Mittwoch, 18. April 2018

Rezi zu "Schneezauber – Küss den Schneemann" von Hannah Siebern

Katies Chef Leonard Frost macht seinem Namen alle Ehre. Er ist kalt wie Eis, hart wie Stahl und lässt jede Fröhlichkeit um sich herum erstarren. Als seine persönliche Assistentin ist Katie seinen Launen gnadenlos ausgeliefert und hat kaum Zeit für ihre kleine Tochter.
Nach einer Auseinandersetzung muss Katie um ihren Job bangen, doch kurz darauf taucht ein Mann in ihrem Garten auf, der behauptet, ihr Boss zu sein. Allerdings besteht er nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Schnee!
Angeblich wurde er verwandelt, weil in seinem Herzen keine Wärme ist und Katie soll ihm dabei helfen, das zu ändern.
Doch wie erwärmt man das Herz eines Schneemanns, ohne ihn damit zum .Schmelzen zu bringen? Ein modernes Wintermärchen.


Taschenbuch: 202 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1976373565
ISBN-13: 978-1976373565

Das Cover:
Ich liebe das Cover - die Schneekugel und das abgebildete Pärchen, in einem winterlichen blau weiß gehalten - passend und treffend zu diesem Roman.

Meine Meinung:
Vorweg muss ich sagen, diese kurze winterliche Geschichte hat wirklich alles, was gerade zum Winter gut passt – es gibt dem Leser einen Denkanstoß, auf was es im Leben wirklich ankommt und was wirklich zählt.
Die Geschichte dreht sich um die 24 Jährige Katie. Katie hat eine Tochter namens Phoebe und ist alleinerziehend. Katie arbeitet für Leonard Frost – der seinem Namen alle Ehre macht. Er lebt und atmet für seinen Job und verlangt dies auch seinen Mitarbeitern ab. Er hasst Kinder und duldet keinerlei Ausfälle – deshalb hat Katie dadurch wenig Zeit für Ihre Tochter und versucht immer alles zu stemmen.
So kam es, dass Katie wie schon so oft, wegen aufgebrummter Überstunden, wieder einen Termin in der Schule verpasst – Phoebes Eisskulpturen Wettbewerb. Phoebe ist daraufhin sehr enttäuscht. Daher beschließt Katie, hier Handy für ein Wochenende auszustellen und nur für Ihre Tochter da zu sein – mit fatalen Folgen – für Mr. Frost 😊
Mr Frost hatte ihr eine SMS geschrieben, Sie soll wieder am Samstag arbeiten – fängt er an über Sie nachzudenken. Also er in Gedanken versunken auf ein bettelndes Mädchen trifft und das Mädchen
ihn mit vielen Punkten konfrontiert, die Sie einfach nicht wissen kann, ist er schlichtweg perplex – und gibt ihr dennoch einen Dollar – auch wenn er Bettler und Kinder nicht ausstehen kann.
Am nächsten Tag erscheint Katie nicht zur Arbeit und Sie ist nicht „greifbar“ – daher sucht Mr. Frost nach ihr und findet sie in Phoebe´s Schule. Selbst als er mit der Kündigung ausspricht – bleibt Katie standhaft. Wütend fährt Mr Frost zurück ins Büro, wird in einen Unfall verwickelt und fällt ins Koma.
Am Nachmittag erwacht Mr. Frost in Form von Phoebe´s Eisskluptur – Katie ist geschockt und versteht die Welt nicht mehr, ist aber dennoch gewillt – Mr Frost zu helfen und ihm es zu ermöglichen, wieder in seinem menschlichen Körper zu gelangen. Nur wie? Gott sei dank hat Phoebe die „zündende“ Idee – Mr Frost muss lernen wieder Wärme in sein Herz zu lassen und Gefühle zuzulassen und versucht mit allen Mitteln sein Karma zu verbessern.
Katie hat mir persönlich sehr gut gefallen – Sie „beisst“ sich durch und lässt sich von Mr Frost nicht einschüchtern und erkennt auch ihre Chance, als er auf Sie angewiesen ist, bleibt sich aber immer treu und bietet ihm immer wieder die Stirn. Ich finde Sie sehr sympathisch und konnte mich sehr gut in Sie hineinversetzen.
Leonard Frost – ein zunächst kalter und emotionsloser Mann, den ich am liebsten weiterhin als Eisskulptur gesehen hätte – konnte dennoch überzeugen und am Schluss löst sich vieles auf, so dass ich mir wirklich eine Träne verdrücken musste.

Fazit:
Diese kurze winterliche Geschichte, hat wieder wunderbar gezeigt, auf was es an kommt im Leben. Das Buch bekommt eine klare Weiterempfehlung, es ist eine wundervolle herzergreifende Geschichte. Daher gibt es von mir 5 von 5 „frostigen“ Pfötchen

Eure Lynn