinen Lauf …

Meine Meinung:

Cover:

Ich habe das Buch als eBook gelesen, daher habe ich vom Cover leider nicht viel mitbekommen - ihr wisst ja ich bin ein Printfan :D
Aber wenn man sich das Cover so im Netz und in Farbe anschaut, dann ist es einfach wunderschön <3 ich liebe es
Das Cover zeigt die Stadt in der sich die Magier befinden und genau so habe ich sie mir auch vorgestellt.

Inhalt:
Zu allem voran muss ich erwähnen, dass ich eigentlich keine Mehrteiler mehr lesen wollte, wenn ich noch nicht alle Bände habe, bzw. noch nicht alle Bände veröffentlich wurden.
Tja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ich wusste es bei dem Buch nicht und daher kann ich schon mal sagen, ich bin auf die anderen Bände gespannt.

Jedoch ist dieser Band ein in sich abgeschlossener Band, es gibt zwar einen kleinen Cliffhänger, aber der ist zu verkraften.

So kommen wir zur eigentlichen Meinung:
Es geht um Kyrian, einen Zauberer, der aufgrund einer Vision von einer weißhäutigen Magierin, auf die Insel Rodinia möchte um diese einzunehmen. Aber leider passiert es, dass bis auf ihn, die ganze Crew von einem Bewahrer in die Tiefe gerissen und getötet wird. Nun ist er auf sich allein gestellt und versucht sein Ziel zu erreichen. Leider wird er gefangen genommen von den Magiern und da kommt dann Mira ins Spiel.

Mira (Mirabelle) Hafermann ist ein - durch ihre weiße Hautfarbe - besonderes Mädchen das, durch einen unglücklichen Umstand und Zufall in die Geschichte zwischen dem Zauberer und den Magiern gerät, bei der alle Magier von dem Zauberer getötet werden, nachdem sie ihn befreit hat. Ich gestehe, den Unterschied verstehe ich immer noch nicht so ganz und ich irgendwie hätte ich mir zu Anfang gewünscht, dass das ein bißchen erklärt wird für Unwissende. Des weiteren finde ich schade, dass man auch über die Herkunft von Kyrian nicht wirklich viel erfährt.

Dann geschieht es, dass Mira von ihren Eltern an einen "potentiellen Ehemann"verkauft wird, der sich aber als Händler herauspuppt. Durch das zufällige Eingreifen von Kyrian entkommt sie aber und trifft nach einigen Tagen ziellosen Umhergeirre im Wald auf eine Gruppe Gaukler, denen sie sich anschließt und Freundschaft schließt. Rahia, eine der drei Gaukler findet Mira sofort symphatisch, weil sie sie an eine alte Freundin erinnert, die ebenso eine weiße Haut hatte wie Mira.

Während dem ganzen Buch geht es also um Mira und Kyrian, die in der Geschichte immer wieder durch vorhersehbare Zufälle immer wieder aufeinander treffen, sich aber nie wirklich unterhalten können. Entweder verpasst er sie, oder sie ihn ^^

Zwischendrin wird Mira von den Magiern gefangen genommen, weil diese unterdess ja schon mitbekommen haben, dass ein Eindringling es auf die Insel geschafft hat. Das können sie natürlich nicht zulassen und jagen diesen. Da sie wissen dass Mira als einzige den Angriff des Zauberers überlebt hat, wollen der Magister und seine Meistermagierin Valhelia sie als Köder nehmen.

Letztendlich landen nun Kyrian und Mira unabhängig von einander in der Königsstadt in der ein großes Fest stattfindet. Und ab da beginnt, die Geschichte erst richtig seinen Lauf. Magiermeisterin Valhelia kann Mira nicht unbedingt leiden und für sie ist sie nur mittel zum Zweck, jedoch muss sie sich nun für ihren Plan mit ihr gutstellen und drängt sich zwischen sie und die Gauklergruppe - mit Erfolg.

Ob Magiermeisterin Valhelia der Plan gelingt, und ob Mira und Kyrian je zusammenfinden und was das alles mit der Vision von der weißhäutigen Magierin zu tun hat, dürft ihr selber weiter lesen. Ich habe eh schon genug veraten :)

Allgemein:
Was mich, wie oben schon berichtet, ein wenig gestört hat, war, dass man irgendwie nichts näheres über den Unterschied von Magiern und Zauberern erfährt. Es gibt zwar die ein und andere Andeutung aber mehr auch nicht. Dann erfährt man nicht viel über Kyrians Vergangenheit. Dafür gibt es zum Beispiel einen Bürgermeister den Mira nicht mag. Warum auch immer. Sie wird von diesem transaliert aber den wirklichen Grund hierfür erfährt man nicht.

Dann habe ich mich sehr gestört an den völlig unnötigen kleinen "sexuellen Ausschweifungen". Ich verstehe einfach nicht, warum man in einem Fantasyroman immer irgendwas mit Sex einbringen muss. Das wäre in diesem tollen Buch überhaupt nicht nötig. Und WENN man schon der Meinung ist, das Buch bräuchte das, dann aber bitte richtig. Und nicht so wie hier nieder geschrieben. Also die Szene von Valhelie und der im Buch ersten Begegnung mit ihrem Magister und danach die Andeutungen könnte man sich eigentlich sparen. Ebenso wie den Übergriff des Händlers gegenüber Mira oder die leicht lesbisch angehauchten Situationen zwischen Mira und Rahia. Ich persönlich fand das unpassend und unnötig.

Fazit:
Alles in allem ist dieser Band ein guter Auftakt gewesen. Ich hoffe, dass man in den weiteren Bänden mehr über die Hintergründe von Kyrian, die Zauberer und die Magier erfährt :)

Ein dickes Dankeschön an der Stelle an den Papierverzierer Verlag, der mir das Buch als eBook zur Verfügung gestellt hat <3

Dienstag, 7. Februar 2017

Buchmesse Leipzig 2017 - die Vorbereitungen laufen

Oder: Was macht ihr Blogger schon groß auf ner Buchmesse außer Goodies abgreifen...


Oft werde ich von Außenstehenden und Unwissenden gefragt was ich schon zu tun hätte als Blogger ^^ Und wenn ich auf die Messe fahre, was ich da schon groß mache, das sei ja wie Urlaub...
Manchmal werden wir auch mit Vorurteilen beschmissen, wir Blogger würden nur "abgreifen" und "Gratisbücher" abstauben... Ja, genau, so machen wir das! -.-
Wir geben Unsummen an Geld für Fahrkarte und Übernachtung aus, stehen uns stundenlang für Infos für andere die Beine in den Bauch und tummeln uns im Gedränge zwischen Rollkoffern und schwitzenden Menschen. Wir sitzen stNUR um Goodies "abzusahnen" *hahaha*.


Ja viele Vorurteile existieren und da dachte ich mir, ich schreibe euch mal auf was ich in der Vorbereitungszeit alles mache bevor ich dann endgültig auf die Messe fahre. Und ich lasse euch auch an den weiteren Abläufen teilhaben.

Ich schreibe anhand der diesjährigen Buchmesse Leipzig, da diese in nächster Zukunft ist.

Oktober 2016:
Hotels und Angebot werden für die bestmöglichste und günstigste Übernachtung verglichen. Zimmer werden kostenfrei stornierbar reserviert, für den Fall dass, doch noch was dazwischen kommt.

Termin zur Akkreditierung wird im Kalender notiert :)

Termin zur Buchung für das Zugticket wird im Kalender notiert, damit man rechtzeitig das Sparangebot nutzen kann :)

Dieses Jahr kam dann noch hinzu, dass ich mich im Dezember 2016 mit meinem eigenen Blog (diesem hier) verselbstständigt hab.

Dezember 2016:
Akkreditierung beantragt
Blog erstellt (dauert laaange)
Tickets für die Bahn zu Sparpreisen gekauft


 Januar 2017:




- Messegewinnspiele (für Anwesende und Daheimgebliebene) geplant und organisiert (kleine Kätzchen gelocht und Gewinncodes geschrieben - 50 Stück)
- Diesbezüglich mit einer tollen Autorin getroffen für einen Teil der Gewinne




- Geärgert wegen Zimmerproblemen - Absagen und Neubuchungen (letztendlich doch noch ein Zimmer zu bezahlbaren Preis gefunden)
- Planung wegen Terminen auf der Messe angefangen - Autoren und Verlage angeschrieben wann und wo sie da sind
- Tickets für verschiedene Veranstaltungen organisiert (Skoutz und Drachenmond)
- Liste schreiben der Dinge, die man mitnehmen möchte
- Fahrzeiten planen Hin- und Rückfahrt
- Geld auf die Seite legen ^^


Februar 2017:
- Weitere Termine koordinieren
- Interviews auf der Messe planen


Falls ich was vergessen habe, dann war es wohl nicht soo wichtig.

Interview mit Bernhard Hennen und Robert Corvus

Anlässlich der wundervollen Fantasywoche auf Facebook, durfte ich mit zwei Bloggerkolleginnen Heather von Mein Bücherwahnsinn & das Paradies und Michéle von Elchi's World of Books Herrn Bernhard Hennen und Herrn Robert Corvus ein paar Fragen stellen.
Ein paar Infos zu Bernhard Hennen und Robert Corvus gemeinsames Projekt namens Die Phileasson Saga:


Inhalt:


Raubeinige Helden, gefährliche Magie und eine atemberaubende Queste – Nordwärts ist der geniale Auftrakt zu einer großen neuen Fantasy-Serie

Sagen und Mythen ranken sich um die legendäre Rivalität zwischen Asleif Phileasson, den sie nur den Foggwolf nennen, und Beorn dem Blender. Nun soll eine Wettfahrt entscheiden, wer von beiden der größte Seefahrer aller Zeiten ist und sich König der Meere nennen darf.


In achtzig Wochen müssen die beiden Krieger den Kontinent Aventurien umrunden und sich dabei zwölf riskanten Abenteuern stellen. Abenteuern, die nur die abgebrühtesten Helden zu bestehen vermögen. Es ist der Beginn des größten und gefährlichsten Wettlaufs aller Zeiten ...


Bisher sind 3 Bände der Reihe erschienen.



   "Nordwärts"                 "Himmelsturm"              "Die Wölfin"
 

Es handelt sich bei der Reihe um die "Verbuchung" des Rollenspiels "Das schwarze Auge". Für mehr Infos einfach auf die Buchcover klicken.


Aber jetzt kommen wir endlich zum Interview :)


Fragen von Jasmin:

1. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, gemeinsam zu schreiben? Bzw. wessen Idee ist es gewesen?

Wir wurden verkuppelt. Wir sind beide mit Werner Fuchs befreundet, einem der Erfinder der Fantasywelt "Das schwarze Auge". Er hat sich immer gewünscht, in seinem Setting eine lange, epische Romanreihe zu sehen. Dafür bot sich die Umsetzung der PHILEASSON-SAGA an, die schon mehr als zwei Jahrzehnte als Kampagne von Abenteuerspielen vorliegt, in dieser Zeit viele Fans gewonnen hat und schon zwei Mal an die immer feiner ausgearbeitete Hintergrundwelt angepasst wurde.

Bernhard: Für mich, der ich die Abenteuerkampagne vor einem Vierteljahrhundert geschrieben habe, war es ein Herzensprojekt, diese Adaption anzugehen.

Robert: Ich war der Welt von "Das schwarze Auge" damals auch schon durch sieben Romane (erschienen unter meinem Pseudonym Bernard Craw) verbunden, sodass ich durchaus als bewährter Veteran auf diesem Feld galt. Werner Fuchs hat zuerst Bernhard von seiner Idee begeistert und dann mich als Mitstreiter für dieses arbeitsreiche Unterfangen gewonnen.

2. Kanntet ihr euch schon vorher privat?

Generell ist die Szene der Fantasy-Schaffenden im deutschsprachigen Raum sehr klein. Diejenigen, die auf Conventions und ähnlichen Veranstaltungen auftreten – wozu auch wir beide zählen – kennen sich wenigstens vom Sehen. Man "klatscht ab", wenn der Programmpunkt im Lesungsraum wechselt. In diesem Sinne kannten wir uns bereits, hatten aber nie intensiv miteinander zu tun.

3. Wie erklärt ihr einem Unwissenden um was es im „Das schwarze Auge“ geht und wir ihr das in eurer Saga umsetzt?

"Das schwarze Auge" ist die typische Fantasywelt, im angloamerikanischen Raum sagt man dazu "EDO-Fantasy", was für "Elven, Dwarf, Orc" steht. Es gibt also Elfen, Zwerge und Orks, die Technologie bewegt sich auf dem Niveau des Mittelalters, die Vielgötterei erinnert an die vorchristliche Antike und die Bewohner dieser Welt denken oft neuzeitlich in Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen. Das ist das übliche Fantasysetting, das auch "Der Herr der Ringe", "Conan" oder (mit Abstrichen beim EDO) "Game of Thrones" nutzen. Als Fantasyfan findet man also leicht hinein.

Andererseits arbeiten an dieser Rollenspielwelt seit 1984 eine Vielzahl an Autoren, Redakteuren, Spielleitern und Spielern mit und bringen ihre Gedanken ein. Jemand findet den Namen eines Dorfs auf einer Karte ansprechend, denkt sich etwas zur Struktur dieses Dorfs aus, schickt es ein und mit etwas Glück landet es in einem der Hintergrundbände zur Welt. Dadurch ist über die Jahre die mit Abstand vielfältigste Fantasywelt des deutschen Sprachraums entstanden. Es gibt Waldmenschen und höfisches Zeremoniell, so etwas wie Wikinger und Yetis, Drachen und Goblins und Magiergilden und Kriegerakademien. Daher gibt es auch viel zu entdecken – und DIE PHILEASSON-SAGA ist letztlich die Geschichte einer epischen Entdeckungsfahrt, einmal um den Kontinent Aventurien herum.

4. Nutzt ihr Schreibpausen um gemeinsam in „DSA“ abzutauchen und Erinnerungen aufzufrischen?

"Das schwarze Auge" ist inzwischen ein multimediales Projekt. Nukleus ist das Rollenspiel, aber auch die begleitende Taschenbuchreihe hat inzwischen etwa 150 Bände. Es gibt Computer- und Brettspiele, Zinnfiguren, und auch Filmrechte wurden schon vergeben. Aktuell erscheint die englischsprachige Ausgabe des Rollenspiels. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass beinahe jeder Fantasyfan im deutschsprachigen Raum bereits einmal mit "Das schwarze Auge" in Berührung gekommen ist, auch wenn er es vielleicht nicht bemerkt hat.

Bernhard: Meine Kinder kommen allmählich in das Alter, in dem Fantasy-Rollenspiele interessant werden, und natürlich ist "Das schwarze Auge" das Spiel der Wahl, mit dem ich sie in dieser Richtung "sozialisiere". J

Robert: Bei mir hat die Schriftstellerei das Rollenspiel "gefressen", aber zu einem der vielen DSA-Romane greife ich immer wieder gern.

5. Was war euer erstes Buch an das ihr euch erinnert? Hat dieses Buch je in einem eurer Werke eine Rolle gespielt bzw. euch inspiriert?

Robert: Bei mir war es "Pit Parker: Gold am Piratenriff" von Matthias Martin. Dieser Jugend-Abenteuerroman steht noch in meinem Regal, auch wenn ich mich nicht mehr an den Inhalt erinnere. In direkter Weise hat er mich wohl nicht beeinflusst, aber wenn man die grobe Richtung "Abenteuerliteratur" nimmt, dann bin ich mit meinen Werken auf genau dieser Schiene unterwegs.

Bernhard: Ich wurde schon im Grundschulalter mit den „Sagen des klassischen Altertums“ von Gustav Schwab gefüttert. Mein Vater – ein bekennender Altphilologe – hat mir die Ilias und die Heldensagen um Herakles und Theseus vorgelesen, noch bevor ich das Buchstabieren lernte. Welche Früchte diese klassische Bildung getragen hat, stürzt meinen Vater immer noch in tiefe Verzweiflung.

6. Wenn ihr eine Rolle in euren Sagen einnehmen könntet, welche wäre das?

Robert: In der PHILEASSON-SAGA wäre ich vermutlich Ohm Follker, der Skalde. Er ist Phileassons bester Freund, immer mit dabei, neugierig und zuverlässig. Vor allem aber ist er ein Schriftenkundiger und Geschichtenerzähler. Am Lagerfeuer gibt er die Sagas der Thorwaler zum Besten, und aus den Erlebnissen der Abenteuerfahrt dichtet er ein Epos, um ihre Helden zu besingen.

Bernhard: Während meiner aktiven Schwertkämpferzeit habe ich mehrfach im Schildwall gestanden und fühle mich durchaus Beorn verbunden. Ich habe diese Zeit geliebt, den Klang der Klingen, die freundschaftlichen Duelle, den Nervenkitzel, wenn Stahl auf Stahl schlägt.

7. Gibt es eine Figur in eurer Sage, in die ihr ein paar eurer Charaktereigenschaften mit einfließen lassen habt?

Ja, alle. Letztlich muss man sich in jede Figur hineinversetzen, um ihre Gedanken und Handlungen plausibel schildern zu können. Deswegen sind wir ja auch beide so nette und harmlose Typen: Was an Finsternis und Bosheit in uns entsteht, steckt nun nicht mehr in uns, sondern ist in die Schurken unserer Geschichten eingeflossen.

8. Habt ihr die Bücher des anderen gelesen um dessen Stil kennen zu lernen?

Robert: Am Anfang seiner Schriftstellerkarriere hat Bernhard einige Romane zur DSA-Taschenbuchreihe beigetragen. Einen Davon, "Der Tanz der Rose", hatte ich schon lange gelesen, bevor das gemeinsame Projekt zu erahnen war. Als die Planungen begannen, habe ich Bernhards Hauptwerk "Die Elfen" gelesen – tatsächlich, wie Du vermutest, um den (aktuellen) Stil kennenzulernen. Inzwischen lese ich Bernhards DSA-Romane auch, um Möglichkeiten für Querverweise zu finden. In "Das Jahr des Greifen" beispielsweise taucht Kapitän Phileasson kurz auf, und zwar mit einigen Begleitern. Da die Geschichte nach der PHILEASSON-SAGA spielt, liegt es nahe, dass er diese Begleiter irgendwann während der SAGA treffen wird …

Bernhard: Da klar war, dass wir auf Jahre quasi „verheiratet“ sein werden, wenn ich dem Projekt zustimme, habe ich erst einmal ein Buch von Robert gelesen. Ich kannte ihn zwar als Kollegen, hatte aber noch keines seiner Bücher genossen. Ein Fehler! Meine Wahl fiel auf: „Feind“, den ersten Band der Schattenherren-Saga und schon nach dem ersten Kapitel wusste ich, dass wir zusammen passen würden.

9. Was ist das Verrückteste was euch je als Autor passiert ist?

Bernhard: Ein Nachmittag in gleißender Sonnenhitze, mitten in der jordanischen Wüste. Ich war zu Besuch in einem verfallenen Omajadenpalast. Kein einziger anderer Tourist war dort. Kein Fremdenführer. Niemand. Ich hatte mich von einem Taxi bringen lassen und vereinbart nach zwei Stunden wieder abgeholt zu werden. Nachdem ich eine Weile durch die Ruinen geschlendert war, erschien eine Staubfahne über der Wüstenpiste. Ein Landrover fuhr vor. Mit Kölner Kennzeichen! (Damals lebte ich in Köln.) Als ich zu den Neuankömmlingen ging, stellte sich heraus, dass sie in Köln nur zwei Straßen weiter wohnten :-o Aber dort war ich ihnen noch nie begegnet. In einem Roman würde hier das Lektorat eingreifen und „Völlig unwahrscheinlich“ an den Seitenrand schreiben. Aber so ist das Leben manchmal: Völlig unwahrscheinlich.

Robert: Möglicherweise war es nicht das Verrückteste, aber zum witzigsten Ereignis kam es für mich auf einer Signierstunde am PERRY-RHODAN-Stand (ich schreibe auch für die größte Science-Fiction-Serie der Welt). Das war auf einer Buchmesse, Leipzig oder Frankfurt, und ein engelsgleiches Wesen mit wunderschönem Gesicht, goldenen Locken und Traumfigur schwebte den Gang herab. Die gut zwanzigjährige Schönheit rief: "Oh, PERRY RHODAN! Bekomme ich ein Autogramm?" Ich zückte natürlich meinen Stift, rückte eine Autogrammkarte zurecht und versuchte, meinem in Starre gefallenen Denkapparat eine möglichst aussichtsreiche Strategie dafür zu entlocken, nach der Telefonnummer zu fragen. Charmant wollte ich rüberkommen, ein bisschen witzig vielleicht, souverän natürlich, aber nicht allzu seriös. Bevor ich die perfekte Formulierung fand, fuhr der Engel jedoch fort: "… für meine Mutter!"

10. Manche Menschen wissen ja ganz genau, was sie sich mit ihrem ersten eigenen Geld gekauft haben. Wisst ihr noch was ihr euch von eurem ersten „Buchgeld“ gekauft habt?
Robert: Ich bin ein Spielkind, was die Hilfsmittel zum Schreiben angeht. Ich benutze gern Software zum Konzipieren, für Skizzen und dergleichen. Das meiste davon ist Shareware (man kann es also kostenfrei benutzen und bezahlt bei Gefallen einen Obolus). Als ich mit dem Schreiben erstmals Geld eingenommen habe, war dann auch die Bezahlung dieser Shareware fällig – schließlich hatte sie auch zu meinem Erfolg beigetragen.

Bernhard: Bei mir war es so, dass ich das Geld für eine abenteuerliche Reise in den Libanon, nach Israel und in den Gaza-Streifen ausgegeben habe. Eine Reise von deren Eindrücken ich noch lange für meine Bücher gezehrt habe.

Fragen von Michele:

11. Wie viele Bände wird die Phileasson-Sage insgesamt umfassen?

DIE PHILEASSON-SAGA basiert auf der gleichnamigen Kampagne von Rollenspielabenteuern zu "Das schwarze Auge". Diese Kampagne umfasst zwölf Abenteuer, denen jeweils ein Roman gewidmet werden soll. 2016 sind mit NORDWÄRTS, HIMMELSTURM und DIE WÖLFIN die ersten drei Bände erschienen, 2017 folgt mit SILBERFLAMME der vierte, und danach wollen wir jeweils zwei pro Jahr bringen. Der Heyne-Verlag kauft jeweils Dreier-Chargen an, bis zum sechsten Band, also zur Hälfte des geplanten Umfangs, sind wir inzwischen finanziert. Wenn der Zuspruch aus der Leserschaft so anhält wie bisher, sollte dem zwölfbändigen Epos nichts entgegenstehen.

Auf www.phileasson.de findet man übrigens eine Liste der geplanten Titel – und Informationen zu Schauplätzen und Figuren. Natürlich verkünden wir dort auch Neuigkeiten, etwa, wenn es eine Lesung gibt.

12. Was bedeutet das Genre „Fantasy“ für euch? Was verbindet ihr damit?

Fantasy ist archetypische Abenteuerliteratur, die aus unseren Mythen schöpft. Der Zauberer, die weise Frau, der Held, das Ungeheuer … zum Personal dieser Romane kann jeder unmittelbar einen Bezug herstellen, weil es letztlich Seelenbilder sind, die man auch in der Psychoanalyse kennt (die Schwesterwissenschaft der Fantasy ist die Tiefenpsychologie J). In der Fantasy kann man fundamental menschliche Themen – den Kampf für das Gute, die Abenteuerlust, Ehre und Ehrlichkeit, Freundschaft, aber auch Hass und Verrat – thematisieren und dabei sehr groß und deutlich darstellen, und eine Bühne bespielen, deren Dimensionen nur durch die Fantasie begrenzt werden.

13. Ihr seid ja fest in der Deutschen Phantastik verankert, ... Habt ihr euch auch schon mal an einem anderen Genre versucht, oder könntet ihr euch vorstellen irgendwann auch mal ein Buch in einem anderen Genre zu schreiben?

Bernhard: Ich habe bereits mehrere historische Romane, sowie ein Jugendbuch veröffentlicht. Seit langem habe ich aber auch vor, mich einmal an einem Thriller zu versuchen. In meiner Anthologie „Wolfträume“ finden sich auch humoristische Geschichten, sowie Ausflüge ins Horror- und SF-Genre.

Robert: Meine erste Veröffentlichung war ein Sachbuch mit dem klangvollen Titel "Betriebswirtschaftliche Formeln, Schemata und Tabellen". Ich habe einen Thriller und einen Entwicklungsroman auf der Festplatte, für die ich aber noch keinen passenden Verlag gefunden habe. Mein Agent geht mit einem bunten Strauß an Exposés hausieren, die nicht alle der Fantastik zuzuordnen sind. Das Überraschendste ist vielleicht ein Konzept zu einer romantischen Komödie, aus dem ein Fernseh-Drehbuch werden soll.

14. Die Phileasson-Saga gehört ja zu den DSA-Rollenspielen, bzw. ist ja streng damit verwoben. Demnach gehe ich davon aus, dass ihr selbst auch zu der Gemeinschaft der Rollenspieler gehört… Könnt ihr mal kurz für Nicht-Rollenspieler erläutern, was genau das ist, was ihr da macht, etc.? Am besten gebt ihr uns einfach mal einen kurzen Einblick in die Welt der Rollenspieler und erläutert wie genau die Phileasson-Saga damit in Verbindung steht.

Ein Fantasy-Rollenspiel ist im Grunde eine gemeinschaftlich erzählte Geschichte. Jeder Spieler beschreibt, wie seine Figur – ein Krieger, ein Magier, ein Elf – agiert. Der Spielleiter beschreibt die Welt, die Umgebung, und alle Figuren, die nicht von Spielern geführt werden. Er würde also zum Beispiel sagen: "Als ihr in der stechenden Mittagssonne die Gasse zum Teppichmarkt entlanggeht, seht ihr zwei zerlumpte Gestalten im Schatten eines Hauseingangs stehen. Eine davon stützt sich auf einen knorrigen Wanderstab, die andere – sie trägt eine Binde über dem linken Auge – hält euch eine Holzschale entgegen und brabbelt dabei unverständlich."

Die Spieler schildern nun, was sie tun. Der Elf schlägt vielleicht einen Bogen, um dem beiden nicht zu nahe zu kommen, und geht weiter, während der Magier mental einen Abwehrzauber vorbereitet und der Krieger nach einem Kupferstück fingert, um es den Bedauernswerten zu geben. Die Degenfechterin dagegen vermutet, dass die Bettler vielleicht den Dieb gesehen haben könnten, der ihr gestern den Geldbeutel vom Gürtel geschnitten hat, und spricht sie an.

Der Spielleiter schildert wiederum die Folgen der Aktionen der Spieler. Manchmal hängt der Ausgang vom Zufall ab, dann wird gewürfelt (mit speziellen Würfeln, die nicht sechs, sondern 20 Seiten haben). Für jede Spielfigur gibt es Punktwerte, die angeben, wie geschickt oder stark sie ist und wie gut sie mit ihren Waffen oder Zaubern umgehen kann – das modifiziert diese Würfelwürfe. Im Laufe ihrer Abenteurerlebens verbessern sich diese Werte, sodass man sich immer größeren Herausforderungen stellen kann.

In den Abenteuerheften wird der Hintergrund für den Spielleiter geschildert. In unserem Beispiel könnte das dazugehörige Abenteuerheft einen Stadtplan enthalten, der zeigt, wo die Gasse verläuft, durch die die Abenteurer gehen. Auch zu den Bettlern könnten Punktwerte verzeichnet sein – und vielleicht steht dort, dass diese Bettler vom König der Diebe ausgeschickt wurden, um die Abenteurer auf die Probe zu stellen.

DIE PHILEASSON-SAGA ist eine der grundlegenden Kampagnen zu "Das Schwarze Auge". In den zwölf Abenteuern reisen die Helden rund um den Kontinent Aventurien und lernen dabei Gegenden kennen, die zuvor Weißflächen auf der Karte waren. Einen mystischen Turm im ewigen Eis, ein vergessenes Tal im Dschungel, Zauberwälder und sturmgepeitschte Meere. Hier wurden Orte und Völkerschaften angelegt – zum Beispiel die untergegangene Kultur der Hochelfen –, die diese Fantasywelt bis auf den heutigen Tag prägen.

Fragen von Heather:

15. Was konnten Sie zuerst, lesen oder schreiben?
Das lernt man mehr oder minder gleichzeitig, oder? Wir sind jedenfalls keine Wunderkinder, die sich selbst im Alter von drei Jahren das Lesen beigebracht hätten …

16. Wollten Sie als Kind schon Autor werden? Falls ja, ist es so wie Sie es sich vorgestellt haben oder falls nein, was wollten Sie werden und bereuen sie ihren Werdegang?

Robert: Mein erster Berufswunsch war "Indianer". Mit einem Plastik-Tomahawk und einem Tipi auf dem Rasen machte ich auch schon vielversprechende Schritte in dieser Richtung, verlor dann aber die Zielstrebigkeit. Nach kurzfristigen Irrungen im Berufswunsch – "Astronaut", dann Downgrade auf "Pilot" – kam "Archäologe" in die engere Wahl, verlor aber in der Endausscheidung vor dem Studium (die während des Jahrs als Soldat stattfand) gegen "Wirtschaftsinformatiker". Ich legte mein Diplom in dieser Disziplin ab und arbeitete zunächst als Unternehmensberater auf europaweiten Projekten für Großkonzerne, später als Projektleiter im Strategic Outsourcing. Die Schriftstellerei betrieb ich da schon nebenbei, oft in Hotelzimmern. Seit 2013 bin ich hauptberuflicher Autor, und das gefällt mir gut. Ob ich mich auch eines Tages als Autor in den Sarg legen wird, ist eine andere Frage – ich probiere gern neue Sachen aus.

Bernhard: Gerade habe ich eine weitere Gemeinsamkeit erfahren. Mein allererster Berufswunsch war: Archäologe. Das schon im zarten Grundschulalter. So mit zwölf sattelte ich dann um auf Zahnarzt, weil ich begriffen hatte, dass die wohl das bessere Einkommen haben. Mit sechszehn war mir die Kohle dann wieder egal und ich wollte Maler werden. Nach einem frustrierenden Erlebnis an der Düsseldorfer Kunstakademie bin ich dann an der Kölner Uni gelandet und habe Germanistik, Geschichte und Vorderasiatische Altertumskunde (Archäologie des vorderen Orients) studiert und in allen drei Fächern mein Examen gemacht. Während des Studiums habe ich in allen möglichen Jobs gearbeitet, um mich zu finanzieren: Filmvorführer, Illustrator, Weihnachtsmann zum mieten, Berater in einem Spieleladen, Rollenspielautor. In erster Linie war ich aber Journalist und habe mit dem Geld meine abenteuerlichen Reisen (bevorzugt in Bürgerkriegsländer oder Diktaturen: Nicaragua, Libanon, Syrien, Kuba) finanziert. Als mir der Platz, den Zeitungsgeschichten bekommen, nicht mehr gereicht hat, um das zu schreiben, was ich zu erzählen hatte, bin ich dann zu Romanen gewechselt.

17. Wenn Sie in einem ihrer Bücher leben müssten und die Wahl hätten in welchem, welches wäre es und warum?

Bernhard: Da ich ohne die medizinischen Errungenschaften unserer Welt schon längst nicht mehr leben würde, weiß ich meinen Platz auf diesem Erdball sehr zu schätzen. Allerdings … Mein Roman „Nebenan“ beschreibt eine Welt, die fast wie die unsere ist. Nur dass es hier die Gestalten unserer Märchen und Sagen gibt. Jedenfalls noch einige, denn die meisten wurden in die magische Welt Nebenan fortgesperrt. Eine Welt, in der Märchen wahr werden können, würde mir schon sehr gefallen.

Robert: Falls PERRY RHODAN zählt, dort schreibe ich ab und zu mit, wäre das meine Wahl. Die Menschheit ist geeint, Krankheit und Hunger sind besiegt, man ist in ein Universum aufgebrochen, in dem es vor Leben nur so wimmelt und in dem die Wunder niemals enden. Und man hat die technischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten, diese Wunder zu entdecken. Eine schöne Zukunftsvision.

Meine eigenen Werke sind deutlich düsterer. Die beste Wahl wäre wohl GRAUWACHT. Als Mensch lebt man dort zwar in ewiger Nacht, aber wenn man Glück hat, landet man in einer der elf Metropolen, in denen dienstbare Geister das Leben angenehm machen. Sicher, der Marsch durch die Eiswüste, den jeder antreten muss, ist hart, aber dafür hält diese Welt interessante Rätsel und Wunder bereit.

18. Woher nehmen Sie die Ideen und Inspirationen zu ihren Büchern?

Robert: Für einen Schriftsteller ist alles Inspiration. Die Bemerkung der Kassiererin im Supermarkt kann, in anderem Zusammenhang, genau die Dialogzeile sein, die man für die verzogene Prinzessin braucht.


Am meisten inspirieren mich gute Geschichten. Nach einem tollen Film oder einem spannenden Buch springt die Was-wäre-wenn-Maschine an: Wie hätte eine der Nebenfiguren das Geschehen erlebt? Welche Auswirkungen hätte eine andere Entscheidung an dieser oder jeder Stelle gehabt? So entstehen sehr schnell neue Geschichten, die mit ihrem Ursprung nichts mehr gemein haben.

Bernhard: Einen Teil der Inspiration bringe ich von meinen Reisen mit. Aber auch ganz banale Dinge, wie die Nachrichten oder einer Geschichte aus dem wirklichen Leben, die ich erzählt bekomme, können den Funken für einen Romanstrang liefern. Dann vertiefe ich die Themen durch die Lektüre von Fachliteratur oder ich versuche mich den Geschichten und den Figuren im richtigen Leben anzunähern. So habe ich zum Beispiel Schwertkämpfen gelernt, um besser darüber schreiben zu können. Und ich meine nicht, dass ich nur einmal ein Schwert in die Hand genommen habe. Ich bin auf Mittelaltermärkten aufgetreten und eine meiner stolzesten Stunden war, als ich einmal als letzter von 36 Kämpfern in einem „Circle of honor“, einem Schwertkämpferturnier, übrig geblieben bin.

19. In welchem Buch haben Sie am meisten von Ihrem persönlichen Charakter verarbeitet?

Robert: In jede Figur fließt viel vom Autor ein, aber ich stelle keine Alter Egos in meine Fantasywelten. Am stärksten fasziniert mich Tynay in SCHATTENKULT. Einerseits würde ich sie gern einmal kennenlernen – aber andererseits weiß ich, dass das eine sehr schlechte Idee wäre, denn diese Begegnung würde ich wohl nicht überleben.

Bernhard: Mein einziger Roman, der tatsächlich autobiographische Bezüge hat, ist „Nebenan“. Der Student und Schwertkämpfer Till weist viele Parallelen zu meinem Leben auf. Neben Freunden habe ich auch einige meiner Uniprofessoren und eine verflossene Liebe in dem Buch porträtiert.

20. Was für Tipps haben Sie für jemanden der gerne selber Autor werden wollen würde oder Schreiberling ist?

Autor zu werden ist sehr einfach – ein Stift und ein Blatt Papier, mehr braucht man nicht. Veröffentlicht zu werden oder gar davon leben zu können ist erheblich schwieriger. Der beste Vergleich ist das Fußballspielen. Jeder kann Fußball spielen, aber die wenigsten können davon leben, und dieser Realität muss man sich bewusst sein. Sprich: Man sollte seine Lebensplanung nicht darauf ausrichten, sondern auf jeden Fall ein finanzielles Standbein aufbauen, das nichts mit dem Schreiben zu tun hat.


Wir danken wirklich sehr für dieses Wahnsinnsinterview - es war uns eine Ehre dass ihr uns alle Fragen so ausführlich und informativ beantwortet habt. Mit Sicherheit gibt es noch so viel was die Leser wissen wollen, aber das dürft ihr dann selbst befragen :)


Vielen lieben Dank dass ihr uns mit euren Geschichten entführt <3

Messebericht Frankfurter Buchmesse 2016

Auch dieses Jahr war ich live auf der Buchmesse und habe viele tolle Menschen kennengelernt, verschiedene neue Verlage entdeckt, alte Verlage wieder besucht und viele weitere bunte Impressionen gewonnen.

Hier kommt ein kleiner Einblick von den Megaaaa-Eindrücken die ich erlebt habe und Einblicke in die Welt zwischen Autoren und Verlage :)

Tag 1:
Müde und erschöpft aber voller Aufregung und freudiger Erwartung bin ich nach einer entspannten Zugfahrt in Frankfurt an der Galluswarte angekommen und habe im A & O Motel eingecheckt (einen Bericht zum Hotel gibt es hier :) )


Dort habe ich nach einjähriger Pause meine Kollegin Tanja von (T & J's kleiner Bücherwelt) endlich wieder gesehen und wir haben erstmal die Lage gecheckt und uns dann auf den Weg zur Messe gemacht, wo ich wider Erwartens endlich meine Herzensautorin und ich würde sogar sagen mittlerweile Freundin auf Entfernung I. Reen Bow getroffen habe.
Sie ist so eine herzliche und liebe Person <3 ein Herzensmensch für mich. Ein Interview zu ihrer Person findet ihr auch bald auf dem Blog. Ebenso könnt ihr meine Vorlesungen von Ihrer Phönixakademie hier finden.

Nachdem Tii und ich ein wenig rumgestreunert sind und die Lage "gecheckt" haben, sind wir in das Hotel zurück.
Völlig müde und dennoch aufgedreht haben wir und dann in der Lobby niedergelassen und haben dort - zu unserer Überraschung - einige der wunderbaren Autorinnen getroffen, mit deren Bücher wir uns täglich umgeben. Es ist schon ein tolles Gefühl inmitten der Menschen zu sitzen, deren Bücher man zu Hause stehen und gelesen hat. Es macht einen irgendwie zu etwas besonderem - ich fühle mich sehr geehrt, dass ich das erleben durfte. Es hat mir wieder mal gezeigt, dass die Autoren absolut liebenswürdige Menschen sind, die mit ihren Lesern wirklich toll umgehen. Ich meine, wir dürfen eines nicht vergessen (so rein theoretisch gesehen), Autoren haben ihren Beruf (das Schreiben) und dennoch haben sie nicht wie wir punkt 18 Uhr Feierabend.
Nein, sie setzen sich nach einem anstrengenden Tag auf der Messe, nach stundenlangem "Mundfusseliggerede" auch noch mit ihren Lesern zusammen und beantworten kritische Fragen ^^

Ich schätze euch seit diesem Aufenthalt noch mehr (nur mal so am Rande erwähnt) <3

Totmüde sind wir dann ins Bett gefallen und haben bis zum nächsten Morgen durchgepennt :)

Tag 2

Fit, fidel und mit neuen Mutes sind wir erstmal frühstücken. Leider waren wir bitter enttäuscht, denn das Frühstück (die wichtigste Mahlzeit bekanntlich am Tag) war leider weniger spektakulär, aber auch hierzu verweise ich auf meinen Bericht vom Hotel.

Nachdem wir nun aber gestärkt waren sind wir dann in freudiger Erwartung wieder auf die Messe und haben uns erstmal an dem Stand des "Autorensofas" niedergelassen (ich glaube das war auch unser Hauptsitz auf der Messe ^^). Dort haben wir all die wundervollen Autoren getroffen, deren Geschichten uns in ihren Bann ziehen. Dort habe ich (für mich neue) Autoren kennengelernt, Bücher entdeckt, die ich mir dann Weihnachten hab schenken lassen und unglaublich tolle Gespräche geführt. Besonders beeindruckt war ich von Ella Green, Julia Drosten (und ihrem Mann Horst) und Pea Jung. Nicht dass die anderen Autoren weniger beeindruckend waren, aber ich habe mich mit diesen drei Damen am Meisten beschäftigt, wenn ich ehrlich bin. Über Pea Jung habe ich ein Unboxing-Video gemacht in dem ich meine Meinung zu ihr preis gebe, vielleicht interessiert es euch ja :)

Naja, wir haben dann auch noch den Stand von Herzblut-Welten unsicher gemacht, und dort einen weiteren meiner Lieblingsmenschen Lily Konrad getroffen. Lily und ich kennen uns nun auch schon einige Zeit und ich habe ihr schon so viel persönliches anvertraut, dass ich sagen kann, auch sie ist eine Freundin geworden.
Auch haben wir andere tolle Autoren kennengelernt mit denen man sonst nur schreibt.
Auch meine liebe Bloggerkollegin Bella war mit am Start... was soll ich sagen sie ist auch ein super Herzensmensch <3
Und wie viele andere Blogger sind wir dann von Stand zu Stand geschlendert, haben viele tolle neue Autoren kennengelernt, den ein und anderen Verlag und auch bekannte Autoren wieder getroffen.
Was soll ich sagen, die Messe ist einfach der Wahnsinn und alle Eindrücke im Nachhinein einzufangen ist fast unmöglich ^^.
Abends haben wir uns dann auf die Suche begeben nach etwas essbaren und sind dann in einer kleiner Pizzeria/Döner/Chinesischbude hängen geblieben und haben dort gegessen. Super Pizza zu tollen Preisen :)
Und wie auch am Abend zuvor, sind wir hier totmüde dann ins Bett gefallen.


Tag 3:


Dieser Tag war so gesehen weniger spektakulär, da wir unserer Aufgabe als Blogger nachgekommen sind. Wir sind zu einem Treffen zum nächsten um Verlage und Autoren kennen zu lernen. Einige Kontakte wurden geknüpft und neue Bücher kennen gelernt.


Besonders toll fand ich das Treffen mit Isabelle vom Papierverzierer-Verlag die ich endlich persönlich kennen lernen durfte :) Sie ist mit Rat und Tat immer zur Stelle. Auch nachdem ich mich mit meinem Blog jetzt flügge gemacht habe, war sie sofort wieder für mich da und stand mir zur Seite :* Danke dafür.


An dem Tag haben wir auch viele Goodies zum Verlosen für die Leser gesammelt und auch abends dann viel sortiert.


Danach sind wir mit einigen Autoren vom Autorensofa und ein paar Bloggern noch fein zum Essen und dann zurück ins Hotel :)


Also ein toller Abspann zu einem Informationstag.


Tag 4 - Messesamstag:


Ja, was soll ich sagen, dieser Tag ist der erste Tag der für die Besucher geöffnet ist. Und ebenso wie viele Besucher vor Ort sind, sind auch immer viele Cosplayer da. Ich persönlich liebe diesen Tag, da ich viele tolle Kostüme sehen kann und bestaunen *-* Cosplayer sind megaaaa. Also wer unbedingt was zum schauen haben will, sollte Samstag auf die Messe gehen.
Aber bitte: Bevor ihr Bilder macht, fragt die Betroffenen, denn nur weil sie in Verkleidung da sind, heißt das nicht, dass sie immer und überall geknipst werden wollen :)


Wir haben uns dann auch eine kleine Auszeit im Lesezelt genommen und haben dort eine Krimilesung angehört. Das war super, denn so sind wieder einige neue Bücher danach (spätestens zu Weihnachten) auf meinen SuB gewandert ^^

Auch an diesem Tag haben wir viel erlebt und gesehen - viele Autoren reisen extra für die normalen Besuchertage an und daher kann man dort den ein oder anderen Treffen, den man schon immer kennen lernen wollte. Auch an vielen Ständen kann man Kostümierte antreffen. Dieses Jahr waren viele Star Wars Chars anzutreffen :)


Abends haben wir dann unsere Sachen gepackt und uns dann noch auf einen Abschlussumtrunk in die Lobby.


Sonntag: Abreise


Super gepackt und startbereit haben wir uns auf den Weg zum Zug und nach Hause auf gemacht.


Ich habe den Bericht leider viel zu spät verfasst. Ich merke, dass ich viel mehr Infos an euch weitergeben wollte als ich jetzt noch zusammenfinde ^^
Der nächste Bericht wird dann definitiv ausführlicher und taggenau erfolgen.


Ich hoffe dennoch, ihr konntet einen kleinen Einblick in die Tage eines Bloggers während der Messe gewinnen.
Bilder könnt ihr dann auf der Facebookseite einsehen, falls es euch Interessiert :)
Eure Kitty

Montag, 6. Februar 2017

Buchvorstellung

Medusas Fluch

von

Emily Thomsen




Mit diesem Wahnsinnscover startet Emily eine neue Fantasyreihe: Medusas Fluch


Inhalt:


Medusa wird von ihrer Mutter Gaia verflucht: Jeder Mann, den sie liebt, erstarrt zu Stein. Sie muss mit ansehen, wie ihre große Liebe stirbt, und zerbricht beinahe daran. Das will die junge Gorgone nie wieder ertragen müssen. Sie entscheidet sich für ein abgeschiedenes Leben in der Menschenwelt. Nach Jahrhunderten der Einsamkeit begegnet ihr der geheimnisvolle Jendrik, dem sie sich nicht entziehen kann und Medusas Fluch erwacht von Neuem.


Weitere Infos erhaltet ihr hier


Und wer mehr über Emily Thomsen erfahren möchte, kann das hier in unserem Interview :)


Das Buch liegt aktuell auf meinem SuB und demnächst könnt ihr auch eine Rezi dazu erwarten :)
Autoreninterview mit Emily Thomsen

Da Emily als eine der teilnehmenden Autorinnen für die Fantasywoche viel für uns Blogger macht, und ihr Buch eben veröffentlicht wurde, dachte ich mir, ich stelle im Rahmen unser Wocheninterviews ein paar Fragen.


AAAlsooooo, liebe Emily 

verrätst Du uns Dein Alter und/oder Deinen Geburtstag?


Vielen Dank, liebe Jasmin! Ich freue mich riesig über das Interview. Mein Geburtstag ist am 29. März und ich bin 38 Jahre alt. :-)

Ist Dein Autorenname Dein echter Name oder Dein Künstlername? Wenn Künstlername, wieso gerade dieser Name?

Das ist mein Künstlername, wobei es bei mir für das Pseudonym einen wichtigen Grund gibt.


Warum gerade dieser Name? Hmm, mir gefällt Emily wahnsinnig gut, fast schon besser wie mein realer Name. Meine Mama hat mir beim aussuchen geholfen, deshalb ist es dann am Ende Emily Thomsen geworden. 

Wo kommst Du her? 

Aus dem schönen Schwarzwald bei Calw.

Hast du Familie? Mann? Kinder? Haustiere? 

Ich habe alles. :-) Meine drei Kinder, mein Mann, Hund, Kater, Hasen und Degus. Bei uns Zuhause ist es nie langweilig.

Was für Hobbys hast Du neben dem Schreiben?

Ich lese sehr viel, wenn ich Zeit dafür habe. Zeichnen, Gitarre spielen und ich reite gern.

Bestimmt hast auch Du Lieblingsautoren/Bücher. Welche wären das?

Mein absolutes Lieblingsbuch ist Salz auf unserer Haut von Benoite Groult. Einen wirklichen Lieblingsautor habe ich nicht. Dafür gibt es viel zu viele tolle Autoren.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen? 
Durch meinen Opa, der mich schon als kleines Kind immer auf seine Reisen durch ganz Deutschland mitgenommen hat und zu jedem Ort den wir erkundet haben die Geschichte wusste. Das hat mich unglaublich fasziniert.

Woher holst Du Deine Ideen?

Von überall her. Das kann ein Lied sein das ich im Radio höre, ein Zeitungsartikel oder eine Situation die ich erlebe.

Wie geht Deine Familie, Freunde etc mit dem Schreiben um? Unterstützung?

Meine Familie unterstützt mich von Anfang an sehr. Meine beiden großen Töchter habe ich bereits mit dem Schreibfieber infiziert. Die beiden sind meine besten Brainsorminghilfen. :-)

Was hast Du schon alles geschrieben?
Ich habe mich glaube ich schon in jedem Genre ausprobiert. Angefangen habe ich mit Mittelalterromanen, doch ich bin sehr schnell bei Fantasy und Science Fiction gelandet und dabei geblieben. 

Welches Deiner Werke ist Dein Liebling? 

Da gibt es keinen. Ich liebe jedes meiner Bücher und hänge sehr an den Figuren. Sie sind unterschiedlich, aber alle gleich wichtig für mich.

Sind Neuerscheinungen geplant?
Ja, im April/Mai den ersten Teil meiner neuen High-Fantasy Trilogie Flerya im Drachenmondverlag und natürlich Teil 2 von Medusas Fluch, das Götterfunke heißen wird.

Beschreibe in 3 Sätzen, was Bücher und Schreiben für Dich bedeuten.
Atmen, Freiheit und Lebensfreude. Das waren jetzt nur drei Wörter. :-)

Hörst du gerne Musik beim Schreiben – wenn ja was am liebsten?


Jaaaaa! Ich brauche immer Musik zum Schreiben. Was ich höre kommt ganz darauf an an was ich schreibe. Bei Medusas Fluch habe ich die Hitliste rauf und runter gehört, jetzt bei Flerya höre ich vor allem Irische Musik aus dem Mittelater, um mich einzustimmen.

Nascht Du beim Schreiben?


Ja, Obst oder ganz viel Schokolade. Das gehört immer dazu.

Was ist Deine persönliche „größte Sünde“? 
Schokolade :-)

Wenn Du ein Tier sein würdest – welches wärst du gerne?
Ein Falke, die Welt von oben betrachten und wo es mir nicht gefällt einfach weiterfliegen.

Wenn du ein Charakter aus einem Buch sein könntest (nicht zwingend deines) welcher wärst du gerne? 
Gwen aus der Edelstein-Trilogie, weil Zeitreisen einfach genial wäre.

Was ist das verrückteste was dir als Autor je passiert ist? 
Der Aufstieg auf den Katzenbuckel mit Christin Burger, als wir das Eröffnungsvideo zur Fantasywoche gedreht haben. Ich bin bis zur Hüfte in den Tiefschnee eingesunken, als wir den Berg hochgewandert sind. Seltsamerweise hatte ich ein Händchen für genau die Stellen an denen die Schneedecke uns nicht gehalten hat und bin bei jedem zweiten Schritt eingesunken. Wir hatten viel Spaß.

Manche Menschen wissen ja ganz genau, was sie sich mit ihrem ersten eigenen Geld gekauft haben. Wisst ihr noch was ihr euch von eurem ersten „Buchgeld“ gekauft habt?
Einen neuen Laptop.

Allgemeines? Was möchtest Du sonst noch gerne von Dir erzählen?

Vielleicht noch das ihr mich in diesem Jahr wieder auf beiden Buchmessen sehen könnt. In Leiptzig am eigenen Stand in Halle 5 und natürlich beim Drachenmondverlag und auf der FBM nur beim Drachenmondverlag. Ich freue mich darauf ganz viele von euch kennenzulernen und mit euch zu plaudern, also wenn ihr mich seht, sprecht mich gerne an. 

Ich danke dir für dieses tolle Interview, Jasmin! 

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Liebe Emily, vielen Dank für Deine ehrlichen und offenen Antworten. Wir wünschen Dir weiterhin viel Freude beim Schreiben und mega viel Erfolg in der Zukunft.


Infos zu ihrem aktuellen Buch "Medusas Fluch" könnt ihr hier finden :)




Den Stand auf der LBM hab ich mir natürlich notiert und auch auf der Drachenmondfeier sind wir mit dem Blog (und natürlich auch live dabei) Von dem Treffen wird es auch ein Video und einen Bericht geben :) Wir freuen uns dabei zu sein <3