Donnerstag, 19. April 2018

Rezi zu "Akte Blutrot" von Sara Metz



Akte Blutrot von Sara Metz



Klappentext:

Flora McMillan ist das schönste Mädchen auf dem College, aber leider auch gebrochen. Jede Nacht wird sie vom gefürchteten Serienkiller Charlie Foster entführt und gefoltert, kann sich am nächsten Tag jedoch an nichts mehr erinnern. Tagsüber versucht Flora, der Sache auf den Grund zu gehen, ohne zu wissen, dass sie selbst im Mittelpunkt der Ereignisse steht. Dabei bekommt sie Hilfe von ihrem Retter, der ihr aber nichts von dem erzählt, was in Wirklichkeit geschieht, und muss sich voll und ganz auf ihre Instinkte verlassen. Etwas stimmt nicht und es gibt nur einen einzigen Menschen, der ihr alle Fragen beantworten kann: Charlie Foster höchstpersönlich …

Meine Meinung:

Cover:
Das Cover ist schön, aber irgendwie muss ich ständig an ein Märchen denken, anstatt an einen Thriller, der das Buch definitiv ist. Es beinhaltet aber viele aussagende Elemente, die im Buch vorkommen. Von dem her ist es doch treffend gewählt, wenn man das Buch gelesen hat ;-)

Inhalt:

Als am Anfang war ich echt genervt von dem Buch und wollte es tatsächlich abbrechen. Zum Glück habe ich es nicht getan, denn zum Schluss hin ist es echt richtig gut geworden.

Laut Klappentext geht es in dem Buch um Flora McMillan. Jedoch wäre es zu einfach nur über Flora zu berichten. Es geht auch um den Helden der Geschichte. Dieser bekommt eines Abends einen Anruf, in dem im mitgeteilt wird, dass sein heimlicher Schwarm entführt wurde und nur er, der Held, ihn retten könnte. Also macht dieser sich auf, um "seine" schöne Flora zu retten. Als er bei Charlie Foster ankommt, ist Flora an einen Stuhl gefesselt und ist total verängstigt. Bevor sie aber gerettet werden kann, muss sich unser Held erst einmal Charlie stellen, der einen Mann-zu-Mann-Kampf erwartet. Erst dann darf er Flora mitnehmen. Da ihm ihr Wohl sehr am Herzen liegt, verabreicht er ihr ein Serum, mit dem sie das Geschehene vergessen kann. Jedoch vergisst sie so auch ihren Retter und kann sich an seine heldenhafte Tat nicht mehr erinnern.

Dummer Weise ist es aber leider nicht bei der einen Entführung geblieben und Flora wird künftig jede Nacht entführt und muss dem Killer dabei zusehen, wie er unschuldige Menschen tötet. Und jede Nacht wird sie vom Held der Geschichte gerettet und bekommt morgens ihr Serum.

Wir bewegen uns in der Geschichte im Erzählstrang immer zwischen "Er" und "Sie" und erfahren so, was die jeweiligen Personen erleben.
"Er" schreibt über seine Befreiungsaktionen, die nachts stattfinden, wenn wer Flora befreit und mit Charlie eine merkwürdige Art einer Beziehung aufbaut.
"Sie" berichtet uns wie sie "ihn" kennen lernt und von den mysteriösen Blutspuren in der Umkleide des Cheerleader-Teams an ihrer Schule. Auf Grund dessen beginnen die beiden tagsüber zu recherchieren was dahinter stecken könnte und stoßen auf Charlie Foster. "Er" kennt ihn ja bereits. Aber "Sie" nicht. "Er" will ihr aber nicht davon erzählen, sondern möchte, dass sie von alleine hinter die ganze Geschichte kommt.

Viel will ich an der Stelle über den Inhalt nicht schreiben, denn ich bin der Meinung, je mehr ich schreibe, desto mehr verrate ich über das Ende. Nur so viel sei gesagt: Nichts ist wie es scheint, und alles kommt anders als erwartet.

Erkundet mit Flora die Welt des Charlie Fosters, lasst euch von dem Held Nacht für Nacht retten und wartet ab bis zum Schluss.

Verdrängt die Wut über das Nichtstun des Helden und über die Ahnungslosigkeit von Flora. Ihr werdet überrascht sein.

Das Ende ist Geschmacksache. Ich fand es leider zu unrealistisch. Aber gut, es ist ein Thriller und das ganze Buch ist ein bisschen abstrus. Von dem her passt es doch irgendwie rein.

Gesamteindruck:

Also dafür, dass die Autorin so jung ist, hat sie einen guten Thriller abgeliefert. Ein wenig verwirrend finde ich ihn und auch manche Handlungsstränge funktionieren in der Logik nicht ganz so, wie niedergeschrieben. Aber wenn man einen leichteren Thriller lesen möchte, der gut unterhält, dann ist man bei "Akte Blutrot" wirklich gut aufgehoben. Ich sehe viel Potential bei Sara Metz.

Da ich generell viel Thriller lese und auch sehr blutige, bin ich ein wenig verwöhnt was die Qualität eines guten Thrillers verspricht. Daher bin ich ein wenig streng was dieses Buch betrifft und würde daher nur 3 von 5 blutigen Pfotenabdrücken geben. Da aber Sara Metz noch recht jung und neu im Blutsektor ist, gibt es dann letzten Endes doch 4 von 5 faire Pfoten.

Die Geschichte ist gut, aber nicht ganz ausgereift. Es sind tatsächlich viel zu viele Stellen an denen ich mir dachte: Echt jetzt? Ne, ist klar. ABER ich finde, dass Sara definitiv dran bleiben soll am Thrillergenre.

Das Buch ist hier erhältlich beim Papierverzierer Verlag dem ich für die Zurverfügungstellung danke