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Donnerstag, 12. April 2018

AutorView Dane Rahlmeyer

Heute komme ich endlich dazu euch Dane vorzustellen. Ich habe sein Buch "Der Schatz der gläsernen Wächter" schon vor einiger Zeit gelesen, aber habe es irgendwie jetzt erst geschafft euch das Buch vorzustellen. Also dann mal "Hallo Dane"



Lieber Dane, vielen lieben Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst und mir ein paar Fragen beantwortet 

*Willst Du mir verraten wie alt Du bist und was für ein Sternzeichen Du hast?

Ich bin 37 Jahre alt und vom Sternzeichen Krebs. bzw. Affe, nach dem Chinesischen Horoskop. Ich bin nicht ganz sicher, welches von beiden mir lieber ist.

*In dem Zusammenhang, gleich gefragt: Bist Du abergläubisch? Also liest Du Dein Horoskop und lässt Dich davon beeinflussen?

In Momenten, in denen ich tatsächlich seelisch geschwächt bin, lese ich auch mal mein Horoskop. Allerdings richte ich mein Leben nicht danach aus. Die Vorstellung, fremdbestimmt zu sein, finde ich nicht gerade sexy.

*Was ja eine bekannte aber dennoch beliebte Frage ist: Ist Dein Autorenname Dein echter oder Künstlername? Wenn Künstlername, wieso gerade dieser?

Mein Nachname ist „echt“, mein Vorname als Autor ein Spitzname, der allerdings vor Ewigkeiten in Fleisch und Blut übergegangen ist, schon lange, bevor ich mein erstes Buch veröffentlicht habe. (Die Geschichte hinter dem Spitznamen ist lang und langweilig, deswegen verschone ich Dich damit lieber!)

*Manche Autoren/innen haben ja mehrere Pseudonyme. Wie sieht das bei Dir aus?

Ich habe drei Fantasyromane unter Pseudonym veröffentlicht – unter welchem, verrate ich jedoch nicht, ätschi-bätsch. Die betreffenden Bücher habe ich mit achtzehn Jahren geschrieben. Ich halte sie immer noch für solide genug, um veröffentlicht zu werden, allerdings ist die Schreibe derart anders als meine aktuelle Art, Geschichten zu erzählen, dass ich mich entschieden habe, sie unter einem anderen Namen zu veröffentlichen.

*Wo kommst Du denn her? Also wo lebst Du? Und lebst Du da schon immer oder bist Du zwischenzeitlich mal umgezogen?

Ich bin im Laufe meines Lebens öfter umgezogen, als mir lieb ist. Erst vor kurzem sind meine Freundin und ich in einen beschaulichen kleinen Ort in der Nähe von Hannover gezogen – in unser absolutes Traumhaus. Ich hoffe, dass es auf lange Sicht erstmal der letzte Umzug war.
Ursprünglich stamme ich aus Salzgitter, was in der Nähe von Braunschweig liegt. Dort bin ich in einem Dorf namens Salder aufgewachsen. Dort gibt es Wälder, Teiche, Pferdeweiden ein Schlossmuseum – ich kann mir keinen schöneren Ort vorstellen, um dort groß zu werden.

*Wenn schon mal umgezogen, wo hat es Dir am besten gefallen?

Mein jetziger Wohnsitz ist mir der liebste. Es gibt auch hier viel Grün um uns herum, den Bahnhof direkt vor der Nase, Einkaufsmöglichkeiten, freundliche Leute – und und und. Wie gesagt: Ich hoffe, dass wir hier noch eine ganze lange Zeit bleiben werden.

*Hast Du Familie? Mann? Kinder? Haustiere?

Ich lebe mit meiner Freundin zusammen. Unsere Mitbewohnerin ist Sakura (Belgischer Schäferhund-Mischling.) Und wer weiß - wenn alles klappt, wie wir uns das vorstellen, sind wir bald zu viert.

*Was für Hobbys hast Du neben dem Schreiben?

Ich sehe gerne Filme, treffe mich mit meinen Freunden, koche und bin viel in der freien Natur unterwegs. Darüber hinaus habe ich vor kurzem „Gunpla“ für mich entdeckt. Das sind japanische Modellbausätze von Robotern aus den diversen Gundam-Animes (geht es noch nerdiger?).
Ich habe festgestellt, dass das Basteln ein hervorragender Ausgleich zur Kopfarbeit beim Schreiben ist. Und als positiven Nebeneffekt habe meine Regale voll mit coolen Robotern!

Bestimmt hast auch Du Lieblingsautoren/Bücher. Welche wären das?

Ich lese sehr gerne die Bücher von Philip Reeve, besonders sein Mortal-Engines-Quartett. Dann sind da noch Iain Banks, der abgefahrene Space Operas schreibt, China Miévilles Bas-Lag-Romane, die jedes Mal ein Feuerwerk der Phantasie abfeuern – und natürlich „Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert, das Buch, das meine unsterbliche Liebe für die Space Opera entfacht hat. Auch Genes Wolfes „Das Buch der Neuen Sonne“ hat mich tief beeindruckt.

*Wie geht Deine Familie, Freunde etc. mit dem Schreiben um? Bekommt Du Unterstützung?

Oh ja! Glücklicherweise war meine Mutter mein erster Fan und hat meine Neigungen gefördert (ich habe mit 14 angefangen, zu schreiben). Sie ist auch heute noch meine erste Testleserin, zusammen mit meiner Freundin. Ich frage mich oft, wie meine Laufbahn sich wohl entwickelt hätte, ohne ihren Enthusiasmus.

Wie recherchierst Du am Liebsten für Deine Bücher?

*Meine Regale sind pickepackevoll mit Recherchenmaterial aller Art: Sachbücher, Biographien, Bildbände, Romane aus ähnlichen Genres, etc. Ich stelle mir auch gerne bei jedem neuen Projekt ein sogenanntes „Moodboard“ zusammen: Das sind Sammlungen von Bildern, die am ehesten die Stimmung einfangen, die ich mit der Geschichte wiedergeben will. Auch wenn manche Projekte zwangsweise längere Zeit in der Schublade liegen müssen, hilft das Moodboard, sofort wieder in das Projekt und die Atmosphäre, die es haben soll, hineinzufinden.

*Wenn Du mehrere Bücher geschrieben hast, welches Deiner Werke magst Du am Liebsten?

Das ist wie die Frage nach dem Lieblingskind. Ich liebe sie alle, aber mein Roman „Der Schatz der gläsernen Wächter“ hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Es war zwar nicht mein erstes veröffentlichtes Buch – aber dasjenige, mit dem meine Laufbahn als Romanautor so richtig in Gang gekommen ist.

*Sind Neuerscheinungen geplant? Wenn ja, magst Du uns verraten wann und was?

Dieses Jahr werden wenigstens zwei Bücher von mir erscheinen: Zum einen „Das Zepter des Dritten Mondes“, welches die zweite Fortsetzung vom „Schatz der gläsernen Wächter“ ist – und außerdem ein Sammelband mit Science-Fiction-Kurzgeschichten namens „Reisen im Sternenlicht“. Aber mit den genauen Erascheinungsdaten halte ich mich noch bedeckt, denn erfahrungsgemäß kommt es immer anders, als man denkt.

*Beschreibt mir mal in 3 Sätzen, was Bücher und Schreiben für Dich bedeuten.

Bücher sind mein Weg in die Köpfe anderer Menschen und Wesen, andere Zeiten und Welten.
Schreiben ist mein Ventil für meine überbordende Phantasie.
Und es ist mein Broterwerb, mein Hobby und das, was ich bis zum Ende meines Lebens machen will.

*Hört Du gerne Musik beim Schreiben – wenn ja was am liebsten?

Am liebsten Soundtracks von Filmen und Videospielen. Am besten schön dramatisch, dynamisch und stimmungsvoll. Ich kann bei kompletter Stille aus irgendeinem Grund nur schwer in den richtigen Schreibfluss hineinfinden.

*Nascht Du beim Schreiben? Wenn ja, lieber süß oder salzig?

Weder das eine noch das andere, fürchte ich. Stattdessen sehe zu, dass ich viel trinke: meist Wasser oder Tee, niemals Härteres.

*Gibt es was, was Du gar nicht gerne isst?

Als eingefleischter Vegetarier kommt nur Obst, Gemüse und Getreide auf meinen Speiseplan. Um alles andere mache ich einen großen Bogen.

*Was ist Deine persönliche „größte Sünde“? Also sowas wie „Schokotorte“ oder so 

Definitiv Schokotorte – bei Geburtstagen genehmige ich mir gern auch drei Stück davon.

*Was ist Dein liebstes Reiseziel?

Aber allermeisten haben mich die Inseln von Thailand beeindruckt: weißer Sandstand, säuselnde Palmen im Wind, ein ewiger Horizont. Das sprichwörtliche Paradies auf Erden. Hier konnte ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder die Seele baumeln lassen.

*Wenn Du ein Tier könntest – welches wärst Du gerne?

Mein Hund. Ich meine, was für ein Leben: Den halben Tag pennen, die andere Hälfte im Grünen, dazu teures Futter (sie ist auf zu vieles allergisch) – und dann noch die ständigen Streicheleinheiten!

*Wenn Du ein Charakter aus einem Buch sein könntet (nicht zwingend eures) welcher wärst Du gerne?

Uh, gute Frage. Charaktere in Geschichten stehen leider allzu oft auf dem seelischen Prüfstand und werden bis zum Zerbrechen gefordert. Das ist mir zu stressig. Wenn es einen Charakter mit einem entspannten Leben gibt, umgeben von Freunden und Frieden, dann wäre ich gerne dieser.

*Bist Du Vollzeit-Autoren oder gehst Du noch einem anderen Beruf nach?

Ich habe das Glück, vom Schreiben leben zu können, daher habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

*Was hast Du denn ursprünglich mal gelernt?

Peinlicherweise nichts. Ich habe kurz nach der Schule mein erstes Geld mit dem Schreiben verdient und mich ganz darauf konzentriert. Das bedeutete ein paar artfremde Jobs, um die Brötchen auf den Tisch zu bekommen. Aber eine Berufsausbildung hatte ich nie.
Rückblickend sehe ich allerdings jede Stunde, die ich im stillen Kämmerlein schreibend verbracht habe, als meine Ausbildung – eine, von der ich nun, wo ich vom Schreiben lebe, zehren kann.
Seltsamerweise hat dieser ... sagen wir: etwas ungerade berufliche Werdegang allen in meiner Umwelt mehr Kopfzerbrechen bereitet, als mir selbst. Aber ich wusste eben schon früh, dass ich Autor werden will. Alles andere kam mir nur wie eine Ablenkung vor.

*Und letzte Frage im Berufsleben ^^
Würdet Du in Deinen erlernten Beruf zurückkehren, wenn das mit dem Schreiben keinen Spaß mehr macht, oder würdet Du was völlig Neues ausprobieren?

Siehe oben. Ich fürchte, mangels eines vorherigen Berufes müsste ich tatsächlich etwas komplett Neues ausprobieren. Wäre vielleicht ganz spannend.

*Was ist der dümmste Anmachspruch, den Du je gehört hast? Und, hat er funktioniert? ^^

Dem bin ich tatsächlich bisher entgangen. Oder (wahrscheinlicher) ich habe gar nicht mitbekommen, dass ich angemacht wurde!

*Schaut Du gerne TV (oder Streaming) und wenn ja was? Gibt es eine Lieblingsserie?

Bei Lieblingsserien stehen bei mir Rome, Deadwood, Game of Thrones, Black Adder, Black Mirror und The Expanse ganz oben. Garantiert habe ich jetzt wieder ein Dutzend vergessen, die ich genauso oder noch mehr mag.

*Wenn Du ein Date mit einem Prominenten gewinnen würdet, mit welchem würdet Du definitiv eins haben wollen?

Ich glaube, ich hätte Sir Peter Ustinov gerne getroffen. Der war witzig, geistreich und sehr, sehr menschlich. Aber die Chance ist vergangen, fürchte ich. Mit Christopher Lee hätte ich mich auch gerne unterhalten, besonders über seine Zeit als Spion im Zweiten Weltkrieg. Aber auch hier bin ich wohl etwas zu spät dran ...

*Was ist das verrückteste was Dir als Autor je passiert ist?

Das ich überhaupt eine funktionierende Karriere habe – und eine immer größere werdende Schar von Lesern mein Eigen nennen kann.
In all den Jahren, in denen ich versucht habe, als Autor Fuß zu fassen, kam mir diese Vorstellung immer sehr unwahrscheinlich vor.
Gut zu wissen, dass ich mich (wie so oft) geirrt habe!

*Manche Menschen wissen ja ganz genau, was sie sich mit ihrem ersten eigenen Geld gekauft haben. Weißt Du noch was Du Dir von Deinen ersten Tantiemen gekauft hast?

Tatsächlich weiß ich das gar nicht mehr – ich glaube, es war etwas Unspektakuläres wie Miete oder Essen. Aber die Vorstellung, das alles mit Geld zu bezahlen, das ich durch meine Geschichten verdient habe, ist schon phantastisch. (Und wird es immer sein.)

*Würdest Du je beim „Dschungelcamp“ mitmachen? Und wenn ja, wen hättet Du gerne mit ihm Team?

Nein und keine Ahnung. Ehrlich gesagt, ich vermeide Reality Shows wo ich nur kann. Zumal ich während meiner Zeit als Fernsehautor (viel geschrieben, aber nichts davon gedreht – sehr frustrierend) einen kleinen, abschreckenden Blick hinter die Kulissen des deutschen Privatfernsehens werfen durfte.

*Was war das schlimmste Faschings-/Halloweenkostüm das Du je anhattest?

Mein Allererstes. Aus irgendeinem Grund hielt meine Mutter es für eine gute Idee, dass ich im Kindergarten als Tarzan-Verschnitt gehe (oder kam der Vorschlag von mir? Keine Ahnung). Im nächsten Jahr konnte ich mich schon eher mit dem Kostüm anfreunden: Da ging ich dann als Astronaut.

*Socken oder Barfuß? Pyjama oder Nachtkleid? Wie schläft Du lieber?

Pyjama im Winter, deutlich weniger Stoff im Sommer. Hauptsache, der Schlaf ist reichlich und tief!

*Bist Du ein Morgenmuffel oder sofort fit nach dem Aufwachen?

Ich habe oft das Gefühl, gar nicht aus dem Quark zu kommen, aber meine Freundin macht sich immer drüber lustig, dass ich sofort aus dem Bett springe, wenn der Wecker klingelt. So gehen die Wahrnehmungen auseinander. Am Wochenende schlafe ich allerdings gerne aus.

*Kannst Du Dich noch an Deinen ersten Kuss erinnern?

Oh ja. Sehr lebhaft sogar.

*Weinst Du auch mal wenn Du einen traurigen Film siehst? Oder bist Du eher das „kalte Herzchen“?

Ich bin da eher nahe am Wasser gebaut.

*Gibt es irgendwas, worüber Du (zum heutigen Stand) NIE schreiben würdest?

Ja. Alles, was Intoleranz und Fremdenhass fördert, Ignoranz, Gier und Gewalt.

*Warst Du schon mal so betrunken, dass Du am nächsten Morgen „Gedächtnislücken“ hattest?

Nein. Tatsächlich war ich noch nie in meinem Leben betrunken, da ich wenig bis gar keinen Alkohol trinke. Über ein, zwei kalte Biere an einem heißen Sommertag oder ein Glas Rotwein am Abend komme ich selten hinaus.

*Was ist in Deiner Handtasche, Hosentasche, Turnbeutel oder was auch immer Dich täglich begleitet?

Das wäre meine Hosentasche, glaube ich. Darin befinden sich meist mein Handy, Führerschein, Bankkarte, etwas Kleingeld – und jede Menge Fussel.

Allgemeines? Was möchtest Du sonst noch gerne von Dir erzählen?

Kinder, esst mehr Gemüse!
Darüber hinaus fällt mir nichts ein. Doch! Wenn euch dieses Interview halbwegs neugierig auf den schrägen Typen namens Dane Rahlmeyer gemacht hat, schaut euch doch mal meine Bücher an. Vielleicht ist ja was für euch dabei!

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Wow, Dane, danke für deine so offenen Antworten. Ich finde man hat jetzt noch eher Lust Deine Bücher zu lesen. Ich finde nämlich, es macht immer mehr Spaß, die Bücher von jemandem zu lesen, der einem sympathisch ist. Vielen Dank dass Du Dir die Zeit genommen hast für die Antworten.

Fellball in die Runde schmeiß :* Schnurrigst Kitty